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Chinas Kopie-Weg des NSDAP-Wirtschaftsweges – Weg des Nationalsozialismus....
 
  1. 09. 2021
Schon der Wirtschaftsweg der NSDAP war ein äußerst erfolgreicher Wirtschaftsweg eines auf das Volk ausgerichten Weges, weshalb es dem sowjetischem Sozialismus auch so haushoch überlegen war. Daraus haben die Chinesen ihre Lehren gezogen und nun den Weg der gelenkten, dem Allgemeinwohl verpflichtetem freien Wirtschaftsweg gefunden. Und sie sind genauso Erfolgreich damit, wie einst das 3. Reich. Und Russland unter Putin versucht einen auf Russland abgestimmten, vergleichbaren Weg zu realisieren.
 
Chinas große soziale Revolution – ein faszinierendes Experiment
6 Sep. 2021
  • Chinas hartes Vorgehen gegen das Gaming als "spirituelles Opium" ist Teil einer großen sozialen Revolution, die Kollektivismus gegen Individualismus ausspielt. Eine sozialistische Reform, die darauf abzielt, den technologischen Wettlauf gegen die USA zu gewinnen.
Chinas große soziale Revolution – ein faszinierendes ExperimentQuelle: www.globallookpress.com © Guo Cheng/XinHua
Auf einer Messe für Computerspiele in der chinesischen Provinz Hainan im Mai 2021
Ein Kommentar von Tom Fowdy
Die soziale Revolution in China unter Staatschef Xi Jinping gewinnt täglich an Fahrt. Nichts scheint vor ihrem Einflussbereich sicher zu sein. Neben der drastischen Neuordnung des Nachhilfeunterrichts für Schüler, der Eindämmung von Big Tech und einer Kampagne gegen die Promi-Kultur richtet der chinesische Staat nun sein Augenmerk auf das aus seiner Sicht exzessive Gaming unter jungen Menschen. Neue strenge Vorschriften zielen darauf ab, die Aktivitäten junger Menschen auf Gaming-Plattformen auf drei Stunden pro Woche zu beschränken. Die Vorgaben bezeichnen Gaming als "spirituelles Opium" und betonen, dass sich dieses negativ auf die psychische Gesundheit der Spieler auswirkt. Kinder, so geht es aus den Anordnungen hervor, sollen sich mehr auf ihre Bildung konzentrieren.
Dies ist ein weiterer Versuch, Chinas Gesellschaft in Einklang mit seinen nationalen Prioritäten zu bringen, und ein weiterer Hinweis darauf, dass die Interessen von "Big Business" nicht immer die Interessen der Gesellschaft repräsentieren, wie das in vielen westlichen Ländern gewohnheitsmäßig angenommen wird. George Soros hat kürzlich diesbezüglich seinen Unmut geäußert, aber das ist wahrscheinlich mehr als alles andere ein Zeichen dafür, dass China auf dem richtigen Weg ist.
In diesem Zusammenhang haben die Entwicklung und die Verbreitung von Videospielen unser Leben und unsere Art und Weise, wie wir uns unterhalten, umfassend verändert. In nur vier Jahrzehnten haben Computerspiele und Konsolen die Freizeitaktivitäten und Hobbys von Millionen Menschen neu definiert und klassische Familienbrettspiele verdrängt. In den 1990er-Jahren sind Kinder mit verschiedenen Konsolen aufgewachsen, von Playstation über Nintendo und X-Box bis hin zu den heutigen riesigen Online-Plattformen wie Steam. Neben den Auswirkungen auf den Lebensstil hat das moderne Gaming auch eine Megaindustrie hervorgebracht, die Hunderte Milliarden Euro umsetzt.
China besitzt ein großes Stück von dem Kuchen. Hierin liegt aber in den Augen von Präsident Xi Jinping das Problem. Die Gaming-Industrie lebt davon, ihre Produkte zu erhalten und zu erweitern und immer mehr Zeit und Ressourcen junger Menschen zu beanspruchen, auch wenn dies ihre soziale und pädagogische Entwicklung stört. Während Spiele Spaß machen und unterhaltsam sind, sind sie letztendlich nicht die reale Welt. Zeit, die in Spiele investiert wird, bewirkt nie wirklich etwas Greifbares oder Wertvolles. Deshalb tritt China entschlossen auf und sagt: "Genug ist genug. Kinder sollten sich auf die wahren Prioritäten in ihrem Leben konzentrieren." Und die oberste Priorität ist Bildung, nicht das Fantasy-Universum des Gamings.
Für Chinas große Gaming-Konzerne wie Tencent, die bereits mit Pekings umfassenderen Umwälzungen zu kämpfen haben, sind dies schlechte Nachrichten. Aber darin steckt eine angeborene Weisheit, die sich auf Chinas zunehmenden technologischen Kampf mit den USA und deren Vision bezieht, Entwicklungen voranzutreiben.
Und das heißt: China sollte bessere Halbleiter-, Künstliche-Intelligenz- und High-End-Technologie hervorbringen und nicht eine größere und zunehmend praller werdende Gaming-Industrie. Wenn die Ereignisse der vergangenen Monate eine Botschaft hervorgebracht haben, dann die, dass die wirtschaftliche Stärke eines Landes nicht nur durch die Anzahl der Mark Zuckerbergs definiert wird. Xi Jinping artikuliert unermüdlich eine direkte und klare Vision für Chinas Wirtschaft und wendet sozialistische Prinzipien an, um dafür zu werben. Er hat entschieden, dass einige Dinge für Chinas Wirtschaft und dessen strategische Entwicklung wichtiger sind als andere. Es geht nicht nur darum, wer die meisten Milliardäre oder die größten Unternehmen hat. Die Herausforderung mit den USA bedeutet, dass das Land in einem ganz bestimmten Bereich herausragende Leistungen erbringen muss und seine strategische Zukunft und sein Erfolg hiervon abhängen. Daher hat Xi im Rahmen seines umfassenden Bildungsansatzes, der auch ein Ende des gewinnorientierten Nachhilfeunterrichts beinhaltet, seinen Fokus auf junge Menschen und deren Spielgewohnheiten gelegt.
Aber wie genau soll diese Drei-Stunden-Grenze durchgesetzt werden? Wer sagt den Kindern "Du hattest deine drei Stunden, schalte jetzt aus!", insbesondere wenn die Eltern dem Staat gegenüber nicht kooperativ sind? China wird die Last der Umsetzung der Regulierung zweifellos auf die Spielehersteller abwälzen. Und man wird sie bestrafen, wenn sie die Vorgaben nicht implementieren. Basierend auf Chinas modernem Umgang mit Identitäten und Daten sind Menschen gezwungen, sich bei Gaming-Plattformen anzumelden, wo ihr Alter und ihre Identität überprüft werden, wodurch die Spielzeit entsprechend eingeschränkt werden kann.
Es mag durchaus Möglichkeiten geben, diese Hürden zu umgehen. Fragen Sie einfach die Hunderte Millionen Chinesen, die virtuelle private Netzwerke verwenden, mit denen die wahre Identität oder der Standort eines Nutzers verschleiert werden. Somit ist das Ausmaß der Wirksamkeit unklar und vieles hängt von der Bereitschaft der Eltern ab, Verantwortung zu übernehmen und ihre Kinder zu disziplinieren.
 
Zusammengefasst signalisiert China klar, dass es keine Gamer will, braucht oder schätzt. Gaming ist ein Zeitvertreib, der im Grunde genommen eine Ablenkung ist, etwas, das in Maßen in Ordnung ist, aber nicht in exzessiver Form, da dies keinen gesellschaftlichen Wert bedeutet. Indem Peking Gaming als "spirituelles Opium" brandmarkt, stellt es metaphorisch eine Beziehung zur Geschichte des Landes her: Dass China in einen neuen "Opiumkrieg" gegen den Westen verstrickt ist, mit einer Reihe von Ländern, die China ihre ideologischen, wirtschaftlichen und strategischen Präferenzen aufzwingen wollen. So, wie es die Briten im 19. Jahrhundert mit ihrem Opiumexport vom indischen Subkontinent aus nach China versuchten.
Aber dieses Mal hat Peking beschlossen, dass sich diese Art der Unterwerfung nicht wiederholen wird. Xi Jinping will keine Gesellschaft von Gamern, er will eine Gesellschaft von Ingenieuren, Wissenschaftlern, Ärzten und Erfindern. Menschen, die dafür sorgen, dass Peking den technologischen Wettlauf gewinnt und im Wettbewerb mit den USA die Oberhand gewinnt. Dabei setzt er die Prinzipien des Kollektivismus gegen die individualistische Natur westlicher Gesellschaften ein, in denen Kinder machen dürfen, was sie wollen. Dies ist die Ära einer neuen sozialistischen Reform, die sehr ehrgeizig und eindeutig radikal ist. Es wird ein faszinierendes Experiment.

 
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Übersetzt aus dem Englischen. Tom Fowdy ist britischer Autor und Analyst für internationale Beziehungen, mit Schwerpunkt auf Ostasien. 
 

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Ein lehrsamer Gastbeitrag:
Was passiert wirklich zwischen China und den USA im Südchinesischen Meer?
29 Aug. 2021 08:50 Uhr

 
In der polarisierten Welt der Gegenwart wird die Lage in dieser äußerst bedeutsamen Region des Pazifischen Ozeans häufig entweder als Expansionismus Chinas oder als Imperialismus der Vereinigten Staaten dargestellt. Jedoch ist die Angelegenheit – wie in anderen Fällen auch – erheblich komplizierter.
 
Quelle: AP © Mass Communication Specialist 3rd Class Jason Tarleton/U.S. Navy
Die US Navy fährt mit der USS Ronald Reagan (CVN 76), der USS Nimitz (CVN 68) und mit einigen Begleitschiffen in Formation als Flugzeugträgerkampfgruppe (Carrier Strike Group) durch das Südchinesische Meer. 6. Juli 2020
von Tom Fowdy  
Während die US-Vizepräsidentin Kamala Harris versucht, die Verantwortung der Vereinigten Staaten für die anhaltende Katastrophe in Afghanistan auszublenden, hat sie sich auf ihre langerwartete Südostasientour begeben, die sie nach Singapur und Vietnam führt. Dort bezichtigte sie die Regierung in Peking der "Einschüchterung" und "Nötigung" im Südchinesischen Meer. Seit langem reklamiert China diese Wasserstraße mit enormer strategischer Bedeutung für sich – und zwar im Zusammenhang der sogenannten "Nine-dash line", einer seit Jahrzehnten von China beanspruchten Territorialgrenze. Seit geraumer Zeit ist der Widerstand gegen chinesische Ansprüche in dieser Region zu einem Hauptanliegen US-amerikanischer Außenpolitik erklärt geworden. Dieser Widerstand findet seinen Niederschlag in der Indopazifik-Strategie, mit der die USA ihre maritime Präsenz in dem umstrittenen Seegebiet durch militärische Manöver zum Zweck der Demonstration einer "Freiheit der Schifffahrt" verstärken und verbündete Staaten dazu ermutigen wollen, gleiches zu tun.
 
Etwa vor einem Jahr wurde die "Nine-dash line" von Mike Pompeo offiziell als unrechtmäßig verurteilt. Australien ist dem gefolgt. Mit dem Anti-Peking-Narrativ soll die Situation im Südchinesischen Meer vereinfachend als ein Beispiel des "Expansionismus" und der "Aggression" durch China dargestellt werden. Einigen mag dies nachvollziehbar erscheinen, denn sie bringt die Anrainerstaaten in eine missliche Lage. Trifft die Anschuldigung aber wirklich den Kern? Ist das schon die ganze Geschichte? Jede Medaille hat zwei Seiten. So ist das Fiasko im Südchinesischen Meer tatsächlich eine Reaktion auf Washingtons zunehmend antichinesische Politik mit wachsender Eskalation, die unter Obama begonnen wurde. Diese Einsicht steht im Widerspruch zu der allzu einfachen Darstellung eines "aggressiven" oder "ehrgeizigen" Verhaltens Chinas. Weniger geht es bei dieser Auseinandersetzung um Drittstaaten – so sehr diese auch darunter leiden –, als um die Reaktion auf Versuche der Vereinigten Staaten, China einzukreisen und die Peripherie  zu militarisieren. Damit entwickelt sich eine Spirale, die mit der US-amerikanischen Neuorientierung nach Asien ("Pivot to Asia") begann und die für alle Beteiligten zunehmend zum Teufelskreis wird.
Natürlich gibt es dafür Gründe in der Geschichte. Wenn man nur der Berichterstattung in den Mainstream-Medien folgt, neigt man wahrscheinlich zu der Annahme, China habe sich eines Tages "entschlossen", das Südchinesische Meer solle nun ihm gehören. Die Dinge so simpel zu sehen, ist durchaus nicht ungewöhnlich. Allerdings verbinden sich mit der "Nine-dash line" territoriale und maritime Ansprüche, die älter sind als die Volksrepublik China und bereits vom Vorgängerstaat, der Republik China (deren Regierung jetzt auf Taiwan residiert und ebenfalls an dieser Grenze offiziell festhält), im Jahre 1947 im Feilschen auf dem Podium der UNO erhoben wurden. Angesichts der damaligen Kapitulation Japans, das bekanntlich zuvor die Gebiete vieler asiatischer Staaten okkupiert und eine Reihe von Streitigkeiten hinterlassen hatte, vertrat China damals bereits den Standpunkt, dass die Dongsha- (Pratas-), Paracel- und Spratly-Inseln rechtlich gesehen chinesisch seien. Dies ist aber noch nicht alles. Das Beharren auf der "Nine-dash line" als der maritimen Grenze hat noch weiter in die Vergangenheit reichende Gründe und ist Ergebnis des Konflikts zwischen der Qing-Dynastie und dem französischen Kolonialreich, das über "Indochina" herrschte.
Chinas Verteidigungsminister: "Keine Konzessionen bezüglich unserer Kerninteressen"
Es handelt sich hier um einen historischen Streitfall, der erst später noch bedeutsamer wurde, bis er in der heutigen Zeit eine grundsätzliche Bedeutung erlangt hat. Der Streit wird gegenwärtig verschärft durch das wachsende strategische Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten sowie durch die Tatsache, dass China einfach über die Fähigkeiten verfügt, seine Ansprüche auch durchzusetzen und die Region zu "beherrschen" – und auch entschlossen ist, dies zu tun. In früheren Jahrzehnten war das einfach kein Thema: Mao Zedong verfügte zu keinem Zeitpunkt über eine Kriegsmarine und über solche Technologien, die nötig gewesen wären, um dem Land damals schon Respekt zu verschaffen. Auch waren die Vereinigten Staaten damals noch nicht bestrebt, China regionalpolitisch in Schach zu halten. Ausgehend von den eigenen strategischen Interessen wird in Peking –das US-amerikanische Verhalten seit Langem im Sinne einer "Einkreisung" interpretiert, das heißt als Bemühen, militärische Übermacht im gesamten Umfeld Chinas zu erlangen, und zwar in der Absicht, das Land politisch zu dominieren und zu nötigen.
Chinas vorrangiges strategisches Ziel besteht nicht darin – wie irrtümlich behauptet –, "Hegemonie" zu erlangen, sondern solche Hegemonie zu unterbinden. Natürlich wird dabei und dafür Chinas Militärmacht gestärkt, was zu Spannungen führt. Peking erkennt in diesem Spiel eine Reihe von Schachfiguren mit US-amerikanischer Ausrichtung. Dazu gehören Japan, in zunehmendem Maße Südkorea, die Insel Taiwan, die US-Territorien Guam und Nördliche Marianen, teilweise die Philippinen im Osten und Indien im Westen sowie natürlich das Vereinigte Königreich mit seinen Flugzeugträgern in dieser Region. Nimmt man dies alles zusammen, erhält man eine komplette Koalition von Partnern und Alliierten der Vereinigten Staaten, die China einkreisen, wobei Washington selbst seine Flotte wie seine sonstigen militärischen Aktivposten in der Region verstärkt. Was würden Sie also (an Chinas Stelle) tun, um dies zu verhindern?
 
Im Südchinesische Meer steht tatsächlich viel auf dem Spiel. Es ist eine Meerespassage, die Asien mit der übrigen östlichen wie westlichen Welt verbindet. Für China handelt es sich um den wichtigsten Seeweg innerhalb Asiens wie darüber hinaus. Über ihn werden 64 Prozent des Seehandels, ein Drittel des Welthandels auf dem Seeweg, mit einem jährlichen Gesamtumfang im Wert von 3,37 Billionen USD abgewickelt. Einem Konfliktszenario zufolge befürchtet China, dass die Vereinigten Staaten mit ihren Verbündete versuchen könnten, mittels dieser Einkreisungsstrategie eine Seeblockade über China zu verhängen – das Land also einfach von der Welt zu isolieren und dessen Wirtschaft in die Knie zu zwingen, ihm die Energieimporte zu verweigern sowie den Gegnern bessere Möglichkeiten zu verschaffen, chinesisches Territorium zu bombardieren. Für China ist dies einer der Gründe, das Projekt Neue Seidenstraße zu betreiben, das heißt weiträumig transkontinentale Landrouten zu bauen. Es ist aber auch der Grund dafür, den US-amerikanischen Aktivitäten auch im Südchinesischen Meer mit zunehmender chinesischer Militärpräsenz zu begegnen, indem das Land seine Kriegsflotte ausbaut, Militärbasen und Militärflugplätze auf umstrittenen Inseln errichtet, Radaranlagen und Luftabwehrwaffen disloziert und Startmöglichkeiten für ballistische Raketen ausbaut. All dies ist Teil einer auf dem "Area denial"-Konzept basierenden Konfliktstrategie, die dem US-Militär den Zugang verwehren und die China den Schutz des eigenen Territoriums ermöglichen soll und zugleich andere Akteure auch an der Unterstützung Taiwans hindert.
Die Vereinigten Staaten und deren Verbündete stellen ihre Reaktion auf China gern und immer wieder mittels des Slogans "Freiheit der Schifffahrt" dar, demzufolge "unsere Schiffe fahren, wohin sie wollen" und Washington "dem Schutz internationaler Normen verpflichtet" sei. Das kaschiert aber nur, was wirklich geschieht: Dass nämlich China militärisch in Schach gehalten werden soll, gibt man als Aufrechterhaltung des Völkerrechts aus. Natürlich wird China in normalen Zeiten die Durchfahrt niemandem wirklich verwehren. Der Slogan selbst ist ein Codewort für die Aufrechterhaltung maritimer Vorherrschaft seitens der Vereinigten Staaten, für eine globale Hegemoniallogik, die dem Mantra "Britannia Rules the Waves" längst vergangener Zeiten folgt. Wenn du über die mächtigste Kriegsflotte verfügst und deine Weltherrschaft erhalten möchtest, wirst du zweifellos auf einer Regelung bestehen, die auch die absolute Freizügigkeit für deine Schiffe weltweit verlangt. Denn diese Regelung favorisiert deine Präferenzen.
Peking: USA verfolgen gegenüber China "höchst fehlgeleitete" Denkweise und "gefährliche Politik"
In Wirklichkeit sind die USA aber nicht einmal ein Vertragsstaat des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen geworden, was sie dennoch nicht davon abhält, China noch dessen Vertragsinhalt vorzuhalten. Was aber Peking angesichts dieser diplomatischen Offensiven Washingtons wirklich herausfordert und zugleich den Vereinigten Staaten diesen Anreiz für ihre Präsenz in der Region liefert, besteht darin, dass die Kontroverse um das Südchinesische Meer zwangsläufig die maritimen Ansprüche von Drittstaaten verletzt. Die Vereinigten Staaten sind daher nämlich bestrebt, die Interessen dieser Staaten zu benutzen, um ihre eigene gegen China gerichtete regionalpolitische Eindämmungspolitik zu rechtfertigen. Will China die USA schlagen, muss es folglich lernen, sich mit diesen Ländern in der Region zu einigen; China muss ihnen versichern, dass seine Absichten für diese nicht bedrohlich sind. Die Verdrängung der Vereinigten Staaten aus der Region würde allerdings auch bedeuten, dass diese Drittstaaten Chinas De-facto-Vorherrschaft akzeptieren.
Kann es unter diesen Umständen und trotz des von den Vereinigten Staaten ausgeübten Drucks verwundern, dass die Länder Südostasiens in dieser Auseinandersetzung nicht wirklich "wählen" wollen? Der "Konflikt" um das Südchinesische Meer ist im Grunde eine zwischen den USA und China mit militärischen Mitteln geführte Auseinandersetzung um regionale Vorherrschaft, wobei Peking seinen militärischen Ausbau vorantreibt, um der Einkreisung durch die Vereinigten Staaten zu entgehen, die ihrerseits die Spannungen in eine Eskalationsspirale treiben. Aber da es für die Volksrepublik China gewissermaßen ein Heimspiel ist, sie geopolitisch also immer im Vorteil ist, kann man sich fragen, wie lange die USA und deren Verbündete dieses Spiel noch fortsetzen können.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Übersetzt aus dem Englischen. Tom Fowdy ist britischer Autor und Analyst für internationale Beziehungen, mit Schwerpunkt auf Ostasien. 
 
 
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Ein Gastbeitrag von Tamim Ansary
 
26. 08. 2021
Widerstand gegen die Taliban: Es ist nicht vorbei
Weltweit ist der Eindruck entstanden, die Taliban hätten in Afghanistan längst alles für sich entschieden. Doch die Islamisten müssen mit ernsthaftem Widerstand rechnen.
Im Pandschir-Tal formiert sich Widerstand: Angeführt von Ahmad Massoud (Mitte) © Wakil Kohsar/​AFP/​Getty Images
 
Die Taliban tun so, als wären sie moderater geworden. Doch damit wollen sie nicht die Weltgemeinschaft beruhigen, sondern die afghanische Gesellschaft, schreibt unser Gastautor Tamim Ansary. Sie wüssten, dass sie mit Widerstand rechnen müssen – zum Beispiel durch Ahmad Massoud im Pandschir-Tal. Ansary ist US-afghanischer Schriftsteller und Historiker lebt in San Francisco. Bekannt geworden ist er durch sein Buch "Die unbekannte Mitte der Welt: Globalgeschichte aus islamischer Sicht".

Lese ich, was die Weltpresse über Afghanistan schreibt, klingt es so, als sei die Geschichte zu Ende, als hätten die Taliban gewonnen. Alles, was bleibt, ist die Schuldzuweisung: Wer war für Amerikas Niederlage verantwortlich?
Schaue ich mir allerdings die Informationen an, die aus Afghanistan selbst kommen, frage ich mich: Ist die Geschichte wirklich vorbei? Als die Taliban in Kabul einmarschierten, sagte ihr Sprecher einem CNN-Reporter, sie hätten sich geändert, die Taliban unterstützten jetzt den Schulunterricht für Mädchen, sie wollten eine inklusive Regierung und so weiter. Viele meiner Freunde und der Großteil der internationalen Medien reagierten mit einem Aufschrei: dass der Mann lüge, dass die Welt ihm kein Wort glauben könne. Und sie haben natürlich Recht: Die Taliban haben nichts getan, um das Vertrauen der Menschen außerhalb ihrer eigenen Gruppe zu gewinnen.
 
Als ich mir das Interview anhörte, fragte ich mich, warum der Mann diese Dinge überhaupt sagt. Den internationalen Medien zufolge versuchte er die Welt dazu zu bringen, die Taliban in einem positiven Licht zu sehen. Aber ehrlich gesagt denke ich, dass es den Taliban egal ist, was die Welt über sie sagt. Diese Äußerungen waren nicht an die Weltöffentlichkeit gerichtet, sondern an Kräfte und Gruppierungen innerhalb Afghanistans. Ich glaube, die Taliban wissen, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist. Ein paar Tausend von ihnen versuchen, ein Land mit 39 Millionen Einwohnern zu regieren. Von einem Hauptquartier aus in einer Stadt mit fünf bis zehn Millionen Einwohnern, von denen die meisten die Taliban und den Talibanismus hassen. Wie lange werden sie sich in Kabul halten können?
 
Massoud hat das Charisma seines Vaters
In Pandschir, einem nördlich von Kabul gelegenen Tal, formiert sich jetzt glaubwürdiger Widerstand. Einer seiner Anführer ist der Sohn des legendären Ahmad Schah Massoud. Massoud war der afghanisch-muslimische Guerillakommandant, der die Sowjets bekämpfte und wahrscheinlich mehr als jeder andere zum Sturz des Sowjetimperiums beigetragen hat. Er wurde zwei Tage vor dem 11. September von Al-Kaida ermordet. Sein Sohn Ahmad scheint mir heute der Richtige zu sein, er hat die Eloquenz und das Charisma seines Vaters geerbt. Ob er auch das militärische Genie seines Vaters hat, wird sich zeigen.
 
Und dann ist da noch Hamid Karsai. Niemand weiß, welchen Weg er einschlagen wird. In den Jahren, in denen er Präsident Afghanistans war, wusste er, dass die Taliban eines Tages wieder in der Hauptstadt sein würden. Er verbrachte diese Zeit damit, eine Machtbasis nach afghanischem Vorbild aufzubauen, ein Patronagenetz, das tief in der Gesellschaft verwurzelt ist. Karsai ist immer noch in Kabul, obwohl er schon seit Jahren kein offizielles Amt mehr innehat. Auch Amrullah Saleh ist noch da, vor dem Fall von Kabul der Vizepräsident des Landes. Er hat verkündet, dass er nach der Flucht von Aschraf Ghani nun der Präsident Afghanistans sei.
Mitglieder der alten Nordallianz kommen jetzt auch nach Pandschir, um sich einer nationalen Einheitsfront anzuschließen. Seit vielen Monaten macht dort der junge Massoud "Afghanistan gehört den Afghanen" zum zentralen Thema seiner Reden. Als Sohn des "Löwen von Pandschir", wie sein Vater genannt wurde, verfügt er über tadellose islamische Referenzen, ohne die niemand in Afghanistan regieren kann. Massoud und seine Verbündeten handeln nicht nur unter dem Banner des Islam – sie tun es unter dem des afghanischen Islam.  

Als jemand, der in Kabul aufgewachsen ist und in London studiert hat, verfügt Massoud zudem über die notwendige globale Erfahrung, um die Generation gebildeter Afghanen anzuführen, die nach dem 11. September 2001 in Kabul aufgewachsen ist. Jene Millionen junger Menschen, die heute um die mitten in ihrer Hauptstadt verschanzten Taliban herum leben.
 
Die Armee nicht abschreiben
Massoud und andere haben angedeutet, dass Teile der nationalen Armee nach Pandschir kommen, um auch ihre Dienste anzubieten. Manch einer mag fragen: Wozu sind Angehörige der nationalen Armee gut? Sind das nicht jene Soldaten, die sich nicht gewehrt haben, als die Taliban Anfang August im ganzen Land Städte einnahmen?
 
Aber halt: Alles, was wir über diese Armee wissen, ist, dass sie nicht für die Regierung in Kabul kämpfte. Für eine Regierung, die für sie Stellvertreterin der Amerikaner im Besonderen und des Westens im Allgemeinen war. Aber werden sie kämpfen, wenn sie sich als Afghanen wahrnehmen? Als Afghanen, die für ihr Land gegen eine Horde von Außenseitern kämpfen, deren Agenda nichts mit dem Wohlergehen der Landsleute zu tun hat? Wir wissen es nicht, aber wir sollten diese Möglichkeit nicht vorschnell ausschließen.
Die Aussicht auf einen neuen Bürgerkrieg erfüllt mich, wie die meisten Afghanen, mit Schrecken. Ein Teil von mir hegt jedoch Fantasien von einem Tag – in einem Monat, in zwei Monaten, vielleicht in drei –, an dem die ganze Taliban-Chimäre zusammenbricht und sich eine echte Regierung Afghanistans bildet. Eine Regierung, die das Land repräsentiert, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, die sowohl modern ist als auch stammesorientiert. Ein endlich geeintes Afghanistan, das in der Lage ist, wieder an die großen Fortschritte anzuschließen, die durch den Einmarsch der Sowjets und 40 Jahre grausamen Krieges zunichte gemacht wurden.  
 
Aus dem Englischen übersetzt von Steffen Richter
 
 
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Romantische Afghanistanvorstellungen von sogenannten Afghanistan-Experten....
  1. 08. 2021
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welch hoffnungsvollen Vorstellungen auch Experten aufwarten, wenn es um die Beurteilung der Afghanen und ihrer Lebenweisen geht. Sie haben allem Anschein nichts begriffen und hoffen mit ihrer westlichgeprägten rosaroten Bille, auf sogenannten Zivilisationsverbesserungen und Anpassungen der Taliban, denen man nun nach 20 Jahren Bemühungen und Kriegseinsätzen, das Feld erneut überlassen hat.

Zu Fragen ist, da die Taliban gegen erst Russland und nun den westlichen Weltmächten widerstanden haben, wieso sollten sie nach einem derart moralisch überlegenen Sieg sich überhaupt auf irgend etwas einlassen, was nicht ihren Vorstellungen von Lebensarten entsprechen sollte. Gut, man taktiert derzeit und wartet auf den völligen Abzug. Nur danach ist kaum anzunehmen, das dort nun eine födereale Regierung der Regionen entsteht. Nein, es wird ein Mullah-Regime unter Führung der Clans wie Regionalchefs, deren stärkste Fraktion die Paschtunen sind, die sich bis Pakistan hinein erstrecken. Vielmehr wird es so kommen, das die Paschtunen, die auch Namensgeber für Pakistan sind, sich wohl Pakistans bemächtigen werden und ihre strenges Regime flächenddeckend einführen. Ob nun die Regierung Bestand hat, oder ob man sich zerstreiten wird und dann nach Hause geht, wird sich zeigen.

Was jedoch sicher ist, die Scharia wird Regierungsmaßstab wie Rechtsgrundlage. Und die ist nicht wandelbar. Allein sie könnte nach Einflußgebiet und Clanleitung hier oder dort, unterschiedlich streng gehandhabt werden. Die Frauen werden jedoch wie einst in Saudi-Arabien, wo man gerade eine Lockerung beobachten kann, hier jedoch nach wie vor keine Menschen sein. Nicht einmal den Begriff gibt es. Mensch und Mann haben eine Bedeutung und Frauen als Mensch sind nicht sprachlich vorgesehen. Sie sind Unterwesen, die gleich nach dienenden Tieren kommen, halt nur auf zwei Beinen zum Gebären, dienen und Kochen etc. Sprechen und Atmen nur mit Genehmigung.

Und die Afghanen haben entgegen ihrer Möglichkeiten der Regierungsarmee sich für die Traditionen ihrer Stämme entschieden und sind nach Abzug der Schutzmächte, einfach nach Hause gegangen. Will man hier nun aus der restlichen Welt nun diesen Klotz am Bein nicht die nächsten Jahrzehnte durchfüttern oder erneute Kriege führen müssen, so wäre es wohl angebracht, Afghanisten völlig vom Rest der Welt abzukoppeln, zu neutralisieren wie sich selbst zu überlassen ohne jegliche Verbindungen zur Außenwelt. Weder mit einem Flugzeug, Auto, Telefon, Händy oder Internet. Nach 50 Jahren oder auch erst nach 100 Jahren kann man dann einmal nachschauen, wer übrig geblieben ist und das Land vielleicht dann in die Hände der Frauen legen und in die Moderne zurückführen.

Sie haben es so gewollt – also soll man Ihnen diesen Gefallen zum Schutz der Welt, zubilligen.

Frauen in Afghanistan„Auf die Auslegung der Scharia wird es ankommen“
Keine Freiheit, keine Rechte, stattdessen Gewalt – das haben afghanische Frauen unter den Taliban schon einmal erlebt. Deshalb fürchten viele jetzt das Schlimmste. Die Frauen glaubten den Verlautbarungen der Taliban nicht, dass sie ihnen Freiheiten gewähren werden, sagte die Politologin Katja Mielke im Dlf.
Katja Mielke im Gespräch mit Anja Reinhardt
Ein Taliban-Kämpfer geht in Shar-e-Naw in Kabul an einem Schönheitssalon vorbei, in dem Bilder von Frauen mit Sprühfarbe verunstaltet wurden (AFP)
In weiten Teilen der afghanischen Bevölkerung herrscht Angst vor den Taliban. Unvergessen ist die Brutalität, mit welcher sie in den Jahren 1996 bis 2001 herrschten. Nach der neuerlichen Machtergreifung der Islamisten wollen viele Afghaninnen und Afghanen nur noch eins: das Land verlassen.
Frauen fürchten das Schlimmste
(picture alliance / dpa / Arne Immanuel Bänsch)
Vor allem Frauen fürchten das Schlimmste. In den fünf Jahren der Taliban-Herrschaft wurden den Frauen öffentliche Teilhabe verwehrt – keine Bildung, keine Freiheit, keine Rechte, stattdessen Gewalt. „Die Frauen haben Angst, dass es wieder einen Rückschritt gibt hinsichtlich ihrer Mobilität, ihrer Rolle im Rahmen ihrer Freiheiten“, sagte Katja Mielke im Deutschlandfunk. Die Politologin arbeitet am Internationalen Konversionszentrum Bonn und gilt als Expertin für Konfliktforschung.

Neue Situation für Frauen in den größeren Städten
Betroffen seien derzeit vor allem Frauen aus den größeren Städten wie der Hauptstadt Kabul, dem ehemaligen Bundeswehr-Standort Masar-i-Sharif oder Herat, der zweitgrößten Stadt des Landes. Mit der Einnahme der urbanen Zentren durch die Taliban habe die Situation eine neue Qualität bekommen. Für Frauen, die in Kabul und den Provinzhauptstädten leben, sei es selbstverständlich, dass sie Bildung erhalten. Mädchen hätten ganz normal zur Schule gehen können.
Anders sei dies bei vielen Frauen in den Provinzen gewesen. „Wir haben seit 2006 die Situation, dass die Taliban fast durchweg eine große Prozentzahl des Territoriums und auch der Bevölkerung kontrolliert haben. Spätestens seit 2009 waren es 50 Prozent, in den letzten Jahren 70 bis 80 Prozent. Das heißt: Für diese Frauen in den Provinzen hat sich gar nicht so viel verändert mit der Machtübernahme der Taliban. Was natürlich nicht positiv hervorzuheben ist“, sagte Mielke.
 
Widerspruch zwischen Verlautbarungen und konkretem Handeln
Die Politologin verwies auch auf „einen gewissen Konflikt“ innerhalb der Taliban. Einerseits gebe es die relativ moderaten Verlautbarungen der Führung aus Kabul, die derzeit das öffentliche Gesicht der Islamisten sei. „Auf der anderen Seite haben wir die lokalen Kommandeure, auch auf dem Land, die relativ autonom ihre eigene Politik in ihrem wertkonservativen Weltbild fahren und gegenüber Frauen sehr eng vorgehen und sie teilweise aus dem öffentlichen Raum verbannen“, erläuterte Mielke. Zudem müsse sich der religiöse Rat der Taliban noch finden und definieren. „Keiner weiß, wie lange es dauern wird und welche Scharia konforme Auslegung der Scharia sie festzurren werden“, sagte die Politologin.
Für die Zukunft der afghanischen Frauen werde es auf die Auslegung der Scharia durch die neuen Machthaber ankommen. Mielke kann sich vorstellen, dass unter den Taliban wie schon in der Vergangenheit Ärztinnen, Krankenschwestern oder auch Lehrerinnen weiterhin tätig sein und eine sehr beschränkte Rolle im öffentlichen Raum wahrnehmen dürfen. Schwieriger dürfte es dagegen für Frauenrechtlerinnen, aber auch Anwältinnen und Richterinnen werden. Die Politologin glaubt nicht, dass sie „in irgendeinem Scharia konformen Rahmen in der Zukunft tätig werden wollen und auch sein können“.
 
Frauen im Dialog stärken
Ein positiver Hoffnungsschimmer in Afghanistan sei, dass es eine aufgeklärte Frauenbewegung gebe, die im Umgang mit sozialen Medien versiert sei. „Ich würde mir wünschen, dass diese irgendwo ein Forum findet und sich als Gesprächspartner – momentan wahrscheinlich eher anonym – über die sozialen Medien, aber doch mit einer starken Stimme in diese Verhandlung einbringt oder versucht einzudringen“ sagte Mielke. Sie appellierte an die Internationale Gemeinschaft sich in Gesprächen mit den Taliban, dafür stark zu machen, „dass zivilgesellschaftliche Kräfte und ganz besonders Frauen auch gehört und als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden“.
 
 
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Uiguren – Staat im Staate Chinas......
  1. 08. 2021
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/84/Uyghurche.png 

Arabisch-uigurischer Schriftzug mit der Bedeutung „uigurisch“
 
Themeneinleitung.....
 
Uiguren (auch Uighuren oder Uyghuren; Eigenbezeichnung: ئۇيغۇر Uyghur; chinesisch 維吾爾族 / 维吾尔族, Pinyin Wéiwú'ěrzú)[A 1] sind eine turksprachige Ethnie, die ihren Siedlungsschwerpunkt im Gebiet des ehemaligen Turkestans hat, insbesondere im heutigen chinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang.
Die Uiguren gehören nahezu alle der Glaubensgemeinschaft des Islam an. Überwiegend handelt es sich bei ihnen um Oasenbauern, Kleinhändler und Handwerker. Sie führen Traditionen fort, die ihre Ursprünge im turko-persischen Zentralasien haben. Im 20. Jahrhundert wurden sie stark vom sowjetischen Zentralasien beeinflusst und passten sich den wechselnden äußeren Regimen über ihr Land an, die von nur kurzzeitig erfolgreichen Unabhängigkeitsbewegungen unterbrochen wurden.[1]
Die meisten der schätzungsweise weltweit über 15 Millionen (Stand: 2010)[2] Uiguren leben heute in dem im Süden Xinjiangs gelegenen Tarim-Becken.[1] Sie stellen die Mehrheitsbevölkerung in dieser Region, die 1759 durch die Qing erobert wurde und danach letztendlich unter eine locker gehaltene chinesische Herrschaft unter den Qing geriet.
Die Uiguren waren mehrheitlich in ihrer Geschichte kein eigenständiger Staat. Sie wurden immer von fremden, wechselnden Mächten beherrscht und haben in den Vergangenheiten sich diesen imme wieder angepaßt, was dann auch immer zu einer gegenseitigen duldsamen, sanften Führung der jeweils Herrschenden führte. Das galt auch im Wesentlichen nach der chinesischen Vereinnahmung dieser Gebiete, die heute in China als eigene Provinz gelten und zum Staatgsgebiet Chinas zählen. Hierbei ist nicht anzunehmen, dass den Chinesen nun die große Erleuchtung und Menschlichkeit befällt, und das Gebiet den Uiguren als eigenen Staat überläßt. Was China heute hat, gibt es auch nicht mehr heraus, da der Hunger auf Gebietserweiterung nach wie vor sehr groß ist.
 
Wer erleben aber auch nun in der Globalisierung, wie einigen Ereigebnissen von Volksgruppen, die sich auf internationales Recht der Selbstbestimmung berufen, auch bei den Uiguren Bestrebungen, die gepaart mit dem Korandogma im Verhältnis zu Ungläubigen, auch hier zu Unruhen führten, die in China keine Gegenliebe fanden. Das Problem für das nationalsozialistisch geführte China ist nun, wie kann man diesem Problem Herr werden, bevor es zu weiteren Unruhen und Aufständen führt, da speziell die Muslime unbelehrbar sind. Und da die Muslime in der Welt es vormachen, ihre Sonderrolle weltweit durchzusetzen, hat es auch Auswirkungen auf die chinesische Provinz der Uiguren in der Vergangenheit gehabt.
 
Die Uiguren stellen nun für China ein Problem dar, das fast vergleichbar des Judenproblems mit ihrer einstigen Sonderrolle in Europa, sich zeigt. Allein die Lösung des Problems kann man so aufgrund historischer Gegebenheiten nicht mehr lösen. China ist jedoch tradtionell in Führungsfragen ein Land, das nicht lange fackelt und sich durchzusetzen versteht, wenn es um den Erhalt Chinas geht. Und hier sind Grundsätzlichkeiten gefragt, die an die Substanz Chinas heranreichen könnten, wenn man ca. 18 Millionen Menschen im eigenen Lande eine Sonderrolle gewährt, die außerhalb der Zentralmacht angesiedelt ist, wie ein anderes Lebensverständnis lebt, als es die allgemeinen Zivilistationregeln in China, zulassen,.
 
Dieses Problem geht man nun in der Weise an, als das man den Koran wie den muslimischen öffentlichen Glauben kurzerhand verbietet und die Menschen kaserniert wie umerzieht. Man hebt sie auf das Zivilisationsniveau Chinas an, trennt die Bevölkerung von ihrer mittelalterlichen Denk- wie Lebensweise, öffnet Ihnen die Zwangszugang zur Bildung und Ausbildung und verhindert die weitere Pflege einer dogmatischen Mittelalterreligion, die keine wirkliche Entwicklung, zuläßt. Man geht also an die kulturellen Wurzeln der Uiguren heran, um diese neu zu programmieren.
 
Inwieweit dieser Weg erfolgreich ausgehen wird, steht jedoch in den Sternen.

Autor: R. Kaltenboeck-Karow

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Der Fall Afghanistans und die Neuausrichtung des asiatischen Raumes.....
  1. 08. 2021
Für den historsichen Kenner Afghanistans, wie der Nachbargebiete ist der Fall Afghanistans in die neue, alte Eigenständigkeit nicht überraschend. Hier muß man z.B. sehen, die Paschtunen, ostiranisch-sprachiges Volk in Süd- und Zentralasien mit mehr als 60 Stämmen, das überwiegend in Pakistan, in dem nach ihm benannten Afghanistan, und Belutschistan lebt, als führender Stamm in Afghanistan, der Afghanistan eigentlich immer dominierte wie beherrschte, bilden die heutigen sogenannten Taliban. Ein Grund, warum die sogenannte Nationalarmee nach Wegfall der NATO-Truppen sich so schnell in alle Winde auflösten. Denn die Bindungen der traditonellen Familie, die engstens an die Stämme gekoppelt sind, sind keine Nationalarmee, da Afghanistan eben keine wirkliche Nation im westlichen Sinne darstellt, sondern eine Sammlung von Stämmen in einem geograftischen Gebiet, das mehr oder weniger die Hoheit über den Teil der Geografie jener Gebirgswelt seit tausenden von Jahren, inne hat. Und hier sind die Paschtunen der führende wie dominierende Stamm, er eigentlich schon immer den Ton angegeben hat.
 
Durch die nun endgültige Befreiung Afghanistans, erst von den Engländern, den Russen und nun von der NATO wie den USA, haben sie ihr Land fast völlig zurück erobert. Allein die an Pakistan abgetretenen Gebiete gilt es noch, zurück zu holen, was auch geschehen wird.
 
Afghanisten wird nun eine Art Demokratie erhalten, die sie seit Zeiten der Griechen her kennen und dieses Modell der alten demokratischen Form der Griechen nun auch in Afghanisten einführen dürften. D.h., wir werden keine Zentralregierung in unserem bekannten Sinne dort bekommen, sondern einen Rat für Afghanische Angelegenheiten, die durch die Wahldeligierte der Stammesfürsten bestimmt sind und so eine Interessenvertretung der Stämme für ganz Afghanistan bilden werden, die im wesentlichen nur die Aufgabe hat, den Willen der Stammesbeschlüsse im Bereich Außenpolitiken umzusetzen. Und hierzu gehören die Rückgaben der Pschtunen-Gebiete an Afghanisten, speziell derer aus Pakisten. Und Pakistan wird sich diesem Wunsche schweren Herzen beugen, da man damit einen treuen Bundesgenossen finden wird. Dieser neue Bundesgenosse, der nun an Macht und Kraft enorm zugelegt haben wird, wird Pakistan im Verhältnis zu Indien enorm beflügen. Denn beide Länder haben mehr Gemeinsames, denn Trennendes. Und Afghanisten stellt sich somit dann auch unter den Atomschutzschirm von Pakistan, was die eigene Freiheit nur erhöht.
 
China wird sich nun Afghanistans fördernd wie freundschaftlich annehmen, wie damit auch Pakistan, da mit dieser Flanke eigene Interessen in Sachen indischem Kontinentes leichter anzugehen sind. Denn damit wäre Indien von zwei Seiten von zwei überaus starken Gebieten wie Atommächten halbwegs eingekreist. Und China liebäugelt nach wie vor mit Gebieten im Himillaya, die sie gerne für sich einverleiben würden. Weiterhin haben wir dann das offene Gebiet Bangladesch, welches nun mit chinesichem Geld in deren Abhängigkeit geraten könnte, womit Indien dann praktisch eingekreist wäre. Die offene Seeseite wäre dann nur noch durch Japan und den USA gesichert, die sich aber gegenseitig neutralisieren dürften, was die Handlungsfähigkeiten im Himillaya für China jedoch erleichtern dürften.
 
Afghanistan selbst hat kein Interesse an westlicher Kultur und Lebensweise. Bestenfalls an deren Gütern wie deren Geld. D.h., einmal könnten hier internationale Gesellschaften nun gegen gute Bezahlung hier Schürfrechte erhalten und auf der anderen Seite wären die Afghanen ein willfähriges Volk von Konusmenten, die man ohne Ende nach deren Wünschen beliefern kann. Denn zu großen Eigenleistungen sind diese Gesellschaftsstrukturen kaum fähig. Im Übrigen ein Wunschmodell, das gerade versucht wird, in Europa zu verwirklichen,.
 
Was nun die Demokratie in Afghanisten angeht, so wird diese wohl auf das alte Griechenmodell beschränkt bleiben. Aber Afghanistan wird auch in Zukunft für die restliche Welt ein Unruhehrd bleiben, da es Kolumbien in Sachen Rauschgift den Rang ablaufen könnte. Und das unter dem Schutz Pakistans, die wiederum beide davon provitieren dürften. Wir hätten hier also eine neue Konstellation von Großmächten, die dann nur noch Iran an der einen Seite hätten, wo man nicht weiß, wohin diese tendieren werden und dann das Hauptgebiet Indien und die beschriebene Gegenüberstellungen der neuen, alten Mächte, nur in komprimierter Form. Der Nahe Osten selbst wird davon eher weniger berührt sein bis vielleicht auf den Jemen. Arabien, Ägypten, Jordanien werden wohl eher sich gegen den Iran stellen und der Irak bleibt fragil. Die Türkei wird weiter zulegen wollen und irgendwie eine Art Führungsrolle anstreben, die jedoch in Konkurrenz mit dann Arabien und Äypten stehen dürfte, die wiederum dann mit Frankreich die Magrebzone beeinflussen wollen. D.h,, der NaheOsten wird nach wie vor unruhig  wie Spielball der Großkonzerne der Welt bleiben. Aber politisch nicht mehr an Gewicht zulegen, eher abnehmen.
 
Das eigentliche Machtspiel wird sich nun um Afghanistan und Pakisten in der Zukunft bewegen. Eine Erkenntnis, die man schon vor 20 Jahren hätte haben können, wenn der Westen nicht so Arrogant in seine eigene Kugheit verliebt gewesen wäre. Nun, die Erkenntnis ist für den Westen sehr teuer geworden und wird in Zukunft deshalb wahrscheinlich noch teurer.
 
Autor. R. Kaltenboeck-Karow

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Der unverstandene innere Demokratiekonflikt in Russland
  1. 08. 2021

Um den inneren russischen Demokratiekonflikt in Russland zu verstehen, muß man schlicht auf das Entstehen dieses Riesenreiches einen kurzen Blick werden. Ähnlich wie die USA, ist Russland durch die Besiedelung offener Gebiete bis hoch nach Sibieren und an die mongolisch-chinesische Grenze, entstanden. Diese Besiedelungen haben dann eben auch für die Inbesitznahme dieser Landstriche für den Zaren geführt und sind bis heute präsent.
 
Die damit entwickelten Governements als eigenständige Regierungsgebiete in einigermaßen freier Selbstgestaltung, haben aber auch immer wieder zu Konflikten, speziell in politischen Machtfragen, die meist mit großen Korruptionsschüben verbunden waren, geführt, sodaß schon zu Zarenzeiten hier die Zügel immer wieder festgezogen werden mußten und der Zentralismus aus Moskau auch immer wieder mit diktatorischen Mitteln, erzwungen werden mußte. Das ist so geblieben unter dem Kommunismus, wie bis heute unter Putin.
 
Allein die kurze Zeitspanne unter dem Revolutuionspräsidenten Jelzin, der die Auflösung der UDSSR letztendlich durchführte, hat das System gelockert wie Russland fast aufgelöst. Ein Vorgang, der von Michael Gorbatschow nicht so gewollt, noch gesehen wurde. Die Ideen von Michael Gorbatschow waren zwar visionär, aber auch romantisch. Und Romantik in der Politik hat im Regelfall nur zu Unglücken geführt. Insoweit kann man von Glück sagen, das die Auflösung der UDSSR relativ ohne großes Blutvergießen ausgekommen ist, was man von der Gründung ja nicht sagen konnte. Und Russland neigt immer wieder auch zu Extremen.
 
Heute haben wir den inneren russischen Konflikt, das viele Freiheitsgesinnte ihr eigenes Land nicht so richtig verstehen. Sie meinen nach der Befreiung des Kommunismus, nun ein westlich geprägtes freies Land entwickeln zu können mit freiheitlicher Demokratie in Gleichheit für Alle. Allein das ergibt sich aus dem Großreich selbst, eben nicht. Würde das so durchgeführt werden, wäre Russland völlig zerbrochen, da in diesem Falle jedes kleine nichtrussische Völkchen, sich auf seine ehemaligen Siedlungsgebiete besinnen würde und nun seine Eigenständigkeit ausrufen könnte. Putin hat es jedoch verstanden, den „Laden“ einigermaßen zusammen zu halten und mit der hervorragenden Hymne unter der Kaiserfahne nun die Völker wie die Gebiete, zusammen zu halten. Wie einst vergleichbar unter den Kaisern der KuK-Monarchie. Ähnlich aber aicj  der USA, die letzendlich auch nur unter der Flagge des Zusammenhaltes leben.
 
Wäre also Russland in die Auflösung geraten, wäre das ganze Gebiet bis zur chinesisch-mongolischen Grenze offen und hilflos dem chinesischen Hunger nach Erweiterung, ausgeliefert. Der Anspruch Chinas auf ganz Sibirien wie traditionell auch auf die Mongolei ist nicht so neu, wenn auch im Westen weniger bekannt. Hier sei nur an den Grenzkrieg unter den kommunistischen Machthabern in Moskau und China erinnert, der im Westen nur wenig Beachtung fand. An dieser Stelle sei erwähnt, schon damals hat China zu erkennen gegeben, sie haben keine Angst vor einem großen Krieg, da selbst, wenn 80 % der Chinesen dabei drauf gingen, sie immer noch eine Großmacht wären. Dieses Denken herrscht im chinesischem Militär nach wie vor vor.
 
Infolge dieser Gesamtzusammenhänge, die hier nur punktuell angesprochen sind ist aber auch der Grund zu vestehen, warum Russland traditionell immer als Autokratie geführt wird, egal unter welcher Führung, da der Glauben verherrscht, eine völlige Freiheitsregelung und Demokratisierung für Alle und Jeden, würde das Land schneller auflösen, als ein Adler zu fliegen vermag. Man befürchtet damit die absolute Anachrie für das russische Reich.
 
Diese Botschaft verstehen aufgrund vieler geführte Gespräche mit Russen, die Russen offensichtlich selbst nicht. Was hier im Westen dann reichlich als Freiheitsunterdrückung gebranntmarkt wird, obwohl diese Werte für den Westen im Bereich der Außenpolitik überhaupt keine Bedeutung haben. Was wir eben auch gerade in der Frage von Weißrussland wie der Ukraine erleben, wo versucht wird anzusetzen, Russland zu destabilisieren.

Autor: R. Kaltenboeck-Karow

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