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Aus dem Hause von Habsburg-Lothringen

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Die Habsburger werden wieder Österreicher.

10. 03. 2020

Mit Karl Habsburg, der in der Luftwaffe Österreich diente, beginnt die Wiedereingliederung.

Dennoch sind noch nicht alle Fragen der Besitztümer der Habsburger zum heutigen Staate Österreich geklärt. Es steht aber zu vermuten, das es hier in den kommenden Jahren eine vernünftige Einigung geben kann. Denn die roten Entscheidungen nach 1919, die ähnlich radikal wie im Zarenreich waren, lösen sich langsam. So ist auch anzunehmen, das die Abschaffungsgesetze der roten Brigaden von 1919 in absehbarer Zeit aufgehoben werden dürften.

Danach kann in Österreich endlich wieder ein normales Bewußtsein seiner großen Geschichte gefunden werden ,wie mit sich selbst in Aussöhnung eintreten. Gerade in der heutigen europäischen Entwicklung ist die alte Historie für die Zukunft zunehmend von Bedeutung und Brücke für die Zukunft der ehemaligen Mitglieder der KuK-Völkker, die heute zwar eigenständig sind, dennoch mit Stolz und Liebe auf die alten Zeiten zurückblicken und in irgendeiner Form an diese alten Zeitenm, anknüpfen würden.

Karl Habsburg, der von 1984 bis 1996 bei der österreichischen Luftwaffe als Militärpilot fungierte.

 

Habsburg muss zum Bundesheer: 2020 mit Glatze in der DTM?

 

Seit dieser Woche absolviert Ferdinand Habsburg die Wehrpflicht beim Bundesheer in Österreich: Wieso ihn das stolz macht und wie sich das auf sein DTM-Jahr auswirkt

(Motorsport-Total.com) - Während die Fans noch immer auf Neuigkeiten von Aston Martin warten, stellt sich Ferdinand Habsburg seit wenigen Tagen einer ganz anderen Herausforderung: Der 22-jährige Österreicher rückte am 7. Januar 2020 zu seinem sechsmonatigen Grundwehrdienst ein. Was für so manchen Sportler ein lästiges Übel ist, sorgt beim Kaiserurenkel für Begeisterung.

Ferdinand Habsburg: Der 22-Jährige muss seine Wehrpflicht absolvieren Zoom

"Ich finde, das ist eine tolle Sache, und ich freue mich ziemlich darüber", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Ich nehme das ziemlich ernst und bin stolz, meiner Heimat etwas zurückzugeben."

Die positive Einstellung zum Bundesheer habe er von seinem Vater. "Er war 16 Jahre beim Militär, und das hat mich sicher beeinflusst", verweist der Aston-Martin-Pilot auf Vater Karl Habsburg, der von 1984 bis 1996 bei der österreichischen Luftwaffe als Militärpilot fungierte.

 

DTM-Saison 2020: Habsburg fürchtet keine Einschnitte

Doch wie wird sich der Präsenzdienst auf Habsburgs DTM-Pläne mit Aston Martin auswirken? Im Januar wird Habsburg die einmonatige Grundausbildung in der Dabschkaserne in Korneuburg, rund 20 Kilometer von seinem Wohnort Wien entfernt, absolvieren. Danach wechselt er in die Heeressport- und Nahkampfschule, die es ihm erlaubt, seinen Rennsportverpflichtungen nachzukommen.

Habsburg glaubt, dass sich das gut verbinden lässt. "Als Rennfahrer braucht man Disziplin und ein gutes Fitnesslevel", sagt er. "Wenn sich das also auf den Motorsport auswirkt, dann nur positiv. Ich werde schon meinen Freiraum bekommen, um meinen Sport weiter zu betreiben."

Fans müssen sich keine Sorgen machen, stellt er klar: "Ich werde 2020 wieder in meinem Rennwagen sitzen und das wahrscheinlich fitter denn je, denn unser Heer bietet für uns Athleten exzellente Möglichkeiten." Der Präsenzdienst sei für ihn eine Möglichkeit, "etwas Gutes zu tun. Und ein bisschen Konsequenz ist auch nichts Schlechtes für einen 22-jährigen Buben. Vielleicht komme ich ja 2020 mit einer Glatze in die DTM", scherzt er.

 

Umzug von London nach Wien nicht wegen Wehrpflicht

Seit Anfang September 2019 lebt Habsburg übrigens nicht mehr in London, sondern in Wien. Hatte der Umzug mit seinem Präsenzdienst zu tun? "Das war ein Mitgrund, aber nicht der Hauptgrund", antwortet Habsburg.

"Ich habe in London gewohnt, weil ich ein paar Freunde dort hatte, die an die Uni gehen. Ich hatte dort mein soziales Leben - und auch aus Motorsport-Sicht war es nicht schlecht, dort zu leben", erklärt er.

"Ich bin dann aber 2018 draufgekommen, dass ich gerne Zeit für mich habe und in der Natur bin. Ich habe eine Leidenschaft für das Klettern und das Wandern im Gebirge entwickelt, gehe gerne Radfahren oder mache Ski-Touren. Und das kann ich viel besser in Österreich machen."

 

Habsburg pendelt zwischen Wien und Salzburg

Und da er nun auch noch seinen Präsenzdienst absolvieren muss, "trifft sich das gut, weil ich dann am Wochenende zuhause wohnen kann". Obwohl Habsburg in der österreichischen Bundeshauptstadt wohnt, werde er auch viel in Salzburg sein, stellt er klar: "Wir haben ein Familienhaus in Wien und eines in Salzburg. wenn es ums Fliegen geht, den Großteil meiner Freizeit möchte ich aber in Salzburg verbringen. Und ich habe ja einen wunderschönen Dienstwagen, der mich hin und her bewegt

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Prophetische Worte von Dr. Otto von Habsburg in der Bewertung von Herrn Putin und Europas:

15. 02. 2020

Interview mit Otto von Habsburg:
"Putin ist ein eiskalter Technokrat"

Otto von Habsburg, mit seiner Frau Regina im Jahre 2001, wäre seinem Vater als Kaiser auf dem Thron der Donaumonarchie gefolgt - wenn es diese nach dem Ersten Weltkrieg noch gegeben hätte.
(Foto: Reuters)
Der langjährige Europa-Politiker misstraut dem mächtigen Ex-KGB-Mann im Kreml - er fürchtet eine Restalinisierung Russlands. Im SZ-Gespräch plädiert der Sohn des letzten österreichischen Kaisers zudem für ein entbürokratisiertes Europa und einen EU-Senat.
Johannes Honsell und Oliver Das Gupta, Pöcking
Otto von Habsburg, Jahrgang 1912, ist langjähriger Europapolitiker der CSU. Sein Vater war von 1916 bis 1918 der letzte Kaiser von Österreich und König von Ungarn. Habsburg ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Familie in Pöcking nahe des Starnberger Sees nieder. Dort, in seiner "Villa Austria", fand das folgende Gespräch statt.
SZ: Herr von Habsburg, waren die Unterzeichnung der EU-Verfassung und die Osterweiterung die glücklichsten Momente in Ihrem Leben?
Otto von Habsburg: Ich würde sagen, die Unterzeichnung der Verfassung nein, die Osterweiterung ja. Weil für mich die europäische Union eine Sicherheitsgemeinschaft ist. Wenn man viele Kriege erlebt hat, weiß man: Wenn man Sicherheit hat, ist die ökonomische Situation gleich besser. Daher ist das Allerwichtigste die Sicherheit. Schauen sie sich doch die Karte an, wo Europa liegt. Da haben wir einige Nachbarn, die nicht so erfreulich sind.
An welche Nachbarn denken Sie da?
Russland, an erster Stelle. Russland hat sich immer ausgedehnt. Unter Jelzin war das im Grunde schon so. Es ist das größte imperialistische Land, das es gibt. Es geht bis zu den Kurilen auf der einen Seite und träumt auf der anderen noch immer davon, die baltischen Staaten zurückzubekommen.
Wladimir Putin ist also eine Gefahr für Europa?
Putin ist etwas ganz anderes als Jelzin war. Jelzin war immer betrunken, was ihn sympathisch gemacht hat. (lacht) Er war halt so ein typischer hundertprozentiger Russe. Auf mich machte er immer einen sehr guten Eindruck.
Für Sie ist Putin ist kein typischer Russe?
Putin ist ein eiskalter Bürokrat und Technokrat. Ich befasse mich schon sehr lang mit Putin, schon zu einer Zeit, als die Leute noch gar nicht wussten, dass er existiert. Aus einem reinen Zufall übrigens.

Schauen Sie, als damals der letzte Wahlkampf in der DDR (im Jahr 1990) stattfand, kam ich an einem Freitagabend in einem Dresdner Hotel an. Der Direktor sagte mir: Vergessen sie nicht, heute finden die antikommunistischen Demonstrationen statt. Man fürchtete, dass dort vielleicht geschossen würde. Ich bin natürlich hingegangen, hab dann bei dieser Demonstration Leute getroffen, die aus Gefängnissen herausgelassen wurden damals, in denen sie auch mit Russen zu tun hatten. Und einige haben gesagt: Da gibt es einen jungen Russen, der besonders arg ist. Sein Name sei Wladimir Putin. Und seither habe ich mich für ihn interessiert, weil sich niemand sonst für ihn interessiert hat.
Sie nehmen Putin also eine Wandlung nicht ab?
Das ist ein uralter KGB-Mann, der in der eigenen Schule die Schulkameraden denunziert hat. Schauen Sie, wie sehr Russland wieder restalinisiert worden ist, seitdem Putin an der Macht ist, schauen sie sich allein die innere Struktur der Regierung an, schauen sie sich die Emigration an, die Russland wieder hat. Schauen Sie sich den Prozess gegen Chodorkowskij an, der ein Skandal gewesen ist.
Nun hörte man seit dem Irak-Krieg, dass Europa als Sicherheitsgemeinschaft eher von einem Präventivkriege führenden Amerika Ungemach droht als von Russland.
Das ist eine Trottelhaftigkeit, verzeihen Sie. Die Amerikaner sind für uns keine Gefahr. Das wir uns gegen gewisse Wellen der amerikanischen Kultur wehren müssen, das ist völlig klar. Aber unsere Sicherheit ist von Seiten der Amerikaner nicht gefährdet.
Es ist wohl eher gemeint, sich gegenüber den USA als Gegenpol zu etablieren.
Schauen Sie, ich bin kein begeisterter Anhänger einer Hegemonie der Vereinigten Staaten. Dazu kenne ich Amerika zu gut. Ich bin ja mehrere Jahre meines Lebens dort gewesen. Aber daraus eine Gefahr für Europa zu konstruieren, ist abwegig. Man darf nicht vergessen, die Amerikaner haben uns immerhin in sehr kritischen Zeiten geholfen. Die Amerikaner sind ja unsere Kinder.
Sie setzen sich seit den Dreißigerjahren für die Einigung Europas ein, saßen 20 Jahre im europäischen Parlament. Die EU steckt derzeit in der Krise. Wie geht es nun weiter?
Wir werden weiterkommen. Rumänien und Bulgarien stehen vor dem Beitritt, Bulgarien wird glatt gehen, Rumänien ist schon etwas schwieriger, wird aber wohl auch beitreten können. Und natürlich Kroatien.
Und wie steht es um die institutionelle Reform?
Gott sei Dank ist die Verfassung weg. Ich bin gegen eine Verfassung, die 200 bedruckte Seiten hat. Aber ich habe in Frankreich Versammlungen für die Verfassung gemacht. Ich bin unglücklich über Teile dieser Verfassung, sie entspricht nicht meinem Ideal, aber ich habe gesagt: Stimmt bitte dafür, weil es psychologisch notwendig ist, ja zu sagen. Aber mein Rat ist: Am nächsten Tag, nachdem ihr gewählt habt, tretet ein für die Veränderung.
Über welche Teile der Verfassung sind sie unglücklich?
Eine Verfassung muss kurz und klar sein, diese ist weder das eine noch das andere. Dafür tragen die Regierungen die Verantwortung. Der ursprüngliche Text von Giscard d'Estaing war nicht zu lang. Doch dann kam diese Kommission der 106.
Sie meinen den EU-Konvent, der im Sommer 2003 Vorschläge für eine neue Verfassung vorgelegt hat?
Ja. Schauen Sie, viele Köche verderben den Brei. Haben Sie jemals ein Dokument gesehen, dass durch 106 Leute gut gemacht wird? Außerdem gehört das meiste, was drin steht, nicht in eine Verfassung. Wir haben heute in der EU zwei Verfassungsbestimmungen, die funktionieren. Die eine ist, dass in den römischen Verträgen von 1957 die soziale Marktwirtschaft einklagbar gemacht worden ist, wobei das Soziale allzu oft vergessen wird. Die andere ist das Subsidiaritätsprinzip, das im Maastrichter Vertrag festgeschrieben wurde. Das ist die Art, wie man eine Verfassung machen soll.
Und die Reform der EU-Institutionen? Die Verfassung will die Kommission verkleinern und dem Parlament mehr Befugnisse geben.
Die vorhandenen Institutionen sind nicht schlecht. Der EU-Rat ist schlecht. Da sind die Großmächte drinnen, die immer wieder ihre Politik durchziehen. Das müsste reformiert werden.
25 Kommissare sind nicht zu viel?
Im Rat sind noch viel mehr. Schauen Sie, wir brauchen eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, aber wir müssen auch gleichzeitig die innere Dezentralisierung wahren. Ich bin nicht dafür, dass man die Staaten und Regionen abschafft. Wir müssen eine neue Formel für Europa finden, die auf der einen Seite in den wesentlichen Dingen einigend ist, in allem anderen aber die Freiheit gibt.
Sitzen zu viele Abgeordnete im Europa-Parlament?
Die Zahl der Abgeordneten sollte drastisch reduziert werden. Maximal 200 Abgeordnete wären genug. Was wir jetzt haben ist genau die Zahl der Menschen, die im obersten Sowjet gesessen sind. Und die große Weisheit des obersten Sowjet ist ja: wenn so viele Leute in etwas sind, dann ist einer oben, der befiehlt, und dann machen es die anderen. Wir müssen die Zahl der Abgeordneten drastisch reduzieren und ein Zweikammersystem mit einem Senat einführen.
Und wer soll in diesem Senat vertreten sein?
Der Senat sollte durch die Funktionäre der Gemeinden konstituiert werden. Wir brauchen Wurzeln im Boden, die haben wir etwas verloren. Ich habe immer Angst, dass unsere Demokratie einmal etwas Entsetzliches erleben wird, weil man ihr nicht genug die Wurzeln im Boden lässt.



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Otto von Habsburg und der Fall des Kommunismus: Internationale Konferenz in Budapest
Ungarn Heute 2019.10.03.
Eine internationale Konferenz wird am 10. und 11. Oktober in Budapest stattfinden, die sich mit der Rolle von Otto von Habsburg bei der Wende 1989 befasst – teilte der Veranstalter am Mittwoch mit.
Die Veranstaltung wird von der im Jahre 2017 gegründeten „Otto von Habsburg Stiftung“ finanziert – sagte Gergely Prőhle, Direktor der Organisation. Otto von Habsburg habe immer an eine moderne europäische demokratische Welt gedacht, aber er habe auch „den dynastischen Aspekt, die dynastische Erfahrung“ vertreten, sagte Prőhle.
Otto von Habsburg war jahrzehntelang der einzige, der im Europäischen Parlament Ungarisch sprach. Dies ist ein Beweis dafür, dass er die Lehre aus der Geschichte der Monarchie gezogen hat: Er versuchte, seine eigene Politik zu gestalten, um die Interessen kleiner Nationen angemessen zu vertreten. Er kann als großer ungarischer Patriot angesehen werden
so Prőhle.
Der frühere Kronprinz, der einst als Kaiserliche und Königliche Hoheit, Kaiserlicher Prinz, Erzherzog von Österreich und Königlicher Prinz von Ungarn firmierte, war der älteste Sohn des letzten Kaisers, Karl I. Er war in der Nähe der Abtei einige Monate zur Schule gegangen und später Mitglied der benediktinischen Studentenverbindung Pannonhalma gewesen. (Via: sueddeutsche.de) Für die CSU war er von 1979 bis 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er besaß die Staatsbürgerschaften von Österreich, Deutschland und Ungarn sowie, nach der Unabhängigkeit des Staates Kroatien im Jahr 1991, nach Eigendarstellung auch die kroatische Staatsbürgerschaft. Ab Mitte der 1930er Jahre setzte sich Otto von Habsburg – zunächst unter christlich-monarchistischen Vorzeichen – innerhalb der Paneuropa-Union für die europäische Einigung ein. (Via: wikipedia.org)
An der Konferenz wird Zsolt Semjén, Ungarns Vizepremier und Gergely Gulyás, Kanzleramtsminister Reden halten. Zu den Rednern zählen noch Ingo Friedrich, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Walburga Habsburg-Douglas, Vizepräsidentin der Paneuropäischen Union, und Eva Demmerle, Historikerin, Schriftstellerin, und Otto von Habsburgs politische Beraterin.
 
 


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Betrachtungen des Hauses Habsburg zur Ukraine-Entwicklung
  1. 07. 2019
no comment …..

Habsburg Heritage: Karl von Habsburg on the historic legacy of Ukraine's European roots

Im Interview mit „Business Ukraine“ spricht Karl von Habsburg über die historischen Verbindungen zwischen der Ukraine und Österreich, über das durch die Sowjetzeit geprägte Bild über das Land, über Reformen die in der Ukraine gemacht werden, aber in Russland nicht, über die langen europäischen Verbindungen der Ukraine und diesen Unterschied zu den Wurzeln Russlands, über europäische Werte sowie die Revolution der Würde, deren Bedeutung für die Entwicklung Europas (noch) verdrängt wird. Das Interview wurde in englischer Sprache geführt, und kann hier nachgelesen werden

Karl von Habsburg ist der derzeitige Chef des Hauses Habsburg und der älteste Enkel des letzten habsburgischen Kaisers, Charles I. Business Ukraine. Er fragte ihn, wie sein habsburgisches Erbe die zeitgenössischen Bemühungen zum Aufbau der ukrainischen Nation beeinflusst und warum er die Ukraine für wichtig hält Die Würde der Revolution ist ein solches bedeutendes Ereignis in der modernen europäischen Geschichte.
Die internationalen Medien sehen oft die sowjetische und russische imperiale Vergangenheit des Landes. Inwieweit können wir Ihrer Meinung nach sowohl von einer postsowjetischen als auch von einer post-habsburgischen Gesellschaft sprechen?

KvH: Eine der russischen Legenden besagt, dass es keine ukrainische Nation gibt und Österreich die Ukraine in der Endphase des Ersten Weltkriegs geschaffen hat. Es ist eine Tatsache, dass (Habsburger Prinz) Erzherzog Wilhelm ein sehr pro-ukrainisches und unterstützendes Land war, wo immer er konnte, aber ich würde sagen, dass diese Behauptungen nur russische Propaganda sind. Die Ukraine hat eine lange europäische Tradition zur Unterstützung der Kiewer Rus, das russische Reich kann als Ergebnis des mongolischen Khanats angesehen werden. Der Erste Weltkrieg und Österreich unterstützten ihn am Ende von The Ukrainian State First. Das multinationale Reich des Habsburgerreiches und der Einfluss des Kultes des Westens. Der sowjetische Einfluss mag in einigen Strukturen noch vorhanden sein, aber das Land führt umfassende Reformen durch.
Welche Art von Empfang haben Sie als jetziger Chef des Hauses Habsburg in der Ukraine erhalten und was sind die häufigsten Fragen, denen Sie mit Ukrainern begegnet sind?

KvH: Der Empfang in der Ukraine war immer sehr freundlich. Erzherzog Wilhelm und andere habsburgische Familienangehörige sind mit der Ukraine verbunden, aber das Hauptgespräch, das ich habe, ist in der Ukraine über politische Reformen und die Frage der europäischen Integration.
Was wussten Sie von den früheren Domänen Ihrer Familie in der Ukraine, als Sie im Haus Habsburg aufgewachsen sind?

KvH: Geschichte war eines der Hauptthemen unserer Ausbildung. Für meinen Vater war es wichtig, uns Geschichte beizubringen, insbesondere die Geschichte unserer Familie in verschiedenen Teilen Europas. Er stand in Kontakt mit Wilhelm von Habsburg, deshalb kenne ich ihn und mein Vater erzählte uns Geschichten.
Welche Rolle kann das habsburgische Erbe für die europäische Integration des Landes spielen? Ich würde sagen, es ist ein kulturelles Erbe und eine kulturelle Verbindung zu Mitteleuropa.

KvH: Die Geschichte ist immer eine wichtige Grundlage. In der europäischen Integration der Ukraine sehe ich die Hauptelemente der Euromaidan-Bewegung und die Würde der Revolution.
Haben Sie auf Ihren Reisen in die Ukraine erkennbare soziale oder kulturelle Unterschiede zwischen den Regionen des ehemaligen Habsburgerreichs und dem Rest des Landes festgestellt?

KvH: Ja, natürlich kann man immer noch die alte Grenze sehen. Sie können diese Unterschiede auch in anderen Ländern wie Habsburg und teilweise in anderen Reichen, zum Beispiel auf dem Balkan, beobachten. Menschen mit Mentalitäten ändern nicht einen Zeitraum von weniger als 100 Jahren. Diese Unterschiede sind jedoch nicht so ausgeprägt, wie manche Menschen es erwarten oder erhoffen. Russland spaltete sich nicht, als Russland seine Aggression begann. Die Menschen im Osten des Landes haben kein Interesse daran, in die russische Herrschaft zurückzukehren. Sie wissen, dass sie einer europäischen Tradition angehören und keinem Khanat von Traditionen.
Wie würden Sie als jemand, der mit der Ukraine verwandt ist und Erfahrung mit der heutigen Ukraine hat, das Land Kollegen in Österreich und anderen Teilen der EU beschreiben?

KvH: Dies ist ein ganzes Buch, das eine Frage wert ist. Was ich zu erklären versuche, ist die europäische und russische Tradition unterschiedlicher Wurzeln, und ich möchte klarstellen, dass es einen Unterschied gibt und dass die Wurzeln der Ukraine definitiv europäisch sind. Die Goldene Horde von Moskau ist immer noch unter Kontrolle. Der zweite Punkt ist, dass die Reformen eines Landes, das das Land der Ukraine ausführt, ein Land sind, das seine eigene Kultur, Sprache und pro-europäische Orientierung hat. Der Kalte Krieg erfuhr nichts über die Ukraine, bevor die Menschen erzogen wurden. Wir haben etwas über Europa und den Sowjetblock gelernt. Dies sind sehr ernsthafte Diskussionen, wie Sie sich vorstellen können.
Viele Menschen betrachteten die europäischen Werte der ukrainischen Revolution 2013/14 als einen Versuch. Ist es in einem sich zunehmend wandelnden Europa immer noch relevant, von gemeinsamen europäischen Werten zu sprechen?

KvH: Ja, wir müssen über europäische Werte wie persönliche Würde, persönliche Freiheit und persönliche Verantwortung sprechen. Wir müssen über Eigentumsrechte sprechen, über die Familie, die Verpflichtung, für unsere Freunde und Nachbarn zu sorgen, über die Rechtsstaatlichkeit, die die erste Pflicht des Staates ist. Wir müssen über das Subsidiaritätsprinzip sprechen. Die sowjetische Ära des paternalistischen Staatsstils darf sich nicht verhalten. Die Menschen haben ihre Freiheit und Verantwortung, so wie eine Familie ihre Freiheit und Verantwortung hat. Europa basiert auf diesen Werten. Wenn wir sie vergessen, hat Europa keine Zukunft.

 
 
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Anachronismus aus dem Jahre 1919
17.05. 2019


Dieser Anachronismus beschädigt den Ruf Österreichs über alle Maßen. Denn Karl von Habsburg hat es vorsichtig ausgedrückt und als eventuelle Angst der Zeit beschreiben, warum man diese Gesetze ausgerufen hat. Nein, wir erlauben es uns in aller Deutlichkeit zu sagen, es waren reine Rache und Mißgunstgelüste der „Roten“, die für die mehrfachen Bürgerkriege in Österreich die Verantwortung tragen wie sie bis heute als Sozis in welcher Form auch immer, aus ideologisch-niederen Beweggründen heraus, diesen Unsinn aufrecht erhalten.
Es wird allerhöchste Zeit, eben auch weil es für Europa von herausragender Bedeutung wäre, hier die Geschichte endlich zu bereinigen, um Europa auch aufgrund der historischen Erfahrung mit dem einst ersten europäischen funktionierenden Staatengebilde entsprechend zu würdigen und dem heutigen Europa als Beispiel zu dienen.

 
Das Adelsaufhebungsgesetz und die Habsburgergesetze sind ein Beispiel dafür, dass man so manche Gesetze mit einem Ablaufdatum versehen sollte.
Dieser Tage wird ein Jahrestag begangen, der durchaus als Beleg dafür gewertet werden kann, dass Gesetze mit einem Ablaufdatum versehen werden sollten. Wenn diese Gesetze noch einen Sinn haben, dann wird man sie erneut in Kraft setzen, wenn sie aber ihren ursprünglichen Sinn längst verloren haben, und nur mehr zu bürokratischen Blüten führen, oder Argumente der ideologischen Engstirnigkeit beflügeln, laufen sie ganz einfach aus. Konkret meine ich damit die Habsburgergesetze und das Adelsaufhebungsgesetz vom 3. April 1919.  
Es mag ja sein, dass die junge Republik damals Existenzängste hatte, und deshalb all jene Mitglieder meiner Familie, die nicht auf Zugehörigkeit zu dieser Familie verzichtet haben, weit weg sehen wollte. Diese möglichen Ängste von damals haben sich aber längst als unbegründet erwiesen, die Habsburgergesetze sind ein Anachronismus, den man am besten auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt.  
Ähnlich verhält es sich mit den Adelstiteln. Jeder denkt dabei in erster Linie an die großen Fürstenhäuser, über die man auch noch im Geschichteunterricht hört. Der überwiegende Teil des Adels war aber Militär- und Beamtenadel. Der Kaiser hat damit verdienstvolle Persönlichkeiten geehrt – geadelt –, den Familien eine dauerhafte Erinnerung für die besondere Leistung eines Vorfahren gegeben. Die Republik hat diesen Menschen etwas genommen, ohne ihnen dafür auch nur die geringste Entschädigung zu bieten. Ja, manche Behörden verfolgen auch heute noch mögliche Spuren von Adel in Familiennamen, so als würde dahinter ein besonderes Verbrechen stecken.  
Als Beleg für die Zukunftsfähigkeit des Landes kann das nicht gewertet werden.
 
Veröffentlicht am 3. April 2019.
 
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Karl von Habsburg – Großmeister St. Georgsorden und PAN-Europabewegung

 

17. 05. 2019

  

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Wir laden hiermit Karl v. Habsburg-Lothringen und Großmeister des St. Georgs-Orden ein, diese Seite sich anzuschauen.

Wir erlauben uns auch weiterhin, Beiträge aus seiner Feder zu puplizieren, aber auch zu kritisieren, wie der Beitrag in Sachen der Urkaine, den wir so nicht teilen können.

Es hat keine Annexion der Krim stattgefunden. Das ist historisch wie tagespolitisch falsch. Das die Ukraine sehr stark von der KuK geprägt wurde wie zivilisiert, ist dabei unbestritten. Dennoch sind die Ukrainer als Gruppe ein sehr junges Staatsgebilde, wobei die Zugehörikgeitsgrenzen fließend sind. Die heutige Ausdehnung der Ukraine ist in keinem Falle den wirklichen Gegebenheiten der Ukrainer entsprechend, siehe die ungeklärte Ungarnfrage aus der KuK, der auch die Habsburger bis heute in die historische Pflicht stellt.

hrzl

RKK
 

Die Ukraine gehört zu Europa

Eine europäische Perspektive für die Ukraine ist im Interesse Europas und im Interesse der Europäischen Union.

Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten: Volodymyr Zelensky. Die Enttäuschung über seinen Vorgänger Petro Poroshenko war wohl so groß, dass die Ukrainer mit einer überwältigenden Mehrheit entschieden haben, einem neuen Mann eine Chance zu geben. Seine größte außenpolitische Herausforderung wird wohl sein, die territoriale Integrität der Ukraine wiederherzustellen. Eine Aufgabe an der sein Vorgänger gescheitert ist. Allerdings hängt dieses Politikum ganz entscheidend von der Politik Moskaus aber auch anderer Mächte ab.

Der russische Präsident hat sehr rasch nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses reagiert, indem er den Bürgern in den von Russland besetzten Gebieten der Ostukraine die russische Staatsbürgerschaft angeboten hat. Kurz darauf hat er das Angebot noch erweitert, und allen Ukrainern die russische Staatsbürgerschaft angeboten.

Volodymyr Zelensky hat in seiner Reaktion darauf seinerseits das Angebot an die russischen Staatsbürger gemacht, doch die ukrainische Staatsbürgerschaft zu bekommen. Das könnte man nun als sportlichen Wettkampf der Systeme interpretieren, der durchaus interessante Aspekte mit sich bringt: Staaten nicht mehr als territoriale Einheiten, sondern Bürger entscheiden, unabhängig davon wo sie leben, welchem Staat und damit welchem politischen System sie angehören wollen. Die Ukraine hätte hier wohl das bessere System zu bieten.

Der Haken in dem konkreten Fall ist eher der, dass es bis jetzt nicht die geringsten Anzeichen dafür gibt, dass Moskau an einem sportlich fairen Wettkampf der Systeme interessiert sein könnte. Die grünen Männchen auf der Krim waren zwar sicher sportlich durchtrainiert, aber nicht, weil sie sportlich fair eine Auseinandersetzung führen wollten, sondern weil ihr Ziel war, mit Gewalt Fakten zu schaffen. Und nur unter diesem Aspekt darf man Putins Angebot betrachten. Die Instrumentalisierung russischer Bevölkerung in anderen Ländern durch Moskau spricht da eine ganz klare Sprache.

Anfang Februar verabschiedete das Präsidium der Paneuropabewegung Österreich ein Positionspapier  zur Europawahl 2019. Ein Punkt in diesem Papier beinhaltet die unmissverständliche Forderung nach einer klaren europäischen Perspektive für die Ukraine (dazu gehört auch eine eindeutige Haltung gegenüber allen Kräften, die die Selbständigkeit der Ukraine durch militärische Aggression bedrohen), also die logische Folge aus dem Schlagwort „Paneuropa ist ganz Europa“, nämlich die Öffnung einer EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine.

Schon mit ihrer Revolution der Würde in den Jahren 2013/2014, die mehr als 100 Menschen das Leben gekostet hat, haben die Ukrainer ihre europäische Positionierung unterstrichten. Die Folge dieses Bekenntnisses war ein Aggressionskrieg Moskaus gegen Kyiv, in dessen Folge erst die Krim besetzt und dann annektiert, und danach ein Teil der Ostukraine – in einem blutigen Krieg mit deutlich mehr als 10.000 Toten – ebenfalls besetzt wurde.

Europa, die Europäische Union, hat mit der Beitrittsperspektive für die Länder des ehemaligen Ostblocks nach dem Ende des Eisernen Vorhangs eine Option in Richtung Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit eröffnet. Vor 15 Jahren, am 1. Jänner 2004, konnte auch eine Reihe dieser Länder der EU beitreten. Die Ukraine war damals weit von dieser Beitrittsperspektive entfernt. Allen Ländern, die der EU beigetreten sind, hat dieser Beitritt gutgetan, auch wenn es heute in einzelnen Ländern noch immer bestimmte Probleme mit der Rechtsstaatlichkeit gibt. Man denke nur an die laxe Korruptionsbekämpfung in dem von Sozialisten (Sozialdemokraten) regierten Rumänien.

Nach wie vor sehen einige politische Akteure im Gebiet der heutigen Ukraine eine Art Zwischeneuropa. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen des vorigen Jahrhunderts bedeutete das Konzept Zwischeneuropa für diese Region eine Pufferzone zwischen einem gestärkten Deutschland und Russland (damals UdSSR). Die Folgen dieses Konzeptes sind bekannt. Es heute wiederzubeleben, und die Ukraine mit einer Neutralität in eine Pufferzone zwischen einem zusammenwachsenden Europa und einem neu erstarkten Russland zu drängen, wäre wohl das Schlechteste was man der Ukraine und Europa im Gesamten antun könnte. Es ist eindeutig und klar im Interesse eines geeinten Europa, die damit verbundene Zone der Freiheit der Sicherheit und des Rechts auch der Ukraine anzubieten. Die EU- Beitrittsperspektive für die Ukraine ist eine logische Folge der europäischen Einigung. Ohne die Ukraine ist Europa nicht vollständig. Ohne die Ukraine ist diese europäische Zone der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts nur ein Rumpf.

Vor 30 Jahren, am 19. August 1989, wurde mit dem Paneuropäischen Picknick die Chance auf ein tatsächlich geeintes Europa eröffnet. Vor 15 Jahren, am 1. Mai 2004, wurde mit dem Beitritt der ehemaligen Ostblockländer Slowenien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen, Estland, Lettland und Litauen ein ganz wichtiger Schritt in diese Einigung gesetzt. Die EU-Beitrittsperspektive für die Ukraine sowie die sechs Länder Südosteuropas, die noch nicht der EU angehören – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo (ein Staat der noch auf die Anerkennung unter anderem durch die Ukraine wartet), Mazedonien, Montenegro und Serbien – ist also nur die logische Folge einer echten europäischen Einigung.

Populär ist diese Erweiterungspolitik derzeit in vielen EU-Ländern nicht. Aber die Bekämpfung des Populismus gehört wohl zu den größten Herausforderungen, mit denen die Europäische Union derzeit zu kämpfen hat. Aber wer will diesen Kampf gegen den Populismus schon aufgeben?  

Bis zur Europawahl am 26. Mai werde ich in meiner Eigenschaft als Präsident der Paneuropabewegung Österreich einzelne Punkte aus dem Positionspapier der Paneuropabewegung kommentieren.  

Der Artikel erscheint auch auf der Seite der Paneuropabewegung Österreich.

Veröffentlicht am 3. Mai 2019.

https://www.karlvonhabsburg.at/news-detail/die-ukraine-gehoert-zu-europa/