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Gedenken des Unternehmens Barbarossa ….

06. 2021

Gedenken des Unternehmens Barbarossa ….

06. 2021

Diese historische Aufarbeitung ist ein Versuch der Aussöhnung mit Russland, was ja absolut gerechtfertigt ist. Was nicht gerechtfertigt ist, ist die die Tatsache, dass es eben kein unvorhergesehener Überfall auf Russland war. Spion Sorge hin, Spion Sorge her.... Stalin war von Anbeginn an klar, mit dem DR würde es zum Kriege kommen. Und nicht nur wegen der Vorstellungen von AH, Raum im Osten zu gewinnen, sondern aus rein ideologischen Gründen. Beide Sozialismusformen, vertrugen sich nun einmal nicht in Europa. Die eigene eindeutige Schuldzuweisung eines vermeintlichen Überfalls auf Russland, liegt keineswegs allein bei Deutschland. Hier lügen die Historiker aus politschen Vorgabegründen, oder sie haben die Historie nicht verstanden.

Im DR war es der Versuch in Europa eine Führungsrolle unter einem europäischen Faschismus zu übernehmen aufgrund einer höheren völkischen Bedeutungseinschätzung der deutschen Völker, in der Tradition deutscher historischer Entwicklungen, die an das „katholisch-römische Reich deutscher Nationen“ anknüpfen sollten um so auch als Macht- wie Wirtschaftsfaktor, in Europa für Europa eine Führungsrolle zu übernehmen.

Mit diesen Zielsetzungen waren die Deutschen sehr erfolgreich nach Übernahme der Macht durch die NSDAP, was eben sofortigen Alarm in der angelsächsischen Welt auslöste, die bereits in den 20er Jahren Gespräche geführt haben, sollte es Deutschland gelingen, wieder nach 1918 aufzustehen und sich zur massiven Konkurrenz in Europa, wie auf dem Weltmarkt zu etablieren, müsse das verhindert werden. D.h., der Krieg gegen das DR war lange geplant.

Stalin selbst war das genauso klar, jonglierte jedoch zwischen allen Interessenten und spielte Jeden gegen Jeden aus. Da GB wie auch die USA sich in jenen Tagen nicht ganz einig waren, gab es dann zum Erstaunen der angelsächsischen Mächte den Vertrag mit dem DR., der sich erst einmal zum gegenseitigen Nutzen auszahlte. Auch wenn man damit der eigenen Bevölkerung große Ernteerträge vorenthielt, da sie in den Export gingen.

Die USA führten bis noch 1941 mit beiden Gegnern gewaltige Geschäftstransaktionen durch und bauten beide Seiten, wie auch heute noch, auf, damit sie sich in gegenseitige Positionen begeben konnten. Die besten Geschäfte sind mit Gegenern zu führen, die den Krieg für nicht verhinderbar ansehen, denn diese Geschäftspartner gewinnen immer. Der Sieger kann bezahlen und der Verlierer muß bezahlen zu einem Preis, mit der faktischen Übernahme seiner Erholung danach.

Daraus ist zu schließen, dieser Aufsatz pflegt fälschlicherweise wieder in einer historisch nicht korrekten Weise, die Sucht der deutschen Schuldpflege. Denn der Versuch des DR. mit GB sich gemeinsam gegen den Kommunismus als eigentliche Gefahr aufzustellen wie vorzugehen, mißlang durch Fehlbeurteilungen aus GB.

Das Unternehmen Barbarossa war kein Überfall, sondern eine Präventivmaßnahme, wie sie heute von Militärstrategen der heutigen Mächte nach wie vor, eingesetzt werden. Denn es ist auch Tatsache, Russland hatte einen Militärapparat, der im Rücken des Reiches, das im Westen militärisch gebunden schien und sich dort verzehrte, an seiner Westgrenze von der Ostsee bis zum schwarzen Meer aufgebaut. Würde also das Reich sich an der Ostgrenze nichts einfallen lassen, den Russen das Überrennen des Reiches und wahrscheinlich ganz Europas ermöglichen, wären seine (AH) Ziele für Deutschland und Europa dahin. Der den deutschen aufgezwungene Krieg, der im Wesentlichen nun von der jüdischen Hochfinanz aus den USA initiiert wurde, hatte seine Pedant in der jüdisch-intellektuellen Revolutionsgarde in Moskau, weshalb eben im Reich auch von der jüdisch-bolschewisten Gefahr aus Russland, gesprochen wurde.

Diese Umstände und der eiserne Wille, koste es was es wolle seitens Churchill, Deutschland als Konkurrenzgröße in Mitteleuropa völlig zu vernichten, was 1918 nach seinen Worten vergessen wurde, führte zu einem Desinformationskrieg wie psychologischen Kriegsführung auch der Täuschungen, das nun das DR sich einer großen Gefahr aus Moskau ausgesetzt sah, das vorhatte, in den kommenden Monaten, das DR zu überfallen. Wobei der Truppenaufmarsch wie der abgehörte Funkverkehr, dieser Strategie aus London, nun Glauben schenken ließ.

Diese Gründe sind die Gründe, die dann zu dem Unternehmen Barbarossa führten, wie der sich daraus ergebenden Härte und Grausamkeiten einmal gegen die Russen, wie auch den Juden in Europa, da das Judenproblem in Europa nun dem DR aufgezwungen wurde. Die Pläne aus Polen, Frankreich wie GB, schon vor AH das Problem der Juden zu regeln, wobei Madagaska als Judenstaat angedacht war, wurde jedoch eingestampft. Die Zionisten zwangen London mit Hilfe der jüdisch gelenkten Regierung der USA, die Abmachungen aus dem 1. WK in Sachen der Israelfrage, einzuhalten.

Das DR unter AH sah sich nun in einem nicht gewollten wie aufgezwungenen Krieg in einen Zweifrontenkrieg aus einer Notlage heraus gezwungen, an dessen Sieg man letztendlich selbst nicht so recht glauben wollte, was dann zu den Wutentwicklungen des DR und der sich auf allen Seiten entwickelten ungezwungenen Grausamkeiten auswuchs.

Spätestens an dieser Stelle mögen sich nun die Gutmenschen wie die schuldpflegenden Historiker und Politiker sich ernsthaft einmal die Frage stellen: „wer werfe den ersten Stein“....

Will Europa dauerhaften Frieden wie Ausgleich zwischen den Völkern und auch Russland, müssen die heute Verantwortlichen sich endlich zur Wahrheit der eigenen Schuld aller Beteiligten bekennen wie klar stellen, unsere Vorfahren haben aus falschen Begründungen, Europa in Schutt und Asche gelegt und jeder hat seinen eigenen Anteil an Kriegsverbrechen, Progromen und Vielem mehr.

Anmerkungen von R. Kaltenboeck-Karow

„Schuld für den Ausbruch des Krieges liegt ganz klar bei Deutschland“ - Historiker im Gespräch
14:24 21.06.2021 (aktualisiert: 14:51 21.06.2021)
CC BY-SA 3.0 / Das Bundesarchiv / Wikimedia Commons

Am 22. Juni jährt sich der Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Der Historiker Matthias Uhl vom Deutschen Historischen Institut in Moskau warnt davor, der Sowjetunion den „Schwarzen Peter“, zuzuspielen. Vielmehr sollte man die Erinnerung wach halten auch an die „ungesühnten deutschen Kriegsverbrechen“.

Herr Uhl, wie überraschend kam der der Überfall Hitlerdeutschlands für die Sowjetunion am 22. Juni 1941? Der Meisterspion Richard Sorge hatte doch Stalin vorgewarnt?

Das Problem bei nachrichtendienstlichen Erkenntnissen ist immer die Flut an Nachrichten aus verschiedenen Richtungen. Das Hauptproblem dieser Warnung von Richard Sorge war, auch wenn man das gar nicht glauben mag, dass es keinen schriftlichen, dokumentarischen Beweis gab für die Existenz des Barbarossa-Plans. Darum zögerte Stalin wohl noch, obwohl es bereits viele Meldungen gab, dass die Wehrmacht angreifen würde. So tat sich Stalin bis zuletzt schwer damit, an einen Überfall zu glauben, Zumal Hitler öffentlich auch immer noch mit der Idee spielte, Großbritannien anzugreifen. Ganz so klar, wie das aus heutiger Sicht erscheint, war das also nicht.

Herr Uhl, wie überraschend kam der der Überfall Hitlerdeutschlands für die Sowjetunion am 22. Juni 1941? Der Meisterspion Richard Sorge hatte doch Stalin vorgewarnt?
Das Problem bei nachrichtendienstlichen Erkenntnissen ist immer die Flut an Nachrichten aus verschiedenen Richtungen. Das Hauptproblem dieser Warnung von Richard Sorge war, auch wenn man das gar nicht glauben mag, dass es keinen schriftlichen, dokumentarischen Beweis gab für die Existenz des Barbarossa-Plans. Darum zögerte Stalin wohl noch, obwohl es bereits viele Meldungen gab, dass die Wehrmacht angreifen würde. So tat sich Stalin bis zuletzt schwer damit, an einen Überfall zu glauben, Zumal Hitler öffentlich auch immer noch mit der Idee spielte, Großbritannien anzugreifen. Ganz so klar, wie das aus heutiger Sicht erscheint, war das also nicht.

Hätte man nicht, ausgehend von der Rassenideologie und dem Prinzip der „Lebensraumgewinnung“ der Nazis, sicher sein müssen, dass ihr Feldzug nicht in Polen endet?

Jein. Natürlich wusste die Leitung in der Sowjetunion, was in „Mein Kampf" steht, aber man darf nicht vergessen, dass es zu dem Zeitpunkt noch einen Friedens- und Nichtangriffsvertrag mit Deutschland gab. Stalin hielt Hitler trotz allem in seinem politischen Handeln für genauso rational wie sich selbst. Er hat Hitler wahrscheinlich bis zum Juni 1941 nicht für einen wirklichen Ideologen gehalten. Stalin sagte über Hitler, dass er ihn für einen Machtpolitiker halte, der bestimmte Ziele erreichen will. Aber in der Umsetzung seiner ideologischen Ziele schien ihm Hitler variabel zu sein. Das sollte sich alsFehleinschätzung erweisen.

Über diesen von Ihnen erwähnten sogenannten „Hitler-Stalin-Pakt“, den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt und deren geheime Zusatzprotokolle ist ja in letzter Zeit fast ein Geschichtsstreit entbrannt. Die EU macht die Sowjetunion genauso wie Hitlerdeutschland für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verantwortlich. Wie sehen Sie das?
Die Schuld für den Ausbruch des Krieges liegt ganz klar bei Deutschland. Da sollte man der Sowjetunion nicht den Schwarzen Peter zuspielen. Stalin hat selbstverständlich versucht, die Sowjetunion so lange wie möglich aus dem Krieg rauszuhalten. Dafür schien der Vertrag mit Deutschland eine opportune Möglichkeit zu sein und die hat er genutzt. Deutschland hatte jedoch den unbedingten Willen, den Krieg zu entfesseln.

Hitlerdeutschland war die ersten Monate nach dem überraschenden Überfall auf die Sowjetunion sehr erfolgreich. Wie verlief der Vormarsch bis Stalingrad und bis vor Moskau?
Im Prinzip war die Aufstellung der sowjetischen Streitkräfte ziemlich offensiv gewesen, weil man davon ausging, dass man die Wehrmacht in Angriffsoperation zurückschlagen könne. Das gelang nicht gleich, weil die Wehrmacht bereits Kriegserfahrung hatte und bei ihrem Vormarsch wie mit „einem heißen Messer in die Butter schnitt“ und der Sowjetarmee sehr schwere Verluste beibrachte. Wobei auch, was meist vergessen wird, die Wehrmacht bereits im Sommer und Herbst 1941 ganz enorme Verluste erlitten hat in der Sowjetunion. Die Kampfhandlungen waren von Anfang an von einer unvorstellbaren Härte geprägt. Das war also kein leichter Durchmarsch bis Moskau und Stalingrad, auch wenn es im Rückblick aufgrund der Geschwindigkeit so erscheint. Die Wehrmacht kam zwar bis kurz vor Moskau, war dort aber schon ganz schön ausgeblutet, während die Sowjetunion in der Lage war, die Verluste dort zu ersetzen mit den Reserven aus Sibirien und den erfolgreichen Gegenangriff zu starten.

„Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“ und das „Unternehmen Barbarossa“ – SNA-Video

Wie gingen die Wehrmachtssoldaten mit der Bevölkerung in den eroberten Sowjetgebieten um?

Dazu gab es ja den Kriegsgerichtsbarkeitserlass, der sämtliche Handlungen gegenüber der Bevölkerung in den eroberten Gebieten straffrei machte. Den Wehrmachtssoldaten war von Anfang an eingetrichtert worden: „Das sind Untermenschen, ihr könnt euch also verhalten wie ihr wollt - plündern, töten – euch geschieht nichts.“ Entsprechend verhielten sich die Soldaten auch. Das unterschied sich schon ganz deutlich von dem Besetzungsregime in Norwegen oder Frankreich. Es gab hier von Anfang an eine brutale Unterdrückung und wirtschaftliche Ausplünderung des Landes und der Bevölkerung.
Gab es auch Gegenden, wo sie als „Befreier“ empfangen wurden? Manche Sowjetrepubliken behaupten ja heute, in der Sowjetunion nur besetzt und unterdrückt gewesen zu sein.
Ja, wenn man an das Baltikum denkt, dass zu dem Zeitpunkt noch nicht so lange im sowjetischen Machtbereich war, da gab es natürlich Kräfte, die davon träumten, dass das Baltikum wiederersteht, was aber diametral zur deutschen Besatzungspolitik stand. Da wurde auch schon recht bald von den Deutschen klargestellt, dass nationale Bestrebungen in diesen Gebieten nicht stattgegeben wird. Das traf auch auf die westlichen Gebiete der Ukraine zu.
Wenn man eine Umfrage machen würde in Russland und Deutschland, nach der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, nach den wichtigsten Momenten dieses Krieges, was meinen Sie, was würden dieDeutschen und was die Russen nennen?
Was auf beiden Seiten als Stichwort fallen würde, wäre wohl Stalingrad. Das war der Wendepunkt des Krieges, was auch den Deutschen bewusst wurde, weil erstmals so viele deutsche Soldaten fielen oder in Gefangenschaft gingen.
Würden die Russen den D-Day als wichtigen Moment des Krieges nennen?
(lacht) Das glaube ich nicht. Dann wohl eher noch die Schlacht um Kursk.
Und die Deutschen?
Schon eher. Aber auch hier kommt es wohl darauf an, wo in Deutschland man fragt. In Ostdeutschland würde man wahrscheinlich auch eher Stichworte wie Kursk oder die Festung Brest hören, während in den alten Bundesländern wohl auf jeden Fall der D-Day Erwähnung finden würde.
Was ist mit der Blockade von Leningrad?
Das kann man als vergessenes Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht bezeichnen. In Deutschland erinnert man sich nicht gern daran. Lange Zeit wurde versucht, das als ganz normale militärische Blockade einer Stadt darzustellen. Erst durch die Forschung im letzten Jahrzehnt wurde deutlicher, dass dies eines der großen ungesühnten deutschen Kriegsverbrechen ist. Ein anderes ungesühntes deutsches Kriegsverbrechen ist der Umgang mit den Kriegsgefangenen der Roten Armee. Diese beiden Verbrechen finden bis heute in Deutschland kaum Beachtung und sind kaum Teil der Erinnerungskultur.

„Hitlers Rede wirkte auf Großbürger verstörend“ – Geheimbericht freigegeben
18 Dezember 2020, 14:21
Welche Bedeutung hat der 22. Juni, der Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, heute für die Menschen in Russland?
Der 22. Juni hat nicht so einen hohen Stellenwert wie der 9. Mai, aber er ist durchaus ein sehr wichtiges Datum im Gedenken an diesen grausamen Krieg. Hier stehen dann wahrscheinlich mehr die Zahl der Opfer und deren Gedenken im Vordergrund, als die Freude über den Sieg, wie es am 9. Mai ist.
Hier in Berlin ist gerade herrliches Sommerwetter, die Corona-Pandemie scheint vorbei oder macht gerade Pause – da will man sich eigentlich nicht die Laune verderben mit schweren Gedanken an unsere Schuld im Zweiten Weltkrieg. Warum ist es wichtig, die Erinnerung daran wach zu halten?
Ich halte das für sehr wichtig. Es war ein verbrecherischer Krieg der Deutschen, der mit einer unwahrscheinlichen Brutalität geführt wurde, die im Prinzip einmalig in der Geschichte ist. Die deutsche Wehrmacht und damit ein Großteil unserer Großväter oder Urgroßväter trägt damit die Schuld am Tod von über 27 Millionen sowjetischen Menschen. Das darf man nicht vergessen und das sollte jedem bewusst sein. Das scheint aber für die Deutschen ein Problem zu sein. In einer kürzlichen Umfrage wollten nicht einmal sechzig Prozent zugeben, dass ihre Großeltern auch nur Mitläufer im System waren. Ich glaube, die Mehrzahl der Deutschen glaubt, dass ihre Vorfahren nicht in dem System verstrickt war, was nicht der Wahrheit entspricht. Da bleibt noch viel Arbeit zu tun.
Der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat es abgelehnt, zum 80. Jahrestag des Überfalls eine offizielle Gedenkveranstaltung im Bundestag abzuhalten. Wie sehen Sie das?
Ich hätte das natürlich gut gefunden. Immerhin war Bundespräsident Steinmeier in Sandbostel (NS-Gedenkstätte, Anm. d. Red.), um dort getöteter sowjetischer Kriegsgefangener zu gedenken. Das ist gut und wichtig. Ich hätte mir aber auch gewünscht, dass der Bundestag zu so einem wichtigen Jubiläum zu einer Gedenkveranstaltung zusammengefunden hätte.

https://snanews.de/20210621/ausbruch-des-krieges-hist..

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Ein Europäisches Testament

Autor: R. Kaltenboeck-Karow

06. 2021

Die großen Ideengeber waren für Frankreich John Monnet, dessen Schüler Robert Schuhmann war, in Italien Prof. Mario Albertini, Universität Pavia, der sein „Europäisches Manifest“ auf den Wurzeln von Alterio Spinelli weiterentwickelt hat und zum Europa-Papst der Zeit wurde, wie in Österreich Dr. Otto von Habsburg der PAN-Europabewegung, in der anders als in der Bewegung von Prof. Mario Albertini, wo die Völker sich anschlossen, es sich hierbei eher um einen elitären Clup von älteren Oberschichten handelt, die eher im Hintergrund wirken und ihre Einflüsse zu Geltung bringen.

Allein die Stärke der MFE aus Italien führte eines Tages zum Europapaß und vielen anderen Ergebnisse für Europa, bis die Nationalparteien begriffen, hier kommt eine Stärke an Bewegung auf sie zu, die sie nicht kontrollieren noch lenken können.

Im Ergebnis kam dann dabei heraus, aus der MFE und anderer Organisationen, speziell auch aus Frankreich, wurde dann die AEF und die UEF gegründet, die später zusammen gelegt wurden und großen Einfluß auf die Europapolitiken des Anfanges der EU nahmen.

In den Gebieten der deutschen Völker wie deren Parteien, die fast zu einer Europapolitik gezwungen werden mußten, wurde dann schnell die Europaunion ins Leben gerufen, das von den etablierten Parteien dann gestaltet wie gelenkt wurde und auch als Einstieg in sonstige Karrieren der Parteien, galt. Die italienische Richtung verschwand dann auch recht bald. Allein in Österreich konnte sie sich länger halten, wurde dann jedoch als „zweiter Anschluß“ von den Deutschen übernommen.

Von Stund an wurden diese Bewegungen als Tarnmantel der nationalen Parteien benutzt, den Europagedanken nach außen als Bewegung für den Souverän, der Friedenssicherung für Europa, wie des Projektes Europa als Friedensbewegung, zu nutzen, nun ihre eigenen Vorstellungen der nationalen Machteliten für Europa, durchzusetzen.

Von nun an begann die Europabewegung ein nationalstaatlicher Auftrag zu werden, der mit unterschiedlichen Intentionen nationalstaatlicher Tradition behaftet, sich entwickelte und es auch hier, um nationale Vormachtstellungen innerhalb der Europaentwicklung zu nehmen galt. Ein etwas unbemerkter Prozeß, da er mit dem Oberbegriff „europäische Vereinigungsbestrebungen“ gekleidet, in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werden konnte. Einzig die wirklich im Thema drinsteckenden Personen erkannten diese Entwicklungen.

Heute haben wir nun die Situation, das die EU ein Monstrum geworden ist, wie es Herr Dr. N. v. H, siehe Antwortauszug auf den Artikel v. 18. 6. 2021: https://int-wiener-hofburg-residenz.com/Europas-Vorde..
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Das Ende der EU ist eingeleitet.
18.06. 2021

zum Ausdruck kommt:

Hochverehrter Freund,
Jetzt schon ein Ende der EU zu prognostizieren ist kühn, da die Achse D - F nach wie vor deren Kernprojekt darstellt und Bürokratiemonster sehr schwer auseinanderfallen.
Herzlichst
Ihr
NvH

Diese Anmerkung ist so richtig, wie sie falsch ist.

Der größte Fehler der Vereinigungsbestrebungen zu einer Friedensgemeinschaft der EU war die unkontrollierte wie überhastete Zuführung der dem Ostblock losgelösten Staaten, die bis heute dieser Entwicklung nicht zustimmen, noch zustimmen können oder wollen. Die alten Sieben der Gürndungsstaaten der EU hätten es vielleicht schaffen können, hätten sie sich demokratisch verhalten. Allein die BRD hing einem Unterordnungssyndrom an, wie Frankreich sich in seiner imperialen Rolle wieder zu Hause sah. Und Frankreichs Engagement für Europa mit der Unterordnung der BRD hätte Ihnen wirtschafltiche Vorteile gebracht, ohne ihre nationalen Ambitionen wirklich jemals aufgeben zu müssen. Hier sei an die Planungen Frankreichs erinnert, unabhängig der Entwicklungen der EU ein Zentrum für den Mittelmeerraum zu werden, der den NahenOsten wie die Magrebzone umfassen soll. Dieser Gedanke wie das Bestreben, ist nach wie vor gültig und von der EU losgelöst. Genauso die Miltitärpolitiken Frankreichs z.B. in Afrika, die ohne Rücksicht auf europäische Belange, gestaltet werden und nach wie vor, ihren imperialen Vorstellungen geschuldet sind.

Die Unterordnung der BRD unter Frankreich wie des EURO ist allein dieser politischen Art Frankreichs geschuldet, da das Syndrom der Deutschen, nie wieder die „Bösen“ in Europa zu sein, alles diesem Ziele untergeordnet haben. Seit dem nun die Grünen wie Angela Merkel und der Genderideologie aus der kommunistischen Eliteschule der Komintern kommend in der BRD resp., dem restlichen wiedervereinigtem „deutschen Wirtschaftsgebiet“ die Macht stellt, ist die Kanzerlin mit diesen Gruppen ins Bett gestiegen und hat die CDU zu einer besseren Linken ausgebaut und ein Vasallensystem geschaffen, das ihr förmlich in der Partei wie in der BRD selbst, die absolute Macht bescherte. Ihre Kommentierungen zu Schlüsselaussagen in Sachen Demokratie wie eigener Planungen, die an ihre Kominternausbildung anknüpfen, sind legendär.

Infolge der Vorstellungen aus Frankreich wie der Unterwürfigkeit der BRD und ihrer rein wirtschaftlichen Stärke, sind Frankreich und die BRD bis heute die Kernstützen der heutigen EU. Allein an der Kraft der BRD hat AM so lange herumgeschraubt, das der Verlust der Stärke der BRD sich in der Auflösung befindet und die Defizite für die Zukunft kaum aufgeholt werden können. Wie Frau Thatcher aus GB es einst aussagte, auch das Geld der BRD wird ein Ende nehmen. Die BRD wird ihre wirtschaftliche Dominanz verlieren, wobei die wirtschaftlichen Zentren der Welt, sich ohnehin in Bewegung befinden. Das läßt für die BRD keine gute Zukunft erwarten, da damit auch das Verhältnis zu Frankreich sich verändern wird.

Die letzten Versuche der von Frankreich wie der BRD versuchten Erpressungen der anderen Mitgliedstaaten der EU, nun nach deren Vorstellungen der von ihnen beherrschten Europakommission, wie der Eurokraten geführten Führungen Europa in eine technokratisch-bürokratisch geführten Quasidikatur zu führen, wird scheitern. Das hat mehrere Gründe. Einmal ist es einzig die BRD, die nach Aufgabe ihrer Nationalität schreit und alles versucht, dieses Ziel zum Erfolg zu führen. Hierzu hat sie sich derart selbst erniedrigt, das die Mitgliedstaaten die BRD zunehmend nicht mehr ernst nehmen bis hin, sie zu belächeln. Sinkt nun die von Frau Merkle eingeleitete wirtschaftliche Bedeutung der BRD, so wird auch Frankreich sich nicht mehr an die BRD anlehnen, wie sie die Mittelmeervariante verstärken wird.

Seit dem nun Polen wie Ungarn ein klares Signal gesendet haben, eine Aufgabe der Eingenstaatlichkeit unter die Unterordnung der EU niemals vorzunehmen, darf die EU als gescheitert angesehen werden. Was eben auch durch den Ausstieg von GB aus der EU, diesen Entscheidungen Vorschub geleistet haben mag.

Der Bogen wurde jedoch überspannt und nun das klare „nein“ der Polen, hat letztendlich das Ende der EU-Ziele der BRD, wie Frankreichs, beendet. Der Brexit von GB, der sich zunehmend als wirklich befreiend ohne wirkliche Schäden erweist, wird Nachahmer finden, auch aufgrund einer diktatorisch-erpresserischen-technokratischen wie undemokratisch legitimierten EU-Bürokratie, die vom IWF und andern Hintergrundinteressen, gesteuert wird. Diese Steuerung ist insoweit extrem vakant, da sie aus der heutigen Techno-EU letztendlich ein verlängerter Arm der NATO gemacht hat, die nun wieder aus den USA beherrscht wird. Hierbei sei daran erinnert, das Europa letztendlich nach wie vor von den USA als besetztes Einflußgebiet angesehen werden darf, ohne dessen Zustimmung, speziell der BRD, nicht viel geschehen kann. Selbst wenn die BRD wollte, sie könnte heute aus dieser Klammer derzeit unter diesen Voraussetzungen, gar nicht austreten.

Sehen wir nun, was seit längerem im Hintergrund der Tagespolitiken geschieht. Wir schauen auf ein befreites UDSSR-Gebiet, das sich zunehmend stabilisiert hat wie den Eigenwert ihrer Länder, wiedergefunden haben. Deshalb auch die klaren Antworten aus Polen wie Ungarn zur EU-Diktatur etc., wo sich die Tschechei, Bulgarien, Rumänien, Slowenien wie Krationen, Montengro und andere ehemaligen KuK-Gebiete, gerade neu finden. Selbst Serbien ist heute bereit, sich diesen Entwicklungen, die einst die österreichischen Kaiser bereits planten, zu öffnen.

Es ist nur noch eine Frage von Tagen, Monaten oder wenigen Jahren, die EU geht ihrem Ende entgegen. die vermeintliche EU-Bürokratie, die vermeintlich kaum zu überwinden sei, wird jedoch unter politischen Gegebenheiten innerhalb von 24 Stunden ein Ende finden, wenn die politischen Umstände es ergeben. Zurück wird eine zerstörte BRD bleiben und die Deutschen selbst, werden in eine tiefe Depression verfallen mit ungewissem Ausgang. Frankreich wird weiterhin seine bekannten Politiken verfolgen, die wirtschaftliche Vormachtstellung übernehmen, Italien wird sich aus historischen Gründen der neuen KuK-Verbindungen anschließen und im Donaubereich entsteht so etwas wie eine Konkurrenz-EU unter ganz anderen Voraussetzungen, die die wirschaftliche Dominanz als Nachfolger der heutigen BRD, einnehmen dürfte. Und dieses neue wie alte Europagebilde, das in den Völkern aufgrund ihres Erfolges wie ihrer niederträchtigen Zerstörung, wie es gerade von Herrn Orban aus Ungarn formuliert wurde, gerne wiederfinden wird, wird das neue Zentrum für Europa werden. Und dieses Gebilde wird die NATO sprengen und Russland assozieren und so eine neue Sicherheit für Europa zum gegenseitgem Nutzen schaffen. Die USA wird sich aus Europa zurückziehen müssen in die alten Verbindungen mit GB. Die BRD steht nun alleine da und wird mehr oder weniger in die Depression verfallen und verarmen, oder es kommt eine neue starke Regierung, die die Falschbevölkerungen massiv zurückführt und Deutschland ein neues Gesicht gibt.

Spanien wird sich historsich mit Frankreich selbst schwer tun, jedoch eher hier eine Anlehnung finden wie auch Portugal und Belgien. Holland dürfte sich tradionell mit Dk wieder GB zuwenden wie Schweden und Finnland in ihre alte Neutralität einkehren werden. Norwegen ist ohnehin auf GB ausgerichtet.

Es wird dem geschrumpften Deutschland, will es wieder ein gedeihliche Zukunft entwickeln ohne nun Feind für alle zu werden, sich letztendlich Wien und der Assoziierung Russlands anschließen müssen und so den politischen Willen der Selbstaufgabe als Nationalstaat und Mitbestimmer in Europa, ein Ende setzen.

Das ist das Europa-Testament von mir, so wie ich die Entwicklungen oder so ähnlich, voraussehe. Europa wird sich aus Tradition und der eigenen Geschichte wie Vielfältigkeiten, auf seine alten Werte besinnen, wie sich neu ausrichten, anknüpfend an alte wie bewehrte Traditionen. In Italien dürften in Kürze die Kräfte um Salvini die Macht erhalten, die bereits die Weichen zur KUK-Gruppe gestellt haben und in Frankreich wird LePen Frankreich tradionelle Politiken befördern, im Lande selbst aufräumen, wie auch die Europastellung neu bedenken wie vor geschildert, auch verändern. Und auch in Österreich wird in Kürze die FPÖ unter Herrn Kinkel wohl die Genderer ablösen und so den Weg für eine neue KUK-Verbindung, frei machen.

Dies Entwicklungen ist bereits eingeleitet und werden wohl in den nächsten vier Jahren beendet werden können. Inwieweit die USA nun ein ähnlich assoziierter Partner für Europa werden kann wie Russland, liegt am Verhalten wie den Einsichten der USA selbst. Die militärische Vormachtstellung über Europa ,wird jedoch ein Ende finden.

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Deutschland Gastbeitrag von Prof. Gerd Habermann im Interview

Freiheit in Deutschland: „Sie kriegen heute im Unterricht nur noch Fetzen von deutscher Geschichte“
18. Juni 2021
 
Was ist der Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus? Warum wird an deutschen Schulen nicht die traditionelle deutsche Geschichte gelehrt? Und was hat das alles mit der „Freiheit in Deutschland“ zu tun? Die geschichtliche und gegenwärtige Lage dazu bespricht Professor Gerd Habermann im Epoch-Times-Interview.
Professor Gerd Habermann hat eine weit gespannte Karriere mit lebensnahen Themen wie Freiheit und Ordnungspolitik gefüllt. Als Dozent, Autor, Vortragsredner und auch in verantwortungsvollen Positionen. Ab 1990 war Habermann Direktor des Instituts bei der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Unternehmer. Von 2001 bis 2020 war er  Vorsitzender der Friedrich August von Hayek Stiftung für eine freie Gesellschaft. Zudem ist er seit 2003 Honorarprofessor an der Universität Potsdam. Epoch Times sprach mit ihm über die aktuelle Lage.

 
Epoch Times: Herr Habermann, Ihr vorliegendes Buch „Freiheit in Deutschland – Geschichte und Gegenwart“ stand bei Amazon längere Zeit im Bestseller Rang. Es sieht fast aus, als hätten Sie das für jetzige Zeit geplant, in der unsere Freiheitsrechte laut neuerer Gesetzgebung massiv eingeschränkt oder uns ganz genommen werden. Was war Ihre Motivation, dieses Buch zu schreiben?
Professor Gerd Habermann: Ja, dieses Buch ist nicht nur für den Tag geschrieben, sondern es geht aus der verbreiteten Ansicht hervor, dass Deutschland das typische Land der Obrigkeitshörigkeit, des nickenden Gehorsams, ein Land der Staats-Hörigkeit ist – was dann am Schluss zu den Untaten der totalitären Zeiten, also zu Nationalsozialismus und DDR geführt hat. 
Ich habe mich darüber immer sehr gewundert, weil mir als Historiker aufgefallen ist, dass die Deutschen neben ihrer zentralistisch etatistischen Hörigkeits-Geschichte eben auch eine geradezu unglaublichen Reichtum institutioneller und ideengeschichtlicher Art an freiheitlichen Institutionen haben. Ein wahrer Schatz. 
Mir ist wirklich das Herz aufgegangen, als ich das mal unter diesem Gesichtspunkt angeschaut habe. Denn es ist bisher nie unter diesem Gesichtspunkt aufgearbeitet worden. Wenn man jedoch die deutsche Geschichte unter dem Gesichtspunkt gegliederte Freiheit, dezentralisierte Freiheit und Wettbewerb-Polyzentrismus anguckt, dann springt einem geradezu entgegen, wie großartig diese Geschichte eigentlich ist – und dass es vollkommen falsch war, mit der preußischen Zeit, alles nur auf Macht, Staat, Wohlfahrtsstaat, Zentralisierung und Bürokratie auszurichten. 
ET: Ab wann rechnen Sie da die preußische Zeit? 
Habermann: Ich meine, mit Friedrich Wilhelm I. [Anm. d. Red.: Seit 1713 König in Preußen und Kurfürst von Brandenburg,  gest. 1740] begann das Übel, als der sich extrem militarisierte, und sein Sohn, Friedrich der Große war mit seiner Gewaltpolitik sehr zynisch und frivol. Im 19. Jahrhundert dehnte sich schließlich Preußen gewaltig aus. Wie geschah die Einigung der Nationen? Durch Bürgerkrieg. Eine echte Eroberungspolitik. 

 
Ich hätte mir im 19. Jahrhundert eine andere Lösung der deutschen Frage gewünscht – eine Konföderation womöglich. Im Sinne des deutschen Bundes, die man hätte weiterentwickeln können. Aber nein. Die Eroberungspolitik wurde populär – auch durch das ständige Vorbild Otto von Bismarcks.
Klar, die suggestive Kraft des Reichskanzlers war unglaublich, auch auf Liberale – sie gingen massenhaft in die Knie vor ihm. Und nichts ist erfolgreicher als der Erfolg und besonders der kriegerische Erfolg. Das ist er bis heute, denken Sie an Frau Thatcher [Anm. d. Red.: Margaret Thatcher, die „Eiserne Lady“ war britische Premierministerin] und den Falklandkrieg – wie der sie plötzlich populär machte. 
ET: Die Eroberungspolitik hatte jedoch ihren Preis.
Habermann: Intellektuelle haben dieser preußischen Krieger-Aristokratie eine Rolle zur nationalen Einigung zugeschrieben. Preußen ist die Macht, die Deutschland zusammen führte. Daran ist später Preußen auch gescheitert. 1945 wurde es aufgelöst und damit brach auch ein Geschichtsbild zusammen. Und an die Stelle dieses alten Macht- und zentralistisch orientierten Geschichtsbildes trat kein neues positives Geschichtsbild mehr. Es gab vielmehr eine Lücke, die bis heute existiert und zunehmend gefüllt wird. 
Sie wird einerseits durch die Europa-Ideologie gefüllt, dass man einzig über ein Imperium Europas als Reichsersatz träumt. Die Deutschen sind begeisterte Europäer, weil das ihnen eine Ersatz-Identität gibt. Aber man kann natürlich nur Deutscher, Franzose, Spanier sein – den Europäer gibt es nicht. Das ist die Flucht in wechselnde Utopien.

 
Jetzt klammert man sich an die Klimareligion. Sogar ein Ereignis wie die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass die Leute sich selbst in eine absolute Sicherheit hinein wünschen, deren Garant starke Männer und der Staat sein sollen. Dabei denke ich an Herrn Söder [Anm. d. Red.: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern], der ja sehr forsch auftritt und davon Popularität bezieht.
Sie kriegen heute im Geschichtsunterricht nur noch Fetzen von deutscher Geschichte. Vielleicht wird mal eine Reichsstadt vorgeführt – der Zusammenhang und die Vielfalt und der besonders kennzeichnende Wettbewerb und Pluralismus werden jedoch überhaupt nicht herausgearbeitet.
Mein Ehrgeiz ist es, dass das vielleicht von vielen Leuten, die sich für Bildung und Geschichte und Deutschland interessieren, aufgenommen und didaktisch umgesetzt wird – dass sich daraus wieder ein positiveres Geschichtsbild entwickelt. 
ET: Vor allen Dingen überhaupt mal ein Geschichtsbild?
Habermann: Ja, eben. Man hängt in der Luft. Wissen Sie, wenn Sie nicht verwurzelt sind in ihrer Geschichte – auch ihrer persönlichen Geschichte, ihrer Familiengeschichte. Was ist denn dann da? Dann sind sie von jeder flauen, von jeder schwachen, flachen Ideologie, von jedem Wahnwitz umzublasen, weil Sie keinen inneren Halt haben. Also das, was Nietzsche als den „Wert eines Geschichtsbewusstseins“ heraushebt. [Anm. d. Red.: Friedrich Nietzsche, ein deutscher Philologe und Philosoph] In seinem berühmten Essay [Anm. d. Red.: „Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben“] erwähnte er „das Wohlgefühl des Baumes an seinen Wurzeln“. 

 
Man fühlt sich eben wohl. Also denken Sie an Familien mit echter Geschichte und Pflege der Geschichte. Adelsfamilien zum Beispiel. Da ist eine Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit, weil man sich in einem Zusammenhang sieht. Und das ist gegenwärtig gar nicht mehr vorhanden. Da sind nur noch Fetzen, Unsicherheiten und Verkennungen oder Verwünschungen oder Schuldbewusstsein gegenüber der eigenen Geschichte. 
ET: Sie sprechen auch von Patriotismus, den Sie eigentlich wiederbeleben wollen. Was ist der Unterschied zum Nationalismus? 
Habermann: Ein sehr gewaltiger. Es ist natürlich auch eine Definitionsfrage. Aber Patriotismus ist für mich, dass man sich auch als Nation, als Volk selbst liebt. Das heißt nicht, dass man deswegen andere hasst, oder? Man kann doch ein guter Deutscher sein, ohne deswegen Franzosen zu verachten, Russen zu hassen, Briten zu verteufeln und sich zu überheben über andere.
Also ich bin persönlich zwar sehr gern Deutscher, aber wenn ich an meine Bildung denke: Wie viel verdanke ich der russischen Literatur, der russischen Musik, der französischen Literatur oder der französischen Philosophie? Aber trotzdem bin ich auch sehr gern bei mir zu Hause. 
ET: Sie fühlen sich also verwurzelt in Deutschland? 
Habermann: Ja. Die Deutschen sind ja immer noch umgeben von den Zeugnissen dieser großartigen Freiheitstradition. Nirgends – außer in Italien – ist Kultur so dicht wie in Deutschland. Also jedes Dörfchen, sogar in so einem mageren Sand-Fürstentum wie Preußen, hat sein Schloss, einen kleinen Park und eine Kirche.

 
Bis heute gibt es in Deutschland den Föderalismus, dass jedes Bundesland auch seine Kulturtradition weiter pflegt, dass es überall Theater gibt, Museen und nicht nur eine Zentrale wie Paris. In Italien ist es ähnlich. 
ET: Auch die Rathäuser …
Habermann: Die Stadtbilder sind doch traumhaft. Ich meine Stralsund. Sie werden sogar künstlich wieder hergestellt, weil man sich danach sehnt. Denken Sie an Berlin: das Schloss. Potsdam: das Schloss. Was spricht sich darin aus? Und Frankfurt? Die Altstadt, wenn auch erkennbar, etwas künstlich wiederaufgebaut. Sonst ist sie zum Teil noch sehr gut erhalten.
Auch Nürnberg hat man versucht zu rekonstruieren. Aber das Gefühl ist vorhanden, dass das eine gewaltige Stadt war, mit Selbstbewusstsein, denn in der Architektur zeigen sich auch der große Sinn, die Opferbereitschaft und der Stolz der Bürger. 
ET: In diesen kleinen Stadtstaaten, Fürstentümern, Bischofsresidenzen waren sie nicht so an Machtausübung oder Ausdehnung interessiert, dadurch blieb die Kraft der Bewohner in ihrem Land, wo sie natürlich Blüten treiben konnte. 

 
Habermann: Ja, es gab natürlich kleinere Fehden immer mal wieder. Eine Stadt hat die andere überfallen. Es gab natürlich auch andere. Wenn man bedenkt, Albrecht „Achilles“ [Anm. d. Red.: Albrecht „Achilles“, Brandenburgs Markgraf und zwischen 1471–1486 Kurfürst] und andere brandenburgische Fürsten, die versuchten dann Nürnberg zu unterwerfen.
Kleinere Ausdehnungsversuche gab es, aber Machtpolitik im großen Stil wie in Rom war ja undenkbar. Dazu fehlten alle Voraussetzungen. Erst später wurde das mit Preußen als größeres Gebilde möglich. 
ET: Da sind wir dann wieder beim Nationalismus. Was ist Nationalismus im Gegensatz zum Patriotismus? 
Habermann: Das ist nicht nur „Wohlgefühl des Baumes an seinen Wurzeln“ [siehe oben Nietzsche-Zitat], sondern das Bedürfnis, alle anderen zu überschatten. Und im schlimmsten Fall niederzuwerfen und zu beherrschen. Imperial. Das ist Nationalismus. „Deutschland, Deutschland über alles.“ Nicht in dem Sinne von Hoffmann von Fallersleben. [Anm. d. Red.: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben war ein deutscher Dichter und der Verfasser der deutschen Nationalhymne]

 
Der das nicht so gemeint hat, aber wenn Sie es so wörtlich hören … Ja und nieder mit den Franzosen und der Franzmann und ein echter Deutscher hasst den Welschen. Absurd.
Also ich habe einen Herderschen Ansatz [Anm. d. Red.: Johann Gottfried Herder, deutscher Dichter und Theologe], dass jede Nation unmittelbar ist zu Gott, und es sprechen sich dort eigene Gedanken aus. Jede Nation hat einen besonderen Auftrag, der sich aus Geschichte und Eigenart ergibt. Und da soll man doch froh sein, wenn in Gottes Garten möglichst viele verschiedene Blüten stehen. 
ET: Sie beschreiben in Ihrem Buch viele Institutionen und organisierte Lebensformen der deutschen Geschichte, die Sie als freiheitliche Lichtblicke bezeichnen. Können Sie da ein bisschen ins Detail gehen? 
Habermann: Sehen Sie, ich mache es so wie früher auch, das ist die traditionelle deutsche Geschichte. Ich gehe natürlich von unseren Vorfahren aus, von den Germanen. Und die Germanen waren bereits Pluralisten. Das stand im Unterschied zur römischen zentralen Bürokratie. Es waren mehrere wilde Haufen, die in Konkurrenz zueinander standen und sich richtig bekriegten.
Innerhalb der Stämme gab es sehr viel Selbstbewusstsein der Einzelnen – Bauern und Jäger und Krieger-Völker. Sie beugten sich nicht ohne Weiteres dem Gefolgsherren. Eigentlich nur dann, wenn er Erfolg hatte und solange er Erfolg hatte. Und als Arminius nach der Zentralmacht strebte, wurde er ermordet [Anm. d. Red.: Arminius wurde von den Humanisten als erster Deutscher bezeichnet, lebte zwischen 17 v. Chr. und 21 n. Chr.].

 
Sogar der Feudalismus ist freiheitsgünstig, insoweit als er viele Herrschaftszentren schafft. Es gibt keine zentrale Armee, keine zentrale Bürokratie. Die Panzerreiter waren Eigentümer ihrer Kriegsbetriebsmittel und wurden gegen die anreitenden aggressiven Völker aus Asien eingesetzt.
Die wurden nicht vom Staat ausgerüstet und sie wurden auch unabhängig gestellt, indem sie auf Grundherrschaftsbasis von den Bauern versorgt wurden. Dadurch konnten sie sich dem Krieg widmen. Das waren echte Profis, das war notwendig, aber die hatten eben auch die Macht.
Also der deutsche König hatte immer mit dem Wohlwollen seiner Vasallen zu kämpfen, wenn sie zu selbstbewusst wurden, ging es ihm schlecht. Die deutsche Königsgeschichte ist voll von Tragödien dieser Art. 
ET: Wie ist es dann mit den freien Bauern? 
Habermann: Mein besonderes Herz gehört diesen unabhängigen Bauern im Norden, besonders in den Marschenlanden, die sie selber kultiviert hatten. Und in den Alpen! Dort hat sich echte altgermanische Bauern-Freiheit bewahrt oder neu hergestellt. Und diese Bauern wollten durchaus nicht irgendeinem Fürsten, irgendeiner einwandernden Bürokratie gehorchen und hatten so auf genossenschaftlicher Basis eine Selbstregierung.
Also Dithmarschen [Anm. d. Red.: Landkreis im Westen von Schleswig-Holstein] ist schlechthin mein Lieblingsgebiet. Fast wie eine Großmacht, die sogar den dänischen König besiegt hat. Sie wurden dann zwar 1559 doch unterworfen, aber in einem Fall waren diese Bauern-Genossenschaften erfolgreich. 

 
Das ist überhaupt die einzige Staatsbildung auf genossenschaftlicher Basis in der deutschen Geschichte. Das ist die Schweiz. Die nennt sich ja heute auch noch Eidgenossenschaft und ging aus Schwur-Gemeinschaften von Bauern hervor. Bis heute herrscht da das Milizsystem, das heißt, es geschieht alles im Ehrenamt. Natürlich gibt es auch inzwischen in der Schweiz eine dicke Bürokratie, aber insgesamt werden dort die Richter und die Lehrer gewählt. Das ist wirklich sehr vorbildlich. 
ET: Sind Sie also ein Verfechter der Direktdemokratie?
Habermann: Ja. Das ist eine Liebhaberei von mir. Die Grünen haben in ihrem Wahlprogramm übrigens die Direktdemokratie für dieses Jahr nicht mehr drin. Das war früher ein zentraler Artikel. Basisdemokratie nannte man das – sie ist weg. Die einzige Partei, die das noch mitführt, ist die AfD.
Die hat jetzt das Monopol auf Streiten für mehr direkte Demokratie. Auch die SPD ist sehr schwammig in dieser Hinsicht. Die CDU ist sowieso dagegen. Die CSU hat hier kein eigenes Wahlprogramm, wird auch keines haben und dort spielt die direkte Demokratie eigentlich auch traditionell eine etwas größere Rolle. In Bayern ist die Direktwahl am besten ausgebaut. Es gibt sie sogar auf Länderebene. Ja, ich bin dafür. 
ET: Sagen Sie etwas zu den deutschen Städten.
Habermann: 3.000 Republiken. Wenn man als Stadt eine Ortschaft mit Marktrecht und einer Ummauerung bezeichnet und Selbstregierung, da hatten wir tatsächlich so viele. Auch kleine Dörfer in heutigen Begriffen waren Städte, manchmal sogar Reichsstädte. Wenn Sie nach Stralsund, Lübeck oder Augsburg gehen, sehen Sie, wozu sie fähig waren: eigene Außenpolitik, eigene Handelspolitik, eigene Münze.
In der Regel sind die Bürger selbst verantwortlich für den Schutz der Stadt. Die einzelnen Gruppen, die Zünfte sind für ihre bestimmten Mauer-Abschnitte verantwortlich, die Bürger für die Artillerie im freien Feld.
Die Ämter waren überwiegend ehrenamtlich, mit Ausnahme von ein paar Schreibern. Es waren dann Unternehmer oder Unternehmer-Persönlichkeiten, die die Ämter übernahmen. Und so sehen die Städte-Bilder auch heute noch aus, davon leben wir doch. Darum hat die Zerstörung der deutschen Städte, der schönsten deutsche Städte wie Würzburg und Dresden durch die Royal Airforce und die amerikanischen und die russischen Luftstreitkräfte sehr viel zum Identitätsschwund oder Identitätsbruch bei den Deutschen beigetragen.
Die Polen haben den Ehrgeiz gehabt, trotz ihrer Armut die deutschen Städte nach 1945 wieder aufzubauen. Erstaunlich. Ich war im letzten Sommer in Breslau und erstaunt, wie wunderbar diese Stadt jetzt in polnischer Hand wiederaufgebaut worden ist. Ich war sehr erfreut darüber. 
ET: Trotz dieser Geschlossenheit wurde aber Handel getrieben. Es war nicht so, dass sie nur ängstlich hinter ihren Mauern saßen, sondern es gab erstaunliche Beziehungen in alle Welt. 
Habermann: Unbedingt. Dadurch wurden sie auch groß. Also wodurch wurde denn Lübeck groß? Oder Nürnberg? Oder Augsburg? Durch den Handel? Klar, das war weitläufig, es waren nicht die Spießbürger späterer Zeiten. Das waren selbstbewusste, international erfahrene und gewandte Welt-Männer, die da im Handel tätig waren.
Wirklich vollkommen frei von Scheuklappen. Eine stolze Bürgerschaft. So wie in der Antike zuletzt – da gab es auch ein Stadt-Bürgertum, beispielsweise Athen und Korinth. Die deutsche Städte-Kultur und auch die italienische sind ähnlich wie in der Antike – in der besten Zeit die Polis-Kultur und in der Renaissance auch in Italien. 
 
Das Interview führte Renate Lilge-Stodieck.
Bearbeitung durch sza.
Gerd Habermann: Freiheit in Deutschland: Geschichte und Gegenwart

ISBN: 978-3957682246
Gebundene Ausgabe, 288 Seiten
Hier bestellen: Epoch Times Buch Shop

 
 
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Die KuK lebt. Ungarns Aussagen sind richtig und die Entwicklung geht in diese Richtung
16. 06. 2021

Ungarns Aussagen zum KuK-Thema wie deren Zerschlagung und deren noch wirkendenTraditionen sind richtig. Und die Einsicht von der ungarischen Regierung zu diesem Thema werden von vielen tragenden Kreisen dieser ehemaligen Länder, heute wieder belebt und man ist dabei, sich neu zu formieren.

Ein richtiger Schritt in die richtige Entwicklung, die hoffentlich bald zum Erfolg führen möge. Denn die EU hat keine Zukunft, geht sie doch die falschen Wege, hat Europa korrumpiert und speziell die BRD, hat die Geschichte nicht richtig verstanden, wie ihre Unterwürfigkeit in die EU, die falsche Anbindung geworden ist.
Wir haben darüber viele Beiträge bringen können und sind heute erfreut, diese hoffnungsvollen Töne aus Ungarn zu hören!

(David Berger) Mit Aussagen wie „Hier in Ungarn wird keine Kirche zur Moschee“ und „Die Zerschlagung der K.u.K.-Monarchie war eines der größten Verbrechen“ in der Zeitung „Tagespost“ sorgt Ungarns Vize-Premier Zsolt Semjén für Aufsehen.