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Kultur Archiv 02

Moderne Bücherverbrennung – Kulturverbrennung – dann folgen die Menschen......
 
26. 05. 2021
 
Es ist wieder so weit – Bücher, Kultur und in Kürze auch Menschen, werden wieder verbrannt.
Die Bücherverbrennungen der NAZI´s sind wieder hoffähig geworden!
 
Wer nicht zusehen will, dass hier die Grundlagen unserer Gesellschaft nicht verbrannt werden sollen, der muß sich jetzt wehren! Denn „der Mensch lebt nicht von Brot allein!“
 
Löscht das System seine Kritiker aus Angst?
Rapbellions“: Mut-Musiker um Naidoo stürmen Charts – Jetzt folgt Zensur
Screenshot: Bitchute
Der bekannte deutsche Künstler Xavier Naidoo lässt sich trotz massiver Kritik und Diffamierungen durch die Mainstream-Medien nicht mundtot machen und lässt gemeinsam mit anderen Musikern („Rapbellions“) mit einem neuen Song aufhorchen! Und die mutige Botschaft schlug ein wie eine Bombe – im Eiltempo stürmten die Mut-Künstler die Amazon- und iTunes-Charts. Für YouTube war der Rummel um die unbotmäßigen Musiker wohl zu viel Ungemach. Denn dort wurde das Stück bereits wegzensiert!
Ich mach nicht mit, denn meine Kinder sind mir heilig. Ich will, dass sie frei sind, vorher werde ich gesteinigt“ – so die ersten Worte, die unter die Haut gehen. Kinder, die unter den Maßnahmen leiden, werden ebenso angesprochen wie die Wirtschaft, die durch all die Lockdowns und Maßnahmen massiv geschädigt wurde und weiterhin geschädigt wird. Viele Menschen würden zwar sehen, was derzeit abläuft, aber nichts sagen.
Laut gegen Freiheit und Impfzwang
Freiheit werde systematisch abgeschafft und die Menschen immer weiter ihre Grundrechte verlieren, hier wird das bahnbrechende Urteil aus Weimar ebenso thematisiert. Die Künstler beziehen sich auf die Impfung und auf vermutlich impfgeschädigte Personen. Alle Kinder müssten unbedingt vor diesen Maßnahmen und vor allem dieser Impfung beschützt werden! „Ich mach da nicht mit, es kann gar nicht sein, euer Gift kommt niemals in unsere Körper rein. Die Geschwister und ich, wir wagen den Schritt, wir machen nicht mit!“
Gemeinsam mit 17 deutschen Rappern, die sich die „Rapbellions“ nennen, veröffentlichte er dieses kritische Lied. Die Künstler hinter diesem Lied sind:
Nein zur Zweiklassen-Gesellschaft
In einer Pressemitteilung bringen die kritischen Stimmen aus dem HipHop-Bereich ihre Forderungen klar und deutlich zum Ausdruck. Oberste Priorität habe die Beendigung aller Lockdown-Maßnahmen, die nachweislich mehr Schaden als Nutzen angerichtet hätten. Es dürfe keine Verpflichtung zur Impfung geben und auch keine Privilegien aufgrund des Impfstatus. Die Maskenpflicht, insbesondere für Kinder, müsse abgeschafft werden. Neutrale, ehrliche, ausgewogene Berichterstattung und Rückkehr zu allen Grundfreiheiten werden ebenso gefordert.YouTube und iTunes reagieren mit Zensur
Nachdem das Video zahlreiche Male geteilt wurde, zog YouTube die Reißleine. Die größte Videoportal steht seit einiger Zeit in der Kritik, weil es in den vergangenen zwei Jahren über 25.000 kritische Kanäle löschte. Die Vorwürfe beliefen sich meistens auf sogenannte „Hassrede“ oder vermeintliche Corona-„Falschinformationen“. Unter letzterem Punkt zensiert die Plattform sogar fachliche Gegenmeinungen – so jene des renommierten Infektionsepidemiologen Sucharit Bhakdi (Wochenblick berichtete).
Aber nicht nur YouTube scheint sich mit seinen Zensurgelüsten zu gefallen – denn auch in den iTunes-Charts, wo das Rapbellions-Lied noch vor wenigen Tagen auf Platz 1 stand, ist es nun in den Top-100 nicht mehr vertreten. Eine offizielle Stellungnahme von Apple gibt es nicht – aber der Umstand, dass das Stück in den Amazon-Charts unverändert die Top-Position einnimmt, macht stutzig. Es wäre nicht das erste Mal: Im Vorjahr wurde ein patriotischer Rapper einfach aus den Charts gestrichen.
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Eine überaus vernunftbegabte Überlegung zu Fragen der Lebensfreiheit und Angemessenheit
 
 
25. 05. 2021
Dieser erfrischende Beitrag, der vielleicht sogar einmal den Bereich der Utopie verlassen mag, hat jedoch auch ideelle Vorgänger. Einmal war es der Unternehmer Bosch, der auf die Frage, warum er seinen Arbeitern so gute Löhne bezahle sagte, wenn es meinen Miterabeitern gut geht, geht es mir auch gut. Ein klarer Satz des Verstehens, eigenes Arbeitsvermögen ist ohne die Anstrengungen anderer Menschen nicht möglich. Dieser Beteiligungsgrundgedanke am Ertrag von Arbeit, spricht Frau Engelhorn hier an.
 
Aber auch ein anderes Modell zielte einmal in diese Richtung, was heute so verteufelt wird und man eigentlich lieber nicht darüber sprechen sollte. Die Gesellschafts- wie Wirtschaftsmodellidee der NSDAP, die diese Dinge sehr weit vorangetrieben hat, baut auf derartigen Grundgedanken auf. Die NSDAP hat es geschafft,, wenn man sich auch über einige Methoden streiten mag, die Unternehmerschaft so in die Gesellschaft einzubinden, das das Prinzip von Herrn Bosch, staatstragend wurde. Einen ähnlichen Weg, angelehnt an diese Grundidee, geht heute China. Und die soziale Marktwirtschaft eines Prof. Ludwig Ehrhards, baute auf den Grundlagen der NSDAP auf.
 
Hoffen wir also auf Verstehen der Vernunftbegabten, das, was sie im Leben nicht benötigen, um gut Leben zu können, in der Tat als Gemeinschaftswert, zurück geben. Und ja, es ist auch eine explezid demokratische Frage. Es bedeutet eben nicht die Abschaffung der Reichen von Reichtum, sondern nur um die Frage, wo wird Reichtum zum Selbstzweck oder Machtfrage zum System. Hier gilt es in der Tat, neue Wege zu finden.
Erben mit Verantwortung
Millionenerbin Marlene Engelhorn: "Besteuert mich endlich!"
Die 29-jährige Wienerin erklärt, warum sie mindestens 90 Prozent ihres Erbes spenden und keinesfalls als Philanthrokapitalistin à la Gates und Co enden will
Interview
Lisa Nimmervoll
23. Mai 2021, 07:00
Marlene Engelhorn will ihr eigenes Beispiel als junge Millionenerbin nutzen, um daran exemplarisch einen öffentlichen Diskurs über Steuergerechtigkeit zu führen.
Foto: Heribert Corn
Vor zwei Jahren war es so weit: Marlene Engelhorns Großmutter Traudl Engelhorn-Vechiatto (94) eröffnete ihrer Familie ihre Erbschaftspläne. Zu verteilen gibt es viel. "Forbes" schätzt das Vermögen der aus Wien stammenden Witwe von Peter Engelhorn auf 4,2 Milliarden Dollar. Ihr im Jahr 1991 verstorbener Mann, ein Urenkel des BASF-Gründers Friedrich Engelhorn, war Mitgesellschafter der deutschen Boehringer-Mannheim-Gruppe, die 1997 an den Schweizer Pharmakonzern Hoffmann-La Roche verkauft wurde. Marlene Engelhorns geschätzter zukünftiger Anteil: ein zweistelliger Millionenbetrag. Die 29-Jährige will mindestens 90 Prozent davon hergeben.
 
STANDARD: Sie werden einmal sehr viel Geld erben – und sagen schon jetzt: Will ich nicht, so viel brauche ich nicht, ich will fast alles spenden. Warum?
Engelhorn: Das ist in meinen Augen keine Frage des Wollens, sondern eine Frage der Fairness. Ich habe nichts getan für dieses Erbe. Das ist pures Glück im Geburtslotto und reiner Zufall. Die Menschen, die das eigentlich erarbeitet haben, hatten in der Regel wohl nicht sehr viel davon. Es kommt somit eigentlich aus der Gesellschaft, und dorthin soll es zurück. Als die Ankündigung kam, habe ich gemerkt, ich kann mich nicht so recht freuen, und ich habe mir gedacht: Etwas stimmt nicht, es muss was passieren! Mir fällt da immer Bertolt Brecht ein: "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich." Dann habe ich begonnen, mich ernsthaft damit zu beschäftigen. Das reichste Prozent der österreichischen Haushalte besitzt fast 40 Prozent des gesamten Vermögens. Individueller Reichtum ist in unseren Gesellschaften strukturell mit kollektiver Armut verknüpft. Da wollte ich nicht mitmachen.
 
STANDARD: Dieses Vermögen Ihrer Familie bildet ja doch auch in gewisser Weise zumindest ein Stück weit auch die Leistung Ihrer Vorfahren ab, die etwas gegründet und viele Arbeitsplätze geschaffen haben. Können Sie das irgendwie auch anerkennen oder sagen Sie: Die Relationen stimmen einfach nicht. Es ist einfach zu viel, was den Eigentümern geblieben ist, und zu wenig, was die arbeitenden Menschen davon bekommen haben?
 
Engelhorn: Mein voraussichtliches Erbe spiegelt in keinster Weise wider, was eine Einzelperson geleistet haben mag oder nicht. Da kann ein Manager in seinem Büro die besten Entscheidungen treffen, auf ihn allein kommt’s nicht an. Wenn es niemanden gibt, der die Produkte erfindet, erarbeitet, rumtüftelt, verkauft, dann gibt’s keinen Gewinn. Wir arbeiten in unserer Gesellschaft arbeitsteilig, anders würde es gar nicht funktionieren, und dass einige so viel erwirtschaften können, wie andere durch Erwerbsarbeit niemals bekommen, spiegelt nur wider, dass wir manche Arbeiten als wertvoller erachten. In der Regel ist das die Arbeit von jenen, die ohnehin schon reich sind, und von sich behaupten, ihre Arbeit sei wichtiger. Dann liegt das Geld meist seit Jahren in Anlagen herum und wird von alleine mehr, da muss man nur warten, während andere Menschen jeden Tag arbeiten und besteuert werden.
Wer 11.000 Euro Nettoeinkommen pro Jahr hat, zahlt 20 Prozent Steuern – und dann bekomme ich wahrscheinlich ein Vermögen von mehreren Millionen und muss nichts dafür zahlen. Dabei habe ich nichts dafür getan. Und das soll richtig sein so? Ich bin wahnsinnig privilegiert, ich bin dafür dankbar, ich bekomme dadurch auch viel Freiheit. Auch die Freiheit, mir die Zeit zu nehmen, mich damit auseinanderzusetzen. Das ist ein Riesenluxus, aber auch eine Verantwortungsfrage, und meine Verantwortung ist, dass ich der Gesellschaft etwas zurückgebe. Wenn der Status quo ist, dass man mit Eigentum machen kann, was man will, fast alles, dann darf ich das auch – und ich will es teilen, weil ich mich als Teil der Gesellschaft sehe.
 
STANDARD: Was sagt eigentlich Ihre Großmutter dazu, dass Sie öffentlich verkünden, Ihr Erbe zu verschenken, noch bevor Sie es überhaupt bekommen haben?
Engelhorn: Meine Großmutter eröffnet mir damit einen riesigen Handlungsfreiraum, den ich jetzt nutzen möchte, um den einen öffentlichen Diskurs ein wenig aufzumachen: Ich habe für das Geld keinen Tag gearbeitet und zahle für den Erhalt keinen Cent Steuer. Das kann es doch nicht sein. Besteuert mich endlich! Salopp formuliert: Wenn’s bis dahin keine Erbschafts- oder Vermögenssteuer gibt, mache ich mir halt selber eine. Und wenn das dabei hilft, viele Menschen für gerechtere Steuern zu begeistern, war es jeden Cent wert.
Mir wäre wichtig, dass man das Thema einmal an einem Beispiel ausdiskutieren kann, und mein Beispiel bietet sich an: Wenn Reiche immer im Verborgenen bleiben, dann bleibt eben auch die himmelschreiende Ungerechtigkeit abstrakt. Auch stellvertretend für viele andere in meiner Lage, die selber nicht in die Öffentlichkeit wollen, von denen ich aber viel Zuspruch erhalte.
STANDARD: Dieser Schritt in die Öffentlichkeit hat ja auch einen Preis. Nicht umsonst legen viele Reiche größten Wert auf Anonymität und Privatsphäre. Wie gehen Sie mit Neid oder sonstigen Angriffen, aber auch "Bettelbriefen", die Sie sicher bekommen, um?
Engelhorn: Ich lebe trotzdem sehr bequem. Wenn Vermögen gerecht verteilt wäre, hätten wir das Problem in der Form gar nicht, dann gäbe es keine "überreichen" Menschen, die systematisch einen Teil der eigenen Identität verbergen.
 
Ganz wichtig: Ich bekomme keine "Bettelbriefe". Mir schreiben Menschen in unglaublich schwierigen Lebenssituationen, die sich ein Herz fassen und sich an mich wenden. Diese Bitten um Unterstützung sind voller Respekt, und auch wenn es mir leid tut, dass ich ihnen Absagen schicke, es sind auch viel zu viele, so ist der Punkt doch der: Es sollte nicht meine Aufgabe sein. Menschen sollten sich nicht meinem Willen oder Wohlwollen ausliefern müssen. Irgendwer hat diese Menschen mit ihren Sorgen und Nöten alleingelassen. Ich würde sagen, die Gesellschaft, die Politik, die das nicht anders geregelt hat, wäre da in die Verantwortung zu nehmen. Wobei da auch die Frage ist: Wer macht die Politik und wer kann sich Einfluss auf sie kaufen? Das können Menschen wie ich.
 
STANDARD: Wie?
Engelhorn: Ich könnte ja auch nicht in die Öffentlichkeit gehen mit meinen Anliegen für mehr Steuergerechtigkeit, sondern in ein Hinterzimmer laden. Ich könnte es mir ganz leicht machen und mit großzügigen Spenden dafür sorgen, dass eine Partei tut, was mir wichtig ist. Da wäre ich bei weitem nicht die Erste, und solange wir diese Praxis nicht abstellen, ist klar: Meine Stimme ist mehr wert als ihre. Mit Demokratie hat das aber nichts mehr zu tun. Das ist neofeudalistisch. Wer das akzeptiert, sogar gut findet, jedenfalls aber an der extremen Vermögenskonzentration nichts ändern will, ist im Kern kein echter Demokrat. Für mich geht es aber genau um diese demokratische Verantwortung und gesellschaftliche Verbundenheit. Es ist banal: Wir müssen füreinander da sein in einer Gesellschaft, weil sonst sind wir keine Gesellschaft.

STANDARD
: Sie sind beim internationalen Netzwerk "Millionaires for Humanity", das im Vorjahr in einem offenen Brief die Regierungen um höhere Steuern für ihresgleichen gebeten hat: "So please. Tax us. Tax us. Tax us. It is the right choice. It is the only choice. Humanity is more important than our money." Wie viel sollte man den Reichen über Vermögenssteuern wegnehmen?
Engelhorn: Mit Wegnehmen hat das nichts zu tun. Wieso fragen wir nicht, wo das Geld herkommt? Wer hat es erwirtschaftet? Ein Mensch ganz allein? Alexandria Ocasio-Ortez, demokratische US-Kongressabgeordnete, hat es wunderbar gesagt: "Every billionaire is a policy failure." Jeder Milliardär ist ein politisches Versagen. Es ist eine gesellschaftspolitische Aufgabe, herauszufinden, wie wir das regeln. Die Konzepte müssen wir als Gesellschaft diskutieren. Es gibt ja Expertinnen und Experten dafür. Thomas Piketty etwa, der französische Ökonom, meint, fünf Prozent des Staatshaushalts sollten aus Vermögens- und Erbschaftssteuern lukriert werden, und daraus sollte jede Person zum 25. Geburtstag 120.000 Euro als kollektives Erbe erhalten.

STANDARD:
Pikettys Modell sähe eine extreme Steuerprogression vor. Für Vermögen oder Erbschaften in Höhe des 10.000-Fachen vom Durchschnittsvermögen wären 90 Prozent Steuern zu entrichten. Mit 200 Millionen von einem Zwei-Milliarden-Vermögen lasse sich immer noch gut leben, sagt er.
Engelhorn: Da hat Piketty verdammt recht. Sein Vorschlag hat im Blick, dass Geld eben mehr ist als die Möglichkeit, Dinge zu kaufen. Mit Geld kommt Handlungsfreiheit: Mit so einer Rücklage traut man sich eher, ein Unternehmen zu gründen oder Kunst zu machen. Oder aber man kann es sich locker leisten, eine Partei über Spenden zu finanzieren oder kauft sich die größte Zeitung eines Landes. Es geht immer um Lebenschancen, aber am Ende ist es eben auch eine Machtfrage.
Wieso ist es der Alleinerzieherin mit Teilzeitjob zumutbar, dass sie auf ihr geringes Einkommen mindestens 20 Prozent Steuern zahlt, und jemand wie ich bekommt ein Vermögen geschenkt? Einfach so. Null Prozent Steuern. Das ist unfair. Man kann auch teilen, und das tut gut. Es hat mit Verantwortung und Respekt zu tun, und, ein kitschiges Wort, das mir aber am Herzen liegt: Nächstenliebe. Ich wünsche mir, dass es auch meinem Nachbarn gut geht, einfach so, weil er ein Mensch ist.

STANDARD:
Sie bereiten sich jetzt systematisch darauf vor, wie Sie Ihr angekündigtes Erbe am besten oder am "sinnvollsten" teilen können. Wie wollen Sie das machen und welche Kriterien sind für Sie dabei wichtig?
Engelhorn: Hier fängt das Problem an. Ich darf mir das ganz allein überlegen, was mit dem Geld passiert. Die Gesellschaft sollte sich aber nicht darauf verlassen müssen, dass einzelne Superreiche ihr gegenüber wohlwollend eingestellt sind, das ist Neofeudalismus: gönnerhaft von oben herab spenden. Ich tausche mich mit anderen aus, lerne, so viel ich kann, schaue mir an, was funktioniert und was nicht. Für mich ist der Einsatz für Steuergerechtigkeit sehr wichtig, denn die Frage, wie wir Reichtum und damit Macht verteilen, berührt das Herz der Demokratie.

STANDARD:
Inwiefern?
Engelhorn: Jede Demokratie kann extrem konzentrierten Reichtum nur bis zu einem gewissen Punkt ertragen. Die Frage, wie wir damit umgehen, dass manche Menschen zu reich sind, wie etwa auch in meinem Fall, also nicht nur über Vermögen, sondern potenziell über extrem viel Macht verfügen, ist doch eine, die nicht verschwindet, nur weil wir sie nicht stellen.
Noch bin ich nicht reich, ich würde mir wünschen, dass es nicht meine Entscheidung ist, wie viel ich abgebe. Mein Wunsch wäre, dass wir das dann als demokratische Gesellschaft transparent ausverhandelt haben und dass wir uns das holen, was zu viel ist. Nicht im Sinne von Wegnehmen, sondern weil wir uns einig sind, wie viel zu viel ist in einer und für eine Demokratie. Und wie wir es teilen wollen, weil wir wissen, wo es gebraucht wird.
Wir können ja an dieser Demokratie weiterbasteln. Es gibt gute Ideen wie etwa die Bürgerräte in Irland zur Abtreibungsgesetzgebung oder zur gleichgeschlechtlichen Ehe oder den Klimakonvent in Frankreich. Partizipativer wäre auch wichtig, weil unsere repräsentative Demokratie so designt ist, dass in der Regel mittelalte bis alte weiße Herren mit akademischem Abschluss im Parlament sitzen. Im Parlament sitzt ein einziger Arbeiter, obwohl jeder vierte Beschäftigte in Österreich Arbeiter oder Arbeiterin ist. Welches Volk wird da vertreten? Auch da sollten wir ansetzen, damit diese Macht breit zugänglich wird und alle mitentscheiden dürfen, wie die Gesetze gemacht werden, nach denen wir regiert werden. Dann hätten wir wahrscheinlich auch andere Gesetze und andere Verteilungsfragen.

STANDARD:
Ein Weg für Menschen, die sich selbst als "zu reich" empfinden, ist Philanthropie, was "allgemeine Menschenliebe" bedeutet. Sind Menschen wie Bill und Melinda Gates, die mit 46,8 Milliarden Dollar die größte Privatstiftung der Welt verwalten und sich etwa der Bekämpfung von Malaria und Kinderlähmung widmen, oder MacKenzie Scott, Exfrau von Amazon-Gründer Jeff Bezos, die im Corona-Jahr 4,2 Milliarden Dollar an 384 Hilfsorganisationen gespendet hat, Vorbilder für Sie?
Engelhorn: Philanthropie als Übergangsphase, bis wir bei der Vermögenssteuer sind. (lacht) Nein, auf gar keinen Fall. Davon will ich mich ganz dringend distanzieren. Wenn Privatpersonen so viel geopolitische Macht bündeln, ist das hochproblematisch, undemokratisch und brandgefährlich. MacKenzie Scott hat in kürzester Zeit das, was sie so großzügig hergegeben hat, über ihre Kapitalerträge aus ihren Amazon-Anteilen wieder erwirtschaftet, und Amazon, wissen wir, beutet Menschen und Klima systematisch aus. Das ist total unehrlich.
Es kann nicht sein, dass man zuerst weltweit an allen Ecken und Enden Steuern spart und dann demonstrativ wohltätig wird und einen Bruchteil des Vermögens spendet. Ganz oft sind diese Stiftungen nichts anderes als eine Möglichkeit, Vermögen zu verschleiern. Da wird mit einem winzigen Teil des Kapitals ein bisschen wiedergutgemacht, was diese großen Anlagen an Mist verbocken. Das ist Philantrokapitalismus. Es ist einfach nicht in Ordnung, dass wir abhängig sind vom Wohlwollen der Superreichen.

STANDARD:
Von Fjodor Dostojewski stammt der Satz: "Geld ist geprägte Freiheit." Was löst er bei Ihnen aus?
Engelhorn: Ja, mit Geld kann man sich Freiheiten erkaufen, man ist frei von Hunger oder Not, zumindest für eine kleine Weile. Aber Dostojewski hat das in den "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus" geschrieben, er war selbst politischer Häftling in einem sibirischen Lager, wo er Zwangsarbeit verrichten musste. Was er gemeint hat, hat nichts mit dem zu tun, was meine finanzielle Lage darstellt. Der Satz, der besser zu mir passt, ist: "Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind."
STANDARD: Er stammt vom anarchistischen deutschen Schriftsteller Erich Mühsam, der 1934 im KZ Oranienburg ermordet wurde. Aber was bedeutet Geld an sich für Sie?
Engelhorn: Ich will nicht leugnen, dass Geld notwendig und hilfreich sein kann, sonst würde ich ja auch die Macht von Geld leugnen, wenn es in unvorstellbarer Größenordnung da ist. Sie wissen, eine Münze hat zwei Seiten. Welche ist die richtige: Kopf oder Zahl? Mir bedeuten Menschen einfach grundsätzlich mehr als Geld, darum will ich es teilen.

STANDARD:
Wo ziehen Sie für sich persönlich die Grenze, wo Sie sagen, bis da erfüllt Geld auch für mich die Funktion, mir gewisse Freiheiten und ein gutes, materiell nicht prekäres Leben zu ermöglichen? Wie viel gestehen Sie sich selbst zu?
Engelhorn: Ich will mindestens 90 Prozent abgeben. Wie viel ist genug? Was ist das gute Leben für alle? Das sind wichtige Fragen, vor allem politische Aufgaben. Ich persönlich bin schon abgesichert, und ich bin mir auch nicht zu schade, zu arbeiten. Momentan stecke ich alles, was ich an Arbeitskraft habe, in die Auseinandersetzung mit diesem Thema und den Einsatz für Steuergerechtigkeit und hoffe, dass das irgendwann gegessen ist, weil die Politik auf ihren Souverän hört: Umfragen zeigen uns ja, die Mehrheit der Menschen findet die Idee, Superreiche zu besteuern, gar nicht schlecht. (lacht) Und wenn das geschafft ist, gehe ich arbeiten. Das wird vielleicht nicht superleicht sein, weil ich dann eine Lücke im Lebenslauf habe. Aber es ist mir wichtig, dass ich mir mein Geld erarbeite wie jeder andere auch.

STANDARD:
Glauben Sie, dass Sie ohne Geld oder mit viel weniger Geld freier und/oder glücklicher wären? Oder ist das der romantisch-stilisierte Selbsttrost derer, die nicht reich sind?
Engelhorn: Geld allein macht weder meine Freiheit noch mein Glück aus. Ich brauche natürlich auch Geld, um abgesichert zu sein, um meine Ausgaben zu decken, um ein angenehmes Leben zu haben. Aber das Wichtigste ist: Geld kauft mir keine ehrlichen Beziehungen und keinen Respekt. Das muss ich mir als Mensch erarbeiten, und das will ich auch. Und ich will nicht, dass mir da Geld im Weg steht, quasi als Mauer zwischen mir und den anderen, und ich ihnen deshalb nicht nah sein kann in anderen Belangen.

STANDARD:
Was, wenn Sie Ihren großen Erbverzicht in ein paar Jahren vielleicht bereuen und sagen: "Ach, hätte ich doch damals nicht ..."?
Engelhorn: Ich habe das für mich persönlich konsequent zu Ende gedacht. Ich setze mich dafür ein, dass ich als Teil der Gesellschaft einen Beitrag leisten darf. Ich will teilen. Punkt.
STANDARD: Zum Schluss noch Frage Nummer fünf aus Max Frischs Fragebogen zum Thema Geld: "Wie viel Geld möchten Sie besitzen?"
Engelhorn: Gerade so viel, dass ich meine Grundbedürfnisse gut abdecken kann und die eine oder andere Freude. (Lisa Nimmervoll, 23.5.2021)
Marlene Engelhorn (29) studiert Germanistik an der Uni Wien, konzentriert sich derzeit aber vor allem darauf, sich inhaltlich und strukturell darauf vorzubereiten, ihr künftiges Erbe einmal fast zur Gänze möglichst sinnvoll umzuverteilen. Dazu vernetzt sie sich mit gleichgesinnten Vermögenden und jungen Erbinnen und Erben, die sich für eine gerechte Verteilung von Reichtum und Macht einsetzen, etwa die Millionaires for Humanity. Aktuell arbeitet sie als Volontärin bei der Guerrilla Foundation mit Sitz in Berlin, die Initiativen unterstützt, die auf einen umfassenden systemischen Wandel in Europa hinarbeiten.

Mehr zum Thema:
Brief der Millionaires of Humanity, in dem sie um höhere Steuern für sich bitten
 
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Das große Finale.....    12. 05. 2021

Mit diesem letzten Werk, welches gerade im Entstehen ist, werde ich wohl die letzten Tropfen meines Gehirnschmalzes vergossen haben.

Mein Körper wird schwächer, mein Geist schrumpft und mein Lebenswille erlischt. Ich habe mein Leben gehabt und fühle mein Ende nahen. Meine Anhängergemeinde muß deshalb nicht traurig sein, ist sie ohnehin sehr klein. Es wird also nicht unbedingt auffallen, dass ich ins Nirwana eingegangen bin resp. gehen werde.

Dennoch kann ich es mir eben nicht verkneifen, zu allerletzt eben doch noch einmal mich über die Menschheit zu ergießen und ihr meinen Stempel zu hinterlassen. Mit diesem hier vorliegenden Titel.

Dieser Titel wie der Hinhalt des Buches, der die Deutsche Geschichte aus einem fremden Blickwinkel aufrollt, orientiert sich an dem berühmten Hamburger Barden mit seinem Lied wie berühmten Refraint:

"das darf man alles gar nicht so verbissen sehn....... tick  tack - tick tack....."

Möge der Eine oder Andere sich nun auf das letzte Werk von mir freuen, oder aber auch jetzt schon die Hände vor das Gesicht schlagen, bitterlich weinen, graue Haare bekommen - zum Säufer werden oder bei ihm Parkinson auslösen....... oder jegliche Buchbestellungen für ewiglich beenden......

.... ich kann es mir halt einfach nicht verkneifen.....
 
 
 Germa Deutsch
         Die Mutter aller Deutschen



eine Schmunzelgeschichte

R. Kaltenboeck-Karow

Vorwort
Mit großer Dankbarkeit und in „memory“ ist dieses Werk Annelise Karow und Gerhard Bendix gewidmet, die in uneigennütziger Aufopferung unter Hintenanstellung, gegen den Rat der Verwandtschaft, Ihr eigenes Leben ein-geschränkt haben. So konnte der Autor und seine Familie, und hier sei auch Dank an seine liebe Frau, Gabriele Todzi-Karow einmal erwähnt, die über Jahre ihm den Rücken frei gehalten hat, überleben und das große Werk einer deutschen Lebenszelle, entstehen.

Denn:
ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten, aber, sagen wir es einmal so, die Deutschen sind ja schon sehr alt. Eigentlich. Und die Ahnenforschung bietet da ganz tolle Dinge. Und die Genenforschung erst. Also, bis hin zu Denen da. Na, die da auf den Bäumen. Oder war es die Savanne? Na, die da eigentlich gar nicht sind….. ? Vielleicht erinnern Sie sich.
Und ob sie nun von den Römern zu Barbaren der Germanen gemacht wurden, oder die Römer die Barbaren für die Germanen waren, es gab gar keine Germanenbarbaren. Denn das ist ja wieder nur so eine geografische Bezeichnung von der vermeintlichen Zivilisation für die Gebiete, die Ihnen nicht gehörten.

Ja, schon die Römer sind mit dem Versuch, Lebensraum im Osten zu suchen, gescheitert. Der Nachkomme des Berlowinger ja auch. Nap, nap, nap…., nappo, nop`os Po oder Leon der …. oder so.

Und der Germane aus dem Schuhplattlerland erst. Hollallidoi….

Also, die Entwicklung einer Deutschen Lebenszelle soll hier am Lebensbeispiel von Germa Deutsch und Aldo Teutonus exemplarisch beschreiben werden. Zum besseren Eigenverständnis eines wohl doch jungen Volkes, das immer noch auf der Suche nach sich selbst zu sein scheint.

PS:
Sollte Jemand Annelise Karow und Gerhard Bendix nach Lektüre dieses Werkes bestrafen wollen, so seien Sie beruhigt. Der Standort des Hünengrabes wird nicht preisgegeben. Es soll in 100.000 Jahren als Kultstätte des Gottes „Lesbarbara“ gefunden werden können. Mit all seinen Kultbeigaben. (Köpfe von Alfred E. Neumann, Alfine E. Neufrau, Markttante, eine Geige, einen Baß, Noten, Plastikzimbeln für Salatwaschungen uvm.)

Man wird so einen reiligiösen Thinkort finden, der das heiligste eines vergangenen Volkes wohl sein könnte.

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Geisteserfahrung zum eigenen Ich.

Dieses Buch ist der Einstieg zur wahren Erkenntnis des eigenen Bewußtseins, hinterlassen als Anleitung unserer Schöpfer – der Weg zum ewigen Licht.

Nur wer es liest und übt, wird sich selbst erfahren lernen.

16. 05. 2021

 
R. Kaltenböck-Karow
Veröffentlichung (Hardcover)
ISBN: 978-3-754120-95-8
Erscheinungsdatum: 16.05.2021

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Eine Türken bekennt sich zur freien Schöpfung ihrer Person – nur so geht es!
  1. 05. 2021

Die Schöpfung kennt keine Unterdrückung – die Schöpfung kennt nur freie Wesen – Alles andere sind menschlich-dümmliche Erfindungen!