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Jesus Christus der Rebell......
  1. 08. 2021
von R. Kaltenboeck-Karow, Autor
 
Die Geschichte von Jesus Christus ist nur unter der Zeit der Zeit wirklich zu verstehen. Und nach der 12-jährigen erfolgten Wissensausbildung der Pharaonenschule kehrte er nach Israel zurück, um das sich verwässernde Glaubenstum der Juden, vor den Einflüssen Roms und seiner Glaubensausrichtungen, zu bewahren.
 
Er kannte die Erfolgsgeschichte Moses, kannte deren Intentionen wie deren Ausgangslehren. Und er kannte die große Weisheit der ägyptischen Gottesüberlieferungen wie deren Grundlagen für den Erhalt von Zivilisation. Er kannte also die Grundlagen einer gedeihlichen Entwicklung für die Zukunft der Menschheiten, die er in der Reformation für die Juden als Glaubensschutz vor den Römern erhalten wollte. Insoweit war er nicht einmal so sehr ein Aufrührer oder Rebell für die Römer, sondern eher für die Juden und ihrer Pharisäer selbst, die sich in ihrer Machstellung angegriffen sahen.
 
Die Bedeutung der Reformationslehre von Jesus läßt sich in kurzer Form darstellen, da sie prägnant und ewige Bedeutung haben, was er erkannt hatte und an Wissen alten Wissens nun aus Äypten mitbrachte:
 
Zivilisation als unvergänglichen Wert für die Entwicklung der Menschheit liegt einzig in dem Begriff wie der gelebten Tugend der „Liebe“ „Liebe“ ist Alles, was zusammenhält und der einzige Wert wie Aufgabe des Menschen, sein Leben zu gestalten. Denn in der Liebe liegt der Schlüssel zur Entwicklung und Frieden für die Menschheit. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist so ein Schlüsselbegriff wie aber auch „Liebe Deine Feinde“. Dieser Satz besagt nichts Anderes, als das nur die „Liebe“ auch zu dem unbekannt Fremden, als vielleicht Feind daherkommend, das Feind sein überwindet. Und das wiederum ist der Schlüssel für eine friedliche Entwicklung der Menschheit, ohne die die Menschheit nicht wird überleben können.
 
Dieses Uraltwissen basiert auf dem Wissen der ägyptischen und anderer Wissenbringer in der Welt, wo ähnliche Grundansichten zu finden sind, da diese mit Sicherheit aus eigenen Erfahrungen der Wissensbringer selbst heraus sich entwickelt haben und als Schlüssel der Menschheit mit auf den Weg gegeben sind. Ein Grund, warum immer noch heute, wenn es auch nie wirklich perfekt umgesetzt wurde, die Christenheit so bekämpft wird. Denn auch in den Ländern der Christenheit selbst, ist dieser absolute Anspruch der „Liebe“ als Schlüssel der Machtausübung, eher rebellisch zu werten.
 
Wortbedeutung/Definition für Christo (Christus) aus dem Lateinischen:
1) der Hoheitstitel, der „Gesalbte“, der im Alten und im Neuen Testament Priestern und Fürsten zugesprochen wird
Der Ursprung dieser Wortbedetung kommt jedoch aus dem altäyptischen und ist Titel für den erfolgreichen Abschluß der 12-jährigen Religionsausbildung der Altägypter, aus denen auch die Pharaonen hervorgingen, aber auch Nichtägyptern waren diese Ausbildungen zugänglich. So wurde dem Juden Jesus, der diese Ausbildung höchst erfolgreich durchlief, der Titel ins Latainische dann übernommen (die Zeit war römisch), als Christo resp. Christus, verliehen. Der Sinnbegriff aus dem Ägyptischen als Titel des erfolgreichen Abschlusses „der Geweihte, resp. der Wissende“
 

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Der Versuch eine Brücke zu schlagen.....
 
05. 08. 2021
 
Wie alles im Leben, so hat jede Medaille zwei Seiten. Und diese zwei Steiten sind hier in besonders deutlicher, aber auch harmonischer Art beschrieben. Natürlich ist es für Kinder dieser Art spätestens mit der Jugend, wo man anfängt anders zu fühlen wie mehr zu erkennen, schwer, in einer weißen Umgebung zu leben, die unter Umständen durch die Schule z.B. nicht ausreichend berücksichtigt wird. wie aber auch eben bei Kindern, die durch die Eltern, die wiederum durch die Geschehnisse in der Gesellschaft selbst geprägt werden, hier es zu Unangenehmlichkeiten kommen kann. Insbesondere bei Kindern, die ohnehin gedankenlos bei derartigen Situation besonders grausam sein können. Ob es nun Dunkelhäutige sind, Andersartige oder Behinderte, spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Kinder und auch Jugendlich bis hin leider bis zu Erwachsenen, reagieren immer leicht auf Situationen, die nicht dem allgemeinen Bild entsprechen.
 
Aber Hand aufs Herz, wo ist es nicht so? Außer vielleicht in den asiatischen Ländern, die von Haus aus ein ganzes anderes Denken haben. Im schwarzen Teil heute, in Afrika ist es für Weiße inzwisschen in einigen Ländern lebensgefährlich geworden, da hier unsortierte wie ungebildete Banden, förmlich Jagd auf Weiße machen wie lieber ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören, als die Hilfe und das Wissen der Weißen sich nutzbar zu machen.
 
Und nun muß man auch sehen, diese Berichte gehen um die ganze Welt und sind nicht mehr regional gebunden, wie sie auch speziell durch die falsche Einwanderungspolitiken der BRD-Regierung und der EU-Funktionäre, geradezu diese neue Welle von Ablehnungen, befördern. Selbst sind wir mit Türken und auch „Schwatten“ aufgewachsen, wie ein Mädel aus einer Mischehe unser Patenkind wurde. Der Mann ist dann nach Nigeria zurück, ließ Kinder und Mutter im Stich, und als wir dann nicht mehr die „reichen Paten“ waren, war die Freundschaft aufgrund nicht nutzbringender Verbindung, erledigt. Was soll man da sagen.
 
Ich selbst kenne keinen Rassismus, auch wenn heute der Begriff völlig falsch angewendet wird, wie man in diesem Artikel erkennen kann, wann da ein AfD-Plakat ins Spiel gebracht wird, was mit dem Thema selbst überhaupt nichts zu tun haben kann. Das sind böswillige Unterstellungen, und billig. Da stand sicherlich nicht auf dem Schild: „wir wollen keine Farbigen oder Muslime hier haben“ Also, lassen wir das soweit einmal im Raume stehen.
 
Was aber vielleicht interessanter ist, die Deutschen sind lange schon nicht mehr rassistisch. Das ist seit 1945 ihnen ausreichend ausgetrieben worden. Aber, das muß´man aber auch zubilligen, sie nehmen nicht alles so hin, wie Ihnen von Oben vorgekaut wird. Und wenn dann Entwicklungen zu erkennen sind, die darauf abzielen, das eigene Volk und seine Kultur zu Gunsten von vermeintlichen Flüchtlingen aus dem arabischen Raum wie aus Afrika, die nur hierher kommen, um sich an den Sozialmöglichkeiten zu bedienen, um das Geld nach Hause zu schicken, gewissermaßen als Geschäftsmodell wie hier die Gesellschaft aufmischen, kriminelle Strukturen entwickeln wie auch Mädel vergewaltigen und älter Menschen etc. zusammenschlagen und abmessern, aus rein rassistischen Gründen, fällt das leider auf Alle zurück.
 
Ich weiß aber auch, die Mehrheit der Deutschen sind sensibel genug, zu erkennen, ist Jemand von Auswärts europäisch angepaß,t wie sein lebensäußeres dem entspricht, wie auch seine Lebensweise selbst, so wird es kaum Differnezen geben. Ich habe ausreichend Bekannte gehabt, die aus allen Herren Ländern kamen und nie persönliche Probleme erlebt, auch wenn ich heute ein absoluter Gegner der Fremdflutungen bin, da es gilt Europa zu erhalten, da die Gefahr besteht, wenn Europa geflutet und zerstört wird, kann Europa Niemanden mehr helfen. Und es führt dann wirklich zu Rassenkriegen, in Europa und Deutschland.

Wer will das wirklich?
Foto: Harald Krieg
Als Schwarzes Kind auf dem Dorf:Die Wut kam später
Sprüche im Bus, AfD-Plakate vor der Haustür: Als Schwarze Person auf dem Dorf aufzuwachsen ist nicht einfach. Aber es gibt auch gute Seiten.
Ein Artikel von
1.8.2021, 12:08  Uhr
Das typische deutsche Dorfkind läuft barfuß durch Wald und Wiese. Das typische deutsche Dorfkind trägt kurze Hosen und friert als letztes – auch im Winter. Es klettert liebend gern auf Bäume, sammelt Steine und andere Dinge, kennt sich super mit Tieren aus und trinkt in Jugendjahren auf Partys alle anderen unter den Tisch. Und das typische deutsche Dorfkind ist natürlich weiß.
Auf mich trifft eigentlich nur eines dieser Klischees zu: Ich würde behaupten, dass ich mich gut mit Tieren und Pflanzen auskenne. Ansonsten bin ich kein typisches deutsches Dorfkind. Und ich bin Schwarz.
Vielleicht überrascht es Sie, dass ich Schwarz großschreibe. Das tue ich deshalb, weil Schwarz in diesem Zusammenhang ein politischer Begriff ist, der nicht auf den Hautton abhebt, sondern auf die Diskriminierungserfahrungen, die Schwarze Menschen erleben und erlebt haben.
Laut deutschland.de leben 15 Prozent der Menschen hierzulande in Orten unter 5.000 Einwohner*innen. Erhebungen dazu, wie viele Schwarze Personen darunter sind, gibt es nicht. Das Statistische Bundesamt zählte 2018 über 21 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. 12,7 Prozent von ihnen wohnten laut Bundeszentrale für politische Bildung in ländlichen Regionen.
Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter.
Zu „Menschen mit Migrationshintergrund“ zählen auch die, die einen deutschen Pass und eine Migrationsgeschichte haben. Wie meine Familie und ich.
„Ach krass, du kommst vom Dorf? Wie war es da so?“, werde ich oft von Leuten aus der Stadt gefragt, mit denen ich die Diskriminierungserfahrung teile, nicht weiß zu sein. Und ein kurzes Zögern meinerseits wird auch schon als negative Reaktion gewertet. Trotzdem habe ich auf diese Frage bis heute keine Antwort.
Denn insbesondere die letzten beiden Sommer in der Coronapandemie haben mir vor Augen geführt, wie schön und wertvoll meine Kindheit auf dem Dorf war – weil ich gerne dorthin zurückkehre. Dabei spreche ich natürlich nicht für jede nichtweiße Person, die in einem Dorf aufwächst. Ich hatte das Glück, in einem kleinen Ort groß zu werden, in dem die Menschen zum größten Teil nett und freundlich zu mir waren. Doch gibt es eben auch die anderen Erfahrungen; je nachdem, in welchem Umfeld und in welcher Region man groß geworden ist.
Bisher gibt es noch keine Studien, die die Erfahrungen und Gefahren erfassen, denen Schwarze Menschen und Menschen of Color ausgesetzt sind, die auf dem Dorf aufwachsen. Doch dass sich diese Erfahrungen von denen der weißen Mehrheitsgesellschaft unterscheiden, das weiß ich – aus meiner eigenen Kindheit, aus Gesprächen mit meinen Geschwistern und aus Gesprächen mit Miri, Kofi, Virginnia, Josephine und Stephanie, die in verschiedenen ländlichen Regionen Deutschlands groß geworden sind und die ich bei der Recherche zu diesem Artikel befragt habe. Zu ihrem persönlichen Schutz nenne ich nur ihre Vornamen und benenne auch nicht die Dörfer, in denen sie ihre Kindheit verbracht haben.
Hier will ich unsere Geschichten erzählen, die sich weit entfernt von belebten Stadtzentren zugetragen haben. Wie ist es also, als Schwarzes Kind in einem kleinen Dorf in Deutschland groß zu werden?
Meine Familie zog in den späten 1990er Jahren aufs Land. Meine Familie, das sind mein Schwarzer Vater, meine weiße Mutter, meine ältere Schwester und meine beiden älteren Brüder. Mein Vater war damals Schichtleiter in einer Getränkefirma, die ihren Standort gewechselt hatte. Nach zwei Jahren, in denen mein Vater pendelte, entschieden sich meine Eltern, der Firma hinterherzuziehen.
Also ging es aus der Millionenstadt Berlin in ein niedersächsisches Dorf mit 600 Ein­woh­ne­r*in­nen zwischen Wolfsburg und Hannover. Aber auch aus einer Vierzimmerwohnung in ein Haus mit großem Hof und Garten. Ein Jahr lebte meine Familie schon dort, dann wurden meine Zwillingsschwester und ich geboren.
Im Vordergrund eine junge Schwarze Frau; im Hintergrund eine weiße Frau und ein Schwarzer Mann
Neneh und ihre Eltern im Garten der Eltern Foto: Harald Krieg
Wir wuchsen in einem Dorf auf, durch das man in weniger als zehn Minuten gehen kann. Drumherum alles grün, viele Felder, auf denen Raps, Mais, Weizen oder Gerste wachsen, ein paar Wiesen, auf denen Pferde grasen oder Gänse watscheln, dazu viel Wald. Auch das Dorf selbst ist nicht gerade hässlich, wenn man sich auf die Fachwerkhäuser konzentriert und die grau verputzten Fassaden außer Acht lässt. Und das Beste ist, dass mittendurch ein kleiner Bach fließt, in dem wir den ganzen Sommer über in unseren Gummistiefeln planschen und kleine Fische fangen konnten.
Der Bus fuhr nur stündlich
Nicht so schön fanden wir hingegen, dass der Bus nur stündlich fuhr – obwohl wir uns eigentlich nicht beklagen konnten, immerhin fuhr er damit deutlich häufiger als in den Nachbardörfern. Dafür findet sich bei uns weit und breit kein Supermarkt, sodass meine Zwillingsschwester, meine beste Freundin und ich die Tankstelle ansteuern mussten, wenn wir Hubba-Bubba-Kaugummis und Lakritzlollis wollten. Zum Glück gab es damals schon den Tennisplatz, wo ich die Massen an Zucker in Energie umsetzen konnte, außerdem Fußballturniere, ein kleines Festival, Freibadpartys, Dorf- und Schützenfeste – irgendwas war immer los.
Auf dem Dorf hatten wir mehrere Banden: In der Grundschule waren wir „Die Wilden Kerle“. Wir hatten sogar Ausweise, auf denen die Namen der Charaktere standen. Ich war Fabi, „der schnellste Rechtsaußen der Welt“. Zwei Jahre später habe ich mich mit meiner Zwillingsschwester und unserer besten Freundin zu den „Wilden Hühnern“ ­zusammengeschlossen. Mit Bandenbuch! Während die anderen Dorf­kinder in größeren Gruppen zusammen im Garten spielten oder ins Freibad fuhren, blieben wir zu dritt und zogen auf unseren Fahrrädern durch den Ort.
Da hatte meine Entfremdung von dem Dorf schon begonnen. Sie passierte schleichend und lässt sich am besten am Musikgeschmack festmachen: Ich weiß noch, wie irritierend ich es fand, wenn auf den Dorffesten Mickie Krauses „Geh mal Bier hol’n“ gespielt wurde. Während die meisten anderen Kinder solche Ballermann-Hits leidenschaftlich mitsingen konnten, ging ich lieber vor die Tür und schnappte frische Luft.
Bei uns zu Hause wurde andere Musik gehört. In Videos aus unserer Kindheit sieht man meine Schwester und mich mit drei oder vier Jahren zu R&B-Songs von Whitney Houston, Usher und D’Angelo tanzen. Diese Künst­le­r*in­nen prägten mich, und so kommt es auch nicht von ungefähr, dass mein erstes Konzert nicht von Helene Fischer war, sondern von Alicia Keys. Durch ihre Musik lernte ich auch Klavier spielen, „If I Ain’t Got You“ war der erste Song, den ich singen und wozu ich mich selbst begleiten konnte.
Mit zehn Jahren fing ich außerdem an, Geige zu spielen. Erst unfreiwillig, dann mit immer mehr Begeisterung. Weil meine Mutter im Dorfkindergarten arbeitete, war sie gut vernetzt, sie hatte Kontakt zum Bürgermeister, und so kam es, dass meine Zwillingsschwester und ich öfters als Streichduo für Se­nio­r*in­nen­fei­ern engagiert wurden. Zwei Schwarze Kinder, die für eine Gruppe alter weißer Menschen Musik machen: Das mag aus heutiger Sicht wie eine exotisierende Zurschaustellung wirken – doch das war es bei uns nicht. Als viel unangenehmer sind mir die Auftritte beim Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ in Erinnerung geblieben. Der machte seinem Ruf, eine klassische weiße und elitäre Musikszene zu repräsentieren, alle Ehre. Wir waren die einzigen Schwarzen Kinder dort und konnten die Blicke der anderen Teil­neh­me­r*in­nen auf unseren Körpern förmlich spüren.
Bis auf die Sache mit der Musik war das Dorfleben für mich und meine Geschwister als akzentfrei sprechende light-skinned Personen, also Schwarze mit hellerem Hautton, aber eigentlich ziemlich gut. Andere hatten da weniger Glück, wie ich aus dem Gespräch mit Miri erfahre.
Miri wuchs, ebenfalls in den späten 1990er Jahren, in einem Dorf mit 800 Ein­woh­ne­r*in­nen in Thüringen auf. Sie hat eine Schwarze Mutter, einen weißen Vater und einen jüngeren Bruder.
Zwei Schwarze Kleinkinder spielen mit zwei weißen Gansen
Neneh und ihre Zwillingsschwester kaum zweijährig Foto: Privat
Im Dorf zog sich die rechte politische Gesinnung deutlich durch die Gesellschaft und äußerte sich auch ihr gegenüber, erzählt sie mir am Telefon. Zum Beispiel, als ihr kleiner Bruder aus dem Schulbus stieg und vor der Schule von Nazikindern in den Schwitzkasten genommen wurde, weil seine Schwester – im Gegensatz zu ihm – „nicht deutsch“ aussieht. Es zeigte sich auch in der Schule: Ein Mitschüler und Kind von NPD-Wähler*innen beleidigte sie über Jahre hinweg im Unterricht. „Ich bin immer ruhig geblieben, aber als er das N-Wort zu mir sagte, da musste der Frust raus und ich habe zurückgeschrien“, sagt Miri. Die Leh­re­r*in­nen machten nichts, und am Ende bekam sie Ärger und musste zur Schulleitung. Für ihren Mitschüler gab es keine Konsequenzen.
Sie kann es nicht ignorieren
Miris Mutter, die in den 1970er Jahren ebenfalls auf dem Dorf aufwuchs, sagte ihr stets: „Du musst es ignorieren, irgendwann hört es auf.“ Für die Mutter hat das vielleicht funktioniert, für deren Schwester, Miris Tante, allerdings nicht. Sie kam nicht mit den rassistischen Äußerungen zurecht und verließ das Dorf, in dem sie groß wurde, sobald es ging. Sie konnte die rassistischen Erfahrungen nicht ignorieren.
Denn es hörte nicht einfach auf. Damals nicht und auch nicht später, wie Miri erzählt. Wie sollte sie auch darüber hinwegsehen, dass ihre weißen Kolleginnen und Kollegen vor ihrer geplanten Reise nach Australien zu ihr sagten: „Wenn das so weitergeht mit den ganzen Flüchtlingen, dann kannst du gleich in Australien bleiben.“ Das war 2015, als vermehrt Menschen nach Deutschland geflüchtet sind und sich der Hass auf die, die nicht der typischen Vorstellung vom „Deutschsein“ entsprachen, auch in Miris Umfeld verstärkte.
Auch Kofi fühlte sich während seiner Kindheit und Jugend unwohl, wie er mir erzählt. Er wuchs in einem Dorf in Brandenburg auf, das in den 2000er Jahren Schwerpunkt der rechten Szene war. Auch wenn er damit glücklicherweise selten direkt konfrontiert wurde, beeinflusste allein das Wissen darum sein Lebensgefühl.
Josi hingegen empfindet das Dorf, in dem sie aufwuchs, als einen Ort, an den sie auch heute gerne zurückkommt. Ganz im Gegensatz zu ihrer Schule, die sie als einen Ort des Unwohlseins beschreibt, der von rassistischen Sichtweisen geprägt war.
Eines Tages entdeckten wir, wie jemand provokativ ein AfD-Wahlplakat an der Laterne direkt vor unserem Grundstück befestigt hatte
In Josis Schilderungen finde ich mich wieder. Denn sobald ich mich aus der Geborgenheit meines Dorfes hinausbewegte, wurde ich mit rassistischen Übergriffen konfrontiert. Das fing schon mit der Busfahrt zur Schule an, wo immer mindestens zwei Schü­le­r*in­nen meine Zwillingsschwester und mich beleidigten. Entweder bewarfen sie uns mit Murmeln oder flüsterten das N-Wort und andere rassistische Beleidigungen. Ich trainierte mir anfangs an, alles zu ignorieren, so zu tun, als hörte ich es nicht. Aber in mir brodelte es. Und das Brodeln wurde immer lauter. Kochte hoch, flachte ab und nahm wieder zu.
Witze über meinen Namen führten so weit, dass meine Schwester vorschlug, einen anderen Bus zu nehmen, um diese Kinder zu meiden. Irgendwann konnte ich die Wut nicht mehr unterdrücken und wollte sie rauslassen. Ich wollte mich wehren und warf die Murmeln zurück. Es fühlte sich gut an, nicht alles herunterzuschlucken, es war erleichternd: wie eine Last, die abfiel. Danach warfen sie nicht mehr mit Murmeln und ließen uns in Ruhe.
Doch selbst in meinem Dorf änderte sich die Stimmung. Eines Tages entdeckten wir, wie jemand ein AfD-Wahlplakat an die Laterne direkt vor unserem Grundstück gehängt hatte. Es folgten viele weitere. Meine Zwillingsschwester und ich entfernten sie ein ums andere Mal, um unserer Wut Luft zu machen, auch wenn es nur eine kleine Aktion war. Meine Familie fasste es zwar als Provokation auf, wir machten uns aber eher darüber lustig, als uns Sorgen zu machen. Trotzdem gab es mir ein Gefühl von Unwohlsein: Durch die Plakate war die Bedrohung näher gerückt und sichtbarer geworden.
Wut verspürte ich auch, als mein Lehrer im Sportleistungskurs beim Thema Doping die kenianischen Lang­stre­cken­läu­fe­r*in­nen als Beispiel nahm und sagte: „Die ernähren sich da unten auch nicht nur von Reis und Wasser“ – mit einem Lächeln im Gesicht, weil er schon wusste, dass ein paar meiner Mit­schü­le­r*in­nen über seine Bemerkung lachen würden. Denn, ja klar, in „Afrika“ gibt es nur Reis und Wasser und sonst nichts – da müssen die „Afrikaner*innen“ ja irgendetwas Leistungssteigerndes genommen haben, um gute Läu­fe­r*in­nen zu sein.
Die Wut orchestrieren
Ich wollte damals etwas erwidern, aber ich schwieg. Ich hatte keine Begriffe, um zu sagen, was an seinen Aussagen falsch war. Alles spannte sich in mir auch an, als Mit­schü­le­r*in­nen beim Thema Kolonialismus in Geschichte das N-Wort benutzten und danach diskutierten, was denn die „politisch korrekte“ Bezeichnung für Schwarze Menschen wäre. Ich bekam alles mit, hörte, wie meine weißen Mit­schü­le­r*in­nen über Begrifflichkeiten redeten, die mich betrafen, aber konnte nichts sagen, weil ich selbst noch keinen Begriff dafür hatte. Auch das machte mich wütend.
Die Schwarze Schriftstellerin Audre Lorde beschrieb, was in uns brodelte, in ihrem Essay „Vom Nutzen unseres Ärgers“ so: Wir mussten lernen, schrieb sie, „unsere Wut zu orchestrieren, damit sie uns nicht zerriß. Wir mußten lernen, uns durch sie hindurchzubewegen und sie zu nutzen: wir mußten Kraft und Stärke und Einsicht für unser tägliches Leben aus ihr ziehen.“
Ich war in meinem zweiten Studienjahr, als ich auf den Text aufmerksam wurde. Er war eine Erleuchtung für mich, ein Aha-Moment. Denn endlich erfuhr ich, dass meine Wut berechtigt ist und es auch gut ist, sie zu zeigen. Seitdem halte ich, wenn es mir das wert ist, bei rassistischen Bemerkungen verbal dagegen. Denn Wut zu unterdrücken hat das Potenzial, sich selbst zu erdrücken.
Wut wird oft mit Aggression gleichgesetzt, aber es gibt noch so viele andere Arten, sie zu äußern – und sie ist nicht immer laut. Man kann sie auch durchs Schreiben ausdrücken, durch Proteste, Demos, durchs Aussprechen. Wut ist wichtig. Wut auszudrücken ist wichtig. Wut hat eine Daseinsberechtigung, und sie ist auch politisch.
Das alles erfuhr ich, als ich nach Bremen gezogen war, um dort Germanistik und Musikwissenschaften zu studieren. In einem Germanistikseminar sprach mich die einzige Schwarze Kommilitonin außer mir auf die Black Student Union (BSU) Bremen an. Nach dem ersten Treffen war ich überwältigt, so viele Schwarze Menschen in einem Raum zu sehen, die sich aktivistisch engagierten! Ich lernte tolle Menschen kennen, unter denen ich mich schnell wohlfühlte und die ich bewunderte. Seitdem wusste ich, was ­Empowerment bedeutet.
Die BSU Bremen war die erste ihrer Art in Deutschland und wurde von Schwarzen Studierenden gegründet. Sie veranstaltete Lesekreise, in denen wir Texte von Frantz Fanon, dem Combahee River Collective oder Audre Lorde lasen. Texte von Schwarzen Ak­ti­vis­t*in­nen und Schriftsteller*innen, die die Mehrheit von uns im sonstigen Universitätsalltag vermisste. So auch ­Sojourner Truth’ beeindruckende Rede „Ain’t I a Woman?“. Die Schwarze Frauenrechtlerin und Abolitionistin thematisierte darin zum ersten Mal die Mehrfachdiskriminierung von Schwarzen Frauen, die etwa von weißen Fe­mi­nis­t*in­nen rassistische und aus der eigenen Community sexistische Diskriminierung erfuhren.
In der BSU lernte ich, dass die Phänomene, die ich in meiner Schulzeit erlebt hatte, tatsächlich Dinge sind, die benannt werden können. Im Laufe meines Studiums, als ich anfing, strukturelle Diskriminierung zu sehen und durch Gruppen Empowerment und Bestätigung bekam, lernte ich Begriffe wie Intersektionalität, also die Verschränkung von verschiedenen Diskriminierungsformen, zu verstehen und zu nutzen. Rückblickend kann ich einige Erfahrungen nun benennen und habe verstanden, wie wichtig Community ist und welches Glück ich hatte, dass ich in meiner Kindheit und Jugend nicht alleine war.
In Gemeinschaft stärker
Denn ich hatte meine Eltern und meine älteren Geschwister, die mir sagten, was ich erwidern konnte, wenn mich eine Person beleidigte. Ich hatte meine Schwestern, die genau wussten, von welchen Gefühlen ich sprach, wenn ich erzählte, dass mir wieder mal fremde Kinder in die Haare gefasst hatten. Und ich hatte meine Zwillingsschwester immer um mich. Wir waren immer zu zweit und mussten die Rassismuserfahrungen nicht alleine durchstehen.
Miri konnte ihre Erfahrungen und ihre Gedanken dazu nicht mit ihrer Familie teilen. Sie war die Einzige, die sie nicht ignorierte. Ihr Vater und ihr Bruder konnten sie nicht verstehen. Ihre Mutter wollte sie nicht verstehen. Nur mit ihrer Tante konnte sie sich austauschen.
Auch Stephanie empfindet so. Sie wuchs in einem Dorf in Schleswig-Holstein mit ihrer Mutter, einer Person of Color, und ihrem weißen Vater auf. Dadurch, dass sie die Rassismuserfahrungen mit ihrer Mutter teilen konnte und Unterstützung von ihr erhielt, wuchsen die beiden enger zusammen.
Virginnia wurde als einzige Schwarze Person in einer weißen Pflegefamilie in einem nordrhein-westfälischen Dorf groß. Für sie war ein anderes Schwarzes Mädchen im Dorf eine Bezugsperson, sagt sie. Sie waren zwar nicht befreundet, aber immer, wenn sie bei ihr und ihrer Schwarzen Familie zu Besuch war, spürte sie ein anderes Gefühl von Zugehörigkeit – das war ihre „Community“.
Eine Dorfstraße, im Vordergrund eine Fachwerkscheune
Der Bus fährt stündlich Foto: Harald Krieg
Und jede Community braucht ihren Safe Space. Unserer war unser Zuhause, wo wir tun und lassen konnten, was wir wollten; der Hof, auf dem meine Zwillingsschwester und ich mit unserem Vater Fußball spielten, auf dem ich von meinen Geschwistern Basketball lernte, ohne dass ältere Jugendliche kamen und den Platz für sich beanspruchten oder dumme Sprüche machten. Wir hatten viele Bäume, auf die wir klettern konnten, und einen Garten hinter dem Haus, der von Bäumen und Büschen gesäumt war, sodass wir dort unter uns waren. Hier konnte ich abschalten von allem, was sonst um mich herum passierte. Hier konnte ich herumalbern, diskutieren, lachen, Freundschaften vertiefen, die bis heute anhalten. Sie sind neben dem Besuch meiner Eltern ein Grund, warum ich immer wieder aufs Dorf fahre.
Nicht den Mund halten
„Wenn ich mit dem Wissen und Selbstbewusstsein von heute noch mal in der Schule wäre, dann würde ich meinen Mund aufmachen und viel mehr kritisieren“, sagen meine Schwarzen Freun­d*in­nen, Freun­d*in­nen of Color und ich heute. „Wenn ich mit dem Wissen, das ich heute habe, noch mal in mein elfjähriges Ich vom Dorf in Thüringen schlüpfen würde, wäre ich der unglücklichste Mensch auf Erden“, sagt Miri. Denn die rassistischen Strukturen, die für sie als Kind noch nicht zu überblicken waren, hätten sie zerrissen: zu wissen, dass man eigentlich nicht erwünscht ist, sondern nur geduldet wird – oder nicht einmal das.
Miri würde ihre Kinder, wenn sie welche bekommt, deshalb auch in einer Stadt großziehen, sagt sie. Die Freiheit und Unbeschwertheit, die man auf dem Dorf genießen kann, wiegen weniger als die Aussicht, sich die Leute, mit denen man sich umgibt, aussuchen zu können. Denn das Dorf ist eine Welt für sich, die oft noch nach Regeln funk­tio­niert, die in den Städten längst ­gestrig sind. „Selbst wenn man seine Kinder dann antirassistisch und feministisch erzieht, läuft man im Dorf gegen eine Wand. Das Denken ist da immer noch genauso wie vor zwanzig Jahren“, sagt Miri. Und auch die meisten anderen meiner Ge­sprächs­part­ne­r*in­nen schildern, dass bei ihnen auf dem Land eher eine „Früher war alles besser“- oder „Das war schon immer so“- Stimmung vorherrsche.
Niemand kann sich aussuchen, an welchem Ort sie oder er geboren wird. Ich hatte Glück, dass es in einem guten Dorf war
Doch es gibt auch heute noch Schwarze Menschen, die ganz bewusst wieder raus aufs Dorf ziehen. Meine ältere Schwester lebte über 20 Jahre in Berlin und entschied sich vor einigen Jahren, aufs Land zurückzugehen, wo sie jetzt mit ihrer Familie lebt. Sie kann sich inzwischen nicht mehr vorstellen, in einer Stadt zu wohnen. Auch mein Vater, der in einem kleinen Dorf in Gambia aufwuchs, würde nur noch in eine Stadt ziehen, wenn er dort seine Kumpel hätte. Die Gartenarbeit würde ihm fehlen und auch die Ruhe und entspannte Atmosphäre.
Würde ich meine Kinder auf dem Dorf großziehen? Will ich noch mal auf dem Land leben? Würde ich anderen Menschen raten, ihre Schwarzen Kinder auf dem Dorf großzuziehen, wenn sie mich fragen?
Das weiß ich noch nicht. Ich weiß aber, dass ich es nicht bereue, auf dem Land aufgewachsen zu sein – im Gegensatz zu den Annahmen vieler. Für mich war mein Dorf der schönste und sicherste Platz der Welt.
Niemand kann sich aussuchen, an welchem Ort sie oder er geboren wird. Ich hatte Glück, dass es in einem guten Dorf war, und ich wünschte, dass noch mehr Schwarze Menschen und Menschen of Color so schöne Erinnerungen mit einem Landleben in Deutschland verbinden wie ich.
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Objektivität des Weltklimarates bezogen auf die BRD.... und darüber hinaus.
 
30. 07. 2021
 
Rechtzeitig zur Bundestagswahl wie auch des abnehmenden Interesses an Corona wie der zunehmenden Widersprüche dieses geanzen Geschäftsmodelles, kristallisiert sich rechtzeitig die neue „frohe Schreckensbotschaft“ heraus, das Klima killt doch.....
 
Schauen wir uns den unteren Bericht zur neuen Klimaerhebung an und schauen in das deutsche Impressum wie den Aufbau der Organisation darunter an, so können wir feststellen, es sind reine Regierungsorganisationen und Parteiinteressen wie andere Wirtschaftsinteressen und -Abhängigkeiten hier vertreten, die ausreichend Erklärungen abgeben, war diese Berichte tendentiös wie irreführend sind.
 
Sicherlich, einige Details stimmen sogar und ja, die Welt muß sich auf Veränderungen vorbereiten. Allein, wir haben es nicht mit einer „Klimaveränderung“ menschgemachter Art zu tun, sondern mit einem kosmisch-tektonischen Vorgang des Planeten im System, wie in der Wanderung durch die Galaxis, deren Zyklen die Welt immer wieder Veränderungen unterworfen haben. Das ist von Geologen lange bewiesen ,wie auch von Prof. Otto Karow, in seinen zyklischen Untersuchungen der Zivilisationsentwicklungen der Menschheit, wo die Veränderungen von Klimaverschiebungen, immer wieder eine große Rolle spielten. Und das hat sich bis heute nicht geändert, wie Wissenschaftlich seit ca. 10 Jahren lange bewiesen. Allein, da hört Niemand so richtig hin, da es eben nicht zum politischen Geschäftsmodell paßt.
Impressum gem. § 5 Telemediengesetz und § 18 Abs. 2 Medienstaatsvertrag
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Linder Höhe
51147 Köln
Tel.: 02203 601-0
Fax: 02203 67310
E-Mail: pt-webteam@dlr.de
www.dlr.de

Gesetzlicher Vertreter des DLR ist der Vorstand, bestehend aus Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla (Vorsitzende des Vorstands), Klaus Hamacher (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands), Prof. Dr. rer. nat. Hansjörg Dittus, Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer und Dr.-Ing. Walther Pelzer.
Sitz des Vorstands:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Linder Höhe, 51147 Köln. Der Vorstand kann auch durch von ihm ermächtigte Personen vertreten werden. Auskünfte über den Umfang der Ermächtigung erteilt der Leiter Allgemeine Rechtsangelegenheiten des DLR, Linder Höhe, 51147 Köln.
Registergericht/Registernummer:
Amtsgericht Bonn, VR 2780
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer:
DE 121965658

www.de-ipcc.de wird betreut durch:

DLR Projektträger
Umwelt und Nachhaltigkeit
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Redaktion
Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle
Technische Betreuung:
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Klima verändert sich dramatisch: Weltklimarat legt neuen Bericht vor
Als der Weltklimarat 2014 über den Klima-Zustand berichtet hat, war die Welt längst nicht mehr in Ordnung – es gab einen entscheidenden Unterschied zu heute.
 
(Bild: rhfletcher/Shutterstock.com)
25.07.2021 13:52 Uhr
Von Christiane Oelrich
dpa
Wie sich das Klima verändert und dass der Mensch dafür verantwortlich ist, beschreibt der Weltklimarat (IPCC) seit seinem ersten Report von 1990. Die Prognosen mit starkem Temperaturanstieg und verheerenden Folgen machten einem immer schon angst und bange. Nur kam dann eine lange Pause: Von 1998 bis 2014 veränderte sich die globale Mitteltemperatur kaum. Die Wissenschaftler kratzen sich am Kopf.
Frohlockende Klimawandel-Skeptiker – dann kam es ganz dicke
"Nicht, das jemand Zweifel an den Grundlagen gehabt hätte", sagt Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. "Aber man fragt sich, wenn so ein Phänomen auftritt, das man nicht vorhergesehen hat: wo sind die Grenzen unserer Erkenntnis?" Schon frohlockten Klimawandel-Skeptiker, aber dann kam es ganz dicke.
Kaum war der 5. IPCC-Sachstandsbericht 2013/2014 raus, stieg die globale Mitteltemperatur dramatisch an. Die vergangenen sechs Jahre – 2015 bis 2020 – waren die wärmsten seit Messbeginn. 2016, 2019 und 2020 waren mit minimalen Unterschieden die drei heißesten Jahre. Dass sich von 1998 bis 2014 wenig tat, war eine normale Schwankung, aber statistisch ein Extremereignis, sagt Marotzke, "so, als wenn man bei "Mensch ärgere Dich nicht" acht Mal hintereinander eine 6 würfelt."
Klimarisiken
Am 9. August erscheint nun der mit Spannung erwartete erste Band des neuen Sachstandsberichts, der sich mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels befasst. Den letzten Schliff bekommt er in einer zweiwöchigen IPCC-Sitzung ab 26. Juli. Eins ist vorab schon klar: Der neue Bericht wird anders.
"Der Fokus hat sich verschoben", sagt Douglas Maraun, ein deutscher Mitautor und Experte für statistische Modellierung an der Universität Graz in Österreich der dpa. "Früher war die Hauptfrage: "Was ist der Anteil des Menschen am Klimawandel?" Diese Frage ist beantwortet. Jetzt geht es mehr in Richtung Klimarisiken. Jetzt braucht man einen Bericht als Grundlage für Anpassungen." Dazu gehören zum Beispiel möglichst gute Vorhersagen für den regionalen Klimawandel.
"Sommertemperaturen steigen stärker als von Klimamodellen simuliert"
Deshalb enthält der neue Bericht erstmals einen interaktiven regionalen Atlas. Dort kann man schauen, welche regionalen Auswirkungen bestimmte Klimaindikatoren voraussichtlich zu bestimmten Jahreszeiten haben, wie Maraun sagt. Das lasse sich zwar nicht auf Länderebene herunterbrechen, aber auf Regionen, Mittel-West-Europa etwa, wozu Deutschland zählt.
"Die Sommertemperaturen steigen hier deutlich stärker als von Klimamodellen simuliert", sagt Maraun. "Es wird erforscht, welche Rolle dabei Aerosole und natürliche Schwankungen spielen."
Deutschland liegt über dem Durchschnitt
Aerosole, die etwa durch Vulkanausbrüche oder Wüstenstürme, aber auch Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen, haben meist eine kühlende Wirkung und wirken den Treibhausgasen entgegen. Durch die Verbesserung der Luftqualität seit den 70er Jahren könnte dieser Effekt teilweise ausgeschaltet worden sein.
Tatsächlich ist der Klimawandel in Deutschland aus verschiedenen Gründen stärker zu spüren als im Durchschnitt auf der Erde. Weltweit stieg die Temperatur um durchschnittlich rund 1,1 Grad über das vorindustrielle Niveau, in Deutschland um rund 1,6 Grad seit 1881, wie Mitautorin Astrid Kiendler-Scharr vom Forschungszentrum Jülich sagt.
Weitere Kennzahlen für Deutschland: Sonnenscheindauer: plus 17 Prozent seit 1981, Anzahl heiße Tage: plus 196 Prozent seit 1951, Anzahl Tage mit Starkregen: plus fünf Prozent seit 1951, Meeresspiegelpegel: plus 42 Zentimeter in Cuxhaven seit 1843.

 
2016 wurde mehr Starkregen vorausgesagt
In einem Klimamodell zu den Folgen der Erwärmung des Mittelmeers wurde 2016 genau für die deutsche Region, die jüngst die Überschwemmungskatastrophe erlebte, mehr Starkregen vorausgesagt, sagte Ozeanforscher Mojib Latif vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. "Der Mensch verlässt gerade den klimatischen Wohlfühlbereich, jetzt wird es gefährlich", sagte er.
Großes Thema werde auch der Meeresspiegelanstieg, sagt Marotzke, ebenfalls Mitautor. "Diese Frage wird in der Wissenschaft heiß diskutiert." Die größten Unsicherheitsfaktoren seien die großen Eisschilde von Grönland und der Antarktis und ihre möglichen Instabilitäten.
"... und danach geht die Welt unter"
Was hat sich getan seit dem letzten Bericht? "Mir fällt spontan nichts ein, wo Dinge weniger dramatisch waren als es die Modelle vorausgesagt haben", sagt Maraun. Er sei aber trotzdem "milde optimistisch": "Die Klimaschutzpolitik bewirkt etwas, wir sind noch lange nicht auf dem grünen Zweig, aber das ganz Dystopische wird unwahrscheinlicher." Das Ziel des Klimaabkommens von Paris, möglichst unter 1,5 Grad Erwärmung zu bleiben, sei aber "sportlich". Er bezeichnet sogar diejenigen als Optimisten, die von drei Grad Erwärmung ausgehen.
Eine Herausforderung, so Maraun, sei es, den Klimaschutz im Einklang mit der Biosphäre zu gestalten. "Wenn man überall Raps und Energiewälder anbaut, hat man das Klima vielleicht geschützt, aber zerstört die Artenvielfalt", sagt er.
Marotzke hadert mit Aktivisten, die mit Untergangsszenarien Stimmung machen: "Ich habe Mühe mit dem Konzept "point of no return", dem Punkt, an dem die Klimawandelfolgen unumkehrbar sind. Klar werden wir einiges unwiderruflich verlieren, etwa Korallenriffe. Aber wenn die Katastrophenlyrik besungen wird, klingt das so, als ob da dieser Punkt kommt, und danach geht die Welt unter, egal was wir tun", sagt er. "Diesen Punkt gibt es nicht. Es lohnt sich immer, weitere Erwärmung zu verhindern oder zu begrenzen."
(bme)
 
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Ein weiteres Herumgedoktor am Rentensystem – Betrugsystem bleibt Betrugssystem....
 
24. 07. 2021
 
Prof. Kurt Biedenkopf wollte das Rentensystem aufgrund von Einsicht, Können und Verstehen, in den 1980er Jahren auf völlig andere Grundlagen stellen und ist dafür geschaßt worden. Heute sehen wir die Netagivergebnisse einer falschen Politik.
 
Nun auch diese Vorstellung ändert nichts an der völlig maroden wie falschen Aufstellung. Motto: „warum einfach, wenn es auch kompliziert geht“ Der Grund dieses Mottos liegt schlicht in der sich daraus ableitenden Möglichkeit des Staates, die Rentenkassen nach Lust und Laune zu bestehlen auf Kosten des Steuerzahlers.
 
Auch das sollte der Wähler in diesem Jahr endlich begreifen wie berücksichtigen und so endlich seine Abzocker aus der Politik, verjagen!
 
 
Vorzeitiger Ruhestand - Jeder Monat früher reduziert die Rente
Vorzeitig aus dem Arbeitsleben auszusteigen, ist nur in bestimmten Fällen möglich – und ist mit einer nicht unbeträchtlichen Schmälerung der Rente durch Abschläge verbunden. Ob durch die Einführung der Grundrente solche Abschläge möglicherweise ausgeglichen werden können, lässt sich derzeit nicht absehen.
Von Klaus Deuse
Ein vorgezogener Ruhestand ist mit zum Teil deutlichen Kürzungen der monatlichen Rente verbunden (picture alliance / dpa / Franz-Peter Tschauner)
Früher in die Rente zu gehen – also vor der gesetzlichen Regelaltersgrenze – muss man oder frau sich leisten können. Denn insbesondere kurz vor dem Ruhestand lassen sich noch wichtige gesetzliche Rentenpunkte sammeln. Ohne Kürzungen kommen nur diejenigen davon, die eng eingegrenzte Voraussetzungen erfüllen. Wenn sie zum Beispiel als „langjährige Versicherte“ anerkannt sind, erklärt Jörg Wilczok von der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

„Voraussetzungen sind hierfür eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren und ein Mindestalter von 63 Jahren. Auf die 35 Jahre werden alle relevanten Rentenzeiten angerechnet.“
(picture alliance/ Fotostand/ K. Schmitt)
Vorschläge zur Reform der Altersvorsorge
Immer weniger Erwerbstätige müssen in Deutschland immer mehr älteren Menschen die Rente finanzieren. Dadurch gerät das Rentensystem ins Wanken. Welche Stellschrauben gibt es, um die gesetzliche Altersvorsorge zu stabilisieren? Ein Überblick.

Ebenfalls früher können auch schwerbehinderte Versicherte eine Altersrente beantragen.

„Voraussetzung für diese Rente ist auch eine Mindestversicherungszeit von 35 Jahren. Ferner muss zum Zeitpunkt des Rentenbeginns ein Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent vorliegen. Das Mindestalter für den Bezug dieser Rente wird auch abhängig vom Geburtsjahr auf 62 Jahre angehoben.“
(picture alliance / Wedel/Kirchner-Media )
Regierungsberater-Pläne zur Rente mit 68 
Berater der Bundesregierung haben vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter in mehreren Schritten zu erhöhen. Demnach soll es bis zum Jahr 2042 auf 68 Jahre angehoben werden – ansonsten könne schon bald ein Finanzierungsschock drohen. Die Hintergründe.
Jeder Monat früher reduziert die Rente
In beiden Fällen wird die Altersrente dann allerdings um Abschläge gekürzt. In welchem Umfang, macht ein Vergleich mit einem 1959 geborenen Durchschnittsrentner deutlich, der ansonsten mit 66 Jahren und zwei Monaten in den Ruhestand gehen könnte. Dann könnte er nach jetzigem Stand mit einer monatlichen Rente von rund 1.535 Euro rechnen. Nimmt dieser Versicherte aber schon mit 63 Jahren die Altersrente in Anspruch, schrumpft die Rente aus zwei Gründen spürbar, rechnet Rentenexperte Wilczok vor:

„Erstens hat er dann insgesamt drei Jahre und zwei Monate weniger in die Rentenversicherung eingezahlt. Dadurch verringert sich seine Rentenhöhe auf ca. 1.430 Euro.“
(dpa / picture alliance / Britta Pedersen)
Steffen Kampeter: Rente nicht noch mehr belasten 
In der Rentenpolitik sieht Steffen Kampeter von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände keinen Bedarf für Aktionismus. Er kritisierte, dass die Politik von der Rente mit 67 schrittweise abrücke. Die Rente bleibe bezahlbar, wenn sie nicht noch mehr belastet werde, sagte er im Dlf.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor.

„Zweitens wird der verbleibende Rentenbetrag jetzt noch für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme um 0,3 Prozent zusätzlich gekürzt. Da er seine Rente 38 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch nimmt, mindert sich der Rentenbetrag noch mal um einen Abschlag von 38 mal 0,3, also um 11,4 Prozent.“

Statt der 1.535 Euro, die er mit 66 Jahren und zwei Monaten erhalten hätte, bleiben diesem Durchschnittsrentner dann noch rund 1.265 Euro Monatsrente brutto übrig. Also mit gut 270 Euro weniger kein Pappenstiel. Insofern gibt Jörg Wilczok zu bedenken:

„Wenn ihm diese Kürzung zu groß wäre, könnte er den Rentenbeginn auch auf jeden beliebigen späteren Termin verschieben mit der Folge, dass längere Beiträge eingezahlt werden und sich der Abschlag wieder verringern würde.“
Rentenkonto durch Zuzahlungen aufstocken
Wer über die gesetzliche Regelaltersgrenze hinaus weiter arbeitet, erhält für jeden Monat 0,5 Prozent [*] auf das bis dahin vorhandene Rentenvolumen obendrauf. Das macht pro Jahr knapp 200 Euro Rente mehr aus. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, mit Blick auf den Ruhestand das Rentenkonto frühzeitig durch eigene zusätzliche Einzahlungen aufzustocken.

„Der Gesetzgeber erlaubt ab dem 50. Geburtstag die Zahlung von Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung wegen der vorzeitigen Inanspruchnahme einer Altersrente. Voraussetzung dafür ist nur, dass die Mindestversicherungszeit von 35 Jahren bis zum möglichen Rentenbeginn der gekürzten Altersrente noch erfüllt werden kann.“
(Imago/ Seeliger)

 
Was Sie über die Grundrente wissen müssen 
Mit der Grundrente sollen Menschen, die lange gearbeitet haben, aber dennoch nur wenig Rente bekommen, einen Bonus erhalten. Das Bundeskabinett hat sie Ende Februar 2020 beschlossen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
 
Grundrentenzuschlag unberührt
Eine Überlegung, die sich im Alter auszahlen kann. Vorausgesetzt, man verfügt über genügend finanziellen Spielraum. Auskünfte über eine maximale Ausgleichszahlung erteilt die Deutsche Rentenversicherung auf Anfrage. Allerdings steht jetzt schon fest, dass eine solche Ausgleichszahlung keinen Einfluss auf die Berechnung eines Grundrentenzuschlags haben wird. Und auch an den Kürzungen bei einem vorzeitigen Ruhestand ändert sich durch die Grundrente erst einmal nichts.

„Durch den Grundrentenzuschlag werden die Abschläge nicht ausgeglichen oder aufgehoben.“

Eine Prüfung, ab wann ein Rentenbeginn für Versicherte im Hinblick auf die Berechnung eines Grundrentenzuschlags günstiger sein kann im Vergleich zur bisherigen Regelung, führt die Deutsche Rentenversicherung aber nicht durch. Insofern bleibt es dabei: Ein vorgezogener Ruhestand ist mit zum Teil deutlichen Kürzungen der monatlichen Rente verbunden. Aufschluss verschafft eine eingehende Beratung.
(dpa/Michael Kappeler)