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Aus dem Hause von Habsburg-Lothringen

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Otto von Habsburg und der Fall des Kommunismus: Internationale Konferenz in Budapest
Ungarn Heute 2019.10.03.
Eine internationale Konferenz wird am 10. und 11. Oktober in Budapest stattfinden, die sich mit der Rolle von Otto von Habsburg bei der Wende 1989 befasst – teilte der Veranstalter am Mittwoch mit.
Die Veranstaltung wird von der im Jahre 2017 gegründeten „Otto von Habsburg Stiftung“ finanziert – sagte Gergely Prőhle, Direktor der Organisation. Otto von Habsburg habe immer an eine moderne europäische demokratische Welt gedacht, aber er habe auch „den dynastischen Aspekt, die dynastische Erfahrung“ vertreten, sagte Prőhle.
Otto von Habsburg war jahrzehntelang der einzige, der im Europäischen Parlament Ungarisch sprach. Dies ist ein Beweis dafür, dass er die Lehre aus der Geschichte der Monarchie gezogen hat: Er versuchte, seine eigene Politik zu gestalten, um die Interessen kleiner Nationen angemessen zu vertreten. Er kann als großer ungarischer Patriot angesehen werden
so Prőhle.
Der frühere Kronprinz, der einst als Kaiserliche und Königliche Hoheit, Kaiserlicher Prinz, Erzherzog von Österreich und Königlicher Prinz von Ungarn firmierte, war der älteste Sohn des letzten Kaisers, Karl I. Er war in der Nähe der Abtei einige Monate zur Schule gegangen und später Mitglied der benediktinischen Studentenverbindung Pannonhalma gewesen. (Via: sueddeutsche.de) Für die CSU war er von 1979 bis 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er besaß die Staatsbürgerschaften von Österreich, Deutschland und Ungarn sowie, nach der Unabhängigkeit des Staates Kroatien im Jahr 1991, nach Eigendarstellung auch die kroatische Staatsbürgerschaft. Ab Mitte der 1930er Jahre setzte sich Otto von Habsburg – zunächst unter christlich-monarchistischen Vorzeichen – innerhalb der Paneuropa-Union für die europäische Einigung ein. (Via: wikipedia.org)
An der Konferenz wird Zsolt Semjén, Ungarns Vizepremier und Gergely Gulyás, Kanzleramtsminister Reden halten. Zu den Rednern zählen noch Ingo Friedrich, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Walburga Habsburg-Douglas, Vizepräsidentin der Paneuropäischen Union, und Eva Demmerle, Historikerin, Schriftstellerin, und Otto von Habsburgs politische Beraterin.
 
 


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Betrachtungen des Hauses Habsburg zur Ukraine-Entwicklung
  1. 07. 2019
no comment …..

Habsburg Heritage: Karl von Habsburg on the historic legacy of Ukraine's European roots

Im Interview mit „Business Ukraine“ spricht Karl von Habsburg über die historischen Verbindungen zwischen der Ukraine und Österreich, über das durch die Sowjetzeit geprägte Bild über das Land, über Reformen die in der Ukraine gemacht werden, aber in Russland nicht, über die langen europäischen Verbindungen der Ukraine und diesen Unterschied zu den Wurzeln Russlands, über europäische Werte sowie die Revolution der Würde, deren Bedeutung für die Entwicklung Europas (noch) verdrängt wird. Das Interview wurde in englischer Sprache geführt, und kann hier nachgelesen werden

Karl von Habsburg ist der derzeitige Chef des Hauses Habsburg und der älteste Enkel des letzten habsburgischen Kaisers, Charles I. Business Ukraine. Er fragte ihn, wie sein habsburgisches Erbe die zeitgenössischen Bemühungen zum Aufbau der ukrainischen Nation beeinflusst und warum er die Ukraine für wichtig hält Die Würde der Revolution ist ein solches bedeutendes Ereignis in der modernen europäischen Geschichte.
Die internationalen Medien sehen oft die sowjetische und russische imperiale Vergangenheit des Landes. Inwieweit können wir Ihrer Meinung nach sowohl von einer postsowjetischen als auch von einer post-habsburgischen Gesellschaft sprechen?

KvH: Eine der russischen Legenden besagt, dass es keine ukrainische Nation gibt und Österreich die Ukraine in der Endphase des Ersten Weltkriegs geschaffen hat. Es ist eine Tatsache, dass (Habsburger Prinz) Erzherzog Wilhelm ein sehr pro-ukrainisches und unterstützendes Land war, wo immer er konnte, aber ich würde sagen, dass diese Behauptungen nur russische Propaganda sind. Die Ukraine hat eine lange europäische Tradition zur Unterstützung der Kiewer Rus, das russische Reich kann als Ergebnis des mongolischen Khanats angesehen werden. Der Erste Weltkrieg und Österreich unterstützten ihn am Ende von The Ukrainian State First. Das multinationale Reich des Habsburgerreiches und der Einfluss des Kultes des Westens. Der sowjetische Einfluss mag in einigen Strukturen noch vorhanden sein, aber das Land führt umfassende Reformen durch.
Welche Art von Empfang haben Sie als jetziger Chef des Hauses Habsburg in der Ukraine erhalten und was sind die häufigsten Fragen, denen Sie mit Ukrainern begegnet sind?

KvH: Der Empfang in der Ukraine war immer sehr freundlich. Erzherzog Wilhelm und andere habsburgische Familienangehörige sind mit der Ukraine verbunden, aber das Hauptgespräch, das ich habe, ist in der Ukraine über politische Reformen und die Frage der europäischen Integration.
Was wussten Sie von den früheren Domänen Ihrer Familie in der Ukraine, als Sie im Haus Habsburg aufgewachsen sind?

KvH: Geschichte war eines der Hauptthemen unserer Ausbildung. Für meinen Vater war es wichtig, uns Geschichte beizubringen, insbesondere die Geschichte unserer Familie in verschiedenen Teilen Europas. Er stand in Kontakt mit Wilhelm von Habsburg, deshalb kenne ich ihn und mein Vater erzählte uns Geschichten.
Welche Rolle kann das habsburgische Erbe für die europäische Integration des Landes spielen? Ich würde sagen, es ist ein kulturelles Erbe und eine kulturelle Verbindung zu Mitteleuropa.

KvH: Die Geschichte ist immer eine wichtige Grundlage. In der europäischen Integration der Ukraine sehe ich die Hauptelemente der Euromaidan-Bewegung und die Würde der Revolution.
Haben Sie auf Ihren Reisen in die Ukraine erkennbare soziale oder kulturelle Unterschiede zwischen den Regionen des ehemaligen Habsburgerreichs und dem Rest des Landes festgestellt?

KvH: Ja, natürlich kann man immer noch die alte Grenze sehen. Sie können diese Unterschiede auch in anderen Ländern wie Habsburg und teilweise in anderen Reichen, zum Beispiel auf dem Balkan, beobachten. Menschen mit Mentalitäten ändern nicht einen Zeitraum von weniger als 100 Jahren. Diese Unterschiede sind jedoch nicht so ausgeprägt, wie manche Menschen es erwarten oder erhoffen. Russland spaltete sich nicht, als Russland seine Aggression begann. Die Menschen im Osten des Landes haben kein Interesse daran, in die russische Herrschaft zurückzukehren. Sie wissen, dass sie einer europäischen Tradition angehören und keinem Khanat von Traditionen.
Wie würden Sie als jemand, der mit der Ukraine verwandt ist und Erfahrung mit der heutigen Ukraine hat, das Land Kollegen in Österreich und anderen Teilen der EU beschreiben?

KvH: Dies ist ein ganzes Buch, das eine Frage wert ist. Was ich zu erklären versuche, ist die europäische und russische Tradition unterschiedlicher Wurzeln, und ich möchte klarstellen, dass es einen Unterschied gibt und dass die Wurzeln der Ukraine definitiv europäisch sind. Die Goldene Horde von Moskau ist immer noch unter Kontrolle. Der zweite Punkt ist, dass die Reformen eines Landes, das das Land der Ukraine ausführt, ein Land sind, das seine eigene Kultur, Sprache und pro-europäische Orientierung hat. Der Kalte Krieg erfuhr nichts über die Ukraine, bevor die Menschen erzogen wurden. Wir haben etwas über Europa und den Sowjetblock gelernt. Dies sind sehr ernsthafte Diskussionen, wie Sie sich vorstellen können.
Viele Menschen betrachteten die europäischen Werte der ukrainischen Revolution 2013/14 als einen Versuch. Ist es in einem sich zunehmend wandelnden Europa immer noch relevant, von gemeinsamen europäischen Werten zu sprechen?

KvH: Ja, wir müssen über europäische Werte wie persönliche Würde, persönliche Freiheit und persönliche Verantwortung sprechen. Wir müssen über Eigentumsrechte sprechen, über die Familie, die Verpflichtung, für unsere Freunde und Nachbarn zu sorgen, über die Rechtsstaatlichkeit, die die erste Pflicht des Staates ist. Wir müssen über das Subsidiaritätsprinzip sprechen. Die sowjetische Ära des paternalistischen Staatsstils darf sich nicht verhalten. Die Menschen haben ihre Freiheit und Verantwortung, so wie eine Familie ihre Freiheit und Verantwortung hat. Europa basiert auf diesen Werten. Wenn wir sie vergessen, hat Europa keine Zukunft.

 
 
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Anachronismus aus dem Jahre 1919
17.05. 2019


Dieser Anachronismus beschädigt den Ruf Österreichs über alle Maßen. Denn Karl von Habsburg hat es vorsichtig ausgedrückt und als eventuelle Angst der Zeit beschreiben, warum man diese Gesetze ausgerufen hat. Nein, wir erlauben es uns in aller Deutlichkeit zu sagen, es waren reine Rache und Mißgunstgelüste der „Roten“, die für die mehrfachen Bürgerkriege in Österreich die Verantwortung tragen wie sie bis heute als Sozis in welcher Form auch immer, aus ideologisch-niederen Beweggründen heraus, diesen Unsinn aufrecht erhalten.
Es wird allerhöchste Zeit, eben auch weil es für Europa von herausragender Bedeutung wäre, hier die Geschichte endlich zu bereinigen, um Europa auch aufgrund der historischen Erfahrung mit dem einst ersten europäischen funktionierenden Staatengebilde entsprechend zu würdigen und dem heutigen Europa als Beispiel zu dienen.

 
Das Adelsaufhebungsgesetz und die Habsburgergesetze sind ein Beispiel dafür, dass man so manche Gesetze mit einem Ablaufdatum versehen sollte.
Dieser Tage wird ein Jahrestag begangen, der durchaus als Beleg dafür gewertet werden kann, dass Gesetze mit einem Ablaufdatum versehen werden sollten. Wenn diese Gesetze noch einen Sinn haben, dann wird man sie erneut in Kraft setzen, wenn sie aber ihren ursprünglichen Sinn längst verloren haben, und nur mehr zu bürokratischen Blüten führen, oder Argumente der ideologischen Engstirnigkeit beflügeln, laufen sie ganz einfach aus. Konkret meine ich damit die Habsburgergesetze und das Adelsaufhebungsgesetz vom 3. April 1919.  
Es mag ja sein, dass die junge Republik damals Existenzängste hatte, und deshalb all jene Mitglieder meiner Familie, die nicht auf Zugehörigkeit zu dieser Familie verzichtet haben, weit weg sehen wollte. Diese möglichen Ängste von damals haben sich aber längst als unbegründet erwiesen, die Habsburgergesetze sind ein Anachronismus, den man am besten auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt.  
Ähnlich verhält es sich mit den Adelstiteln. Jeder denkt dabei in erster Linie an die großen Fürstenhäuser, über die man auch noch im Geschichteunterricht hört. Der überwiegende Teil des Adels war aber Militär- und Beamtenadel. Der Kaiser hat damit verdienstvolle Persönlichkeiten geehrt – geadelt –, den Familien eine dauerhafte Erinnerung für die besondere Leistung eines Vorfahren gegeben. Die Republik hat diesen Menschen etwas genommen, ohne ihnen dafür auch nur die geringste Entschädigung zu bieten. Ja, manche Behörden verfolgen auch heute noch mögliche Spuren von Adel in Familiennamen, so als würde dahinter ein besonderes Verbrechen stecken.  
Als Beleg für die Zukunftsfähigkeit des Landes kann das nicht gewertet werden.
 
Veröffentlicht am 3. April 2019.
 
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Karl von Habsburg – Großmeister St. Georgsorden und PAN-Europabewegung

 

17. 05. 2019

  

https://www.int-wiener-hofburg-residenz.com/           Bildergebnis für karl von habsburg



Wir laden hiermit Karl v. Habsburg-Lothringen und Großmeister des St. Georgs-Orden ein, diese Seite sich anzuschauen.

Wir erlauben uns auch weiterhin, Beiträge aus seiner Feder zu puplizieren, aber auch zu kritisieren, wie der Beitrag in Sachen der Urkaine, den wir so nicht teilen können.

Es hat keine Annexion der Krim stattgefunden. Das ist historisch wie tagespolitisch falsch. Das die Ukraine sehr stark von der KuK geprägt wurde wie zivilisiert, ist dabei unbestritten. Dennoch sind die Ukrainer als Gruppe ein sehr junges Staatsgebilde, wobei die Zugehörikgeitsgrenzen fließend sind. Die heutige Ausdehnung der Ukraine ist in keinem Falle den wirklichen Gegebenheiten der Ukrainer entsprechend, siehe die ungeklärte Ungarnfrage aus der KuK, der auch die Habsburger bis heute in die historische Pflicht stellt.

hrzl

RKK
 

Die Ukraine gehört zu Europa

Eine europäische Perspektive für die Ukraine ist im Interesse Europas und im Interesse der Europäischen Union.

Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten: Volodymyr Zelensky. Die Enttäuschung über seinen Vorgänger Petro Poroshenko war wohl so groß, dass die Ukrainer mit einer überwältigenden Mehrheit entschieden haben, einem neuen Mann eine Chance zu geben. Seine größte außenpolitische Herausforderung wird wohl sein, die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen. Eine Aufgabe an der sein Vorgänger gescheitert ist. Allerdings hängt dieses Politikum ganz entscheidend von der Politik Moskaus aber auch anderer Mächte ab.

Der russische Präsident hat sehr rasch nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses reagiert, indem er den Bürgern in den von Russland besetzten Gebieten der Ostukraine die russische Staatsbürgerschaft angeboten hat. Kurz darauf hat er das Angebot noch erweitert, und allen Ukrainern die russische Staatsbürgerschaft angeboten.

Volodymyr Zelensky hat in seiner Reaktion darauf seinerseits das Angebot an die russischen Staatsbürger gemacht, doch die ukrainische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Das könnte man nun als sportlichen Wettkampf der Systeme interpretieren, der durchaus interessante Aspekte mit sich bringt: Staaten nicht mehr als territoriale Einheiten, sondern Bürger entscheiden, unabhängig davon wo sie leben, welchem Staat und damit welchem politischen System sie angehören wollen. Die Ukraine hätte hier wohl das bessere System zu bieten.

Der Haken in dem konkreten Fall ist eher der, dass es bis jetzt nicht die geringsten Anzeichen dafür gibt, dass Moskau an einem sportlich fairen Wettkampf der Systeme interessiert sein könnte. Die grünen Männchen auf der Krim waren zwar sicher sportlich durchtrainiert, aber nicht, weil sie sportlich fair eine Auseinandersetzung führen wollten, sondern weil ihr Ziel war, mit Gewalt Fakten zu schaffen. Und nur unter diesem Aspekt darf man Putins Angebot betrachten. Die Instrumentalisierung russischer Bevölkerung in anderen Ländern durch Moskau spricht da eine ganz klare Sprache.

Anfang Februar verabschiedete das Präsidium der Paneuropabewegung Österreich ein Positionspapier  zur Europawahl 2019. Ein Punkt in diesem Papier beinhaltet die unmissverständliche Forderung nach einer klaren europäischen Perspektive für die Ukraine (dazu gehört auch eine eindeutige Haltung gegenüber allen Kräften, die die Selbständigkeit der Ukraine durch militärische Aggression bedrohen), also die logische Folge aus dem Schlagwort „Paneuropa ist ganz Europa“, nämlich die Öffnung einer EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine.

Schon mit ihrer Revolution der Würde in den Jahren 2013/2014, die mehr als 100 Menschen das Leben gekostet hat, haben die Ukrainer ihre europäische Positionierung unterstrichten. Die Folge dieses Bekenntnisses war ein Aggressionskrieg Moskaus gegen Kyiv, in dessen Folge erst die Krim besetzt und dann annektiert, und danach ein Teil der Ostukraine – in einem blutigen Krieg mit deutlich mehr als 10.000 Toten – ebenfalls besetzt wurde.

Europa, die Europäische Union, hat mit der Beitrittsperspektive für die Länder des ehemaligen Ostblocks nach dem Ende des Eisernen Vorhangs eine Option in Richtung Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit eröffnet. Vor 15 Jahren, am 1. Jänner 2004, konnte auch eine Reihe dieser Länder der EU beitreten. Die Ukraine war damals weit von dieser Beitrittsperspektive entfernt. Allen Ländern, die der EU beigetreten sind, hat dieser Beitritt gutgetan, auch wenn es heute in einzelnen Ländern noch immer bestimmte Probleme mit der Rechtsstaatlichkeit gibt. Man denke nur an die laxe Korruptionsbekämpfung in dem von Sozialisten (Sozialdemokraten) regierten Rumänien.

Nach wie vor sehen einige politische Akteure im Gebiet der heutigen Ukraine eine Art Zwischeneuropa. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen des vorigen Jahrhunderts bedeutete das Konzept Zwischeneuropa für diese Region eine Pufferzone zwischen einem gestärkten Deutschland und Russland (damals UdSSR). Die Folgen dieses Konzeptes sind bekannt. Es heute wiederzubeleben, und die Ukraine mit einer Neutralität in eine Pufferzone zwischen einem zusammenwachsenden Europa und einem neu erstarkten Russland zu drängen, wäre wohl das Schlechteste was man der Ukraine und Europa im Gesamten antun könnte. Es ist eindeutig und klar im Interesse eines geeinten Europa, die damit verbundene Zone der Freiheit der Sicherheit und des Rechts auch der Ukraine anzubieten. Die EU- Beitrittsperspektive für die Ukraine ist eine logische Folge der europäischen Einigung. Ohne die Ukraine ist Europa nicht vollständig. Ohne die Ukraine ist diese europäische Zone der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts nur ein Rumpf.

Vor 30 Jahren, am 19. August 1989, wurde mit dem Paneuropäischen Picknick die Chance auf ein tatsächlich geeintes Europa eröffnet. Vor 15 Jahren, am 1. Mai 2004, wurde mit dem Beitritt der ehemaligen Ostblockländer Slowenien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Estland, Lettland und Litauen ein ganz wichtiger Schritt in diese Einigung gesetzt. Die EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine sowie die sechs Länder Südosteuropas, die noch nicht der EU angehören – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo (ein Staat der noch auf die Anerkennung unter anderem durch die Ukraine wartet), Mazedonien, Montenegro und Serbien – ist also nur die logische Folge einer echten europäischen Einigung.

Populär ist diese Erweiterungspolitik derzeit in vielen EU-Ländern nicht. Aber die Bekämpfung des Populismus gehört wohl zu den größten Herausforderungen, mit denen die Europäische Union derzeit zu kämpfen hat. Aber wer will diesen Kampf gegen den Populismus schon aufgeben?  

Bis zur Europawahl am 26. Mai werde ich in meiner Eigenschaft als Präsident der Paneuropabewegung Österreich einzelne Punkte aus dem Positionspapier der Paneuropabewegung kommentieren.  

Der Artikel erscheint auch auf der Seite der Paneuropabewegung Österreich.

Veröffentlicht am 3. Mai 2019.

https://www.karlvonhabsburg.at/news-detail/die-ukraine-gehoert-zu-europa/